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Fachbegriffe von A–Z Fachchinesisch im Investmentbereich? Das muss nicht sein. Die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Fonds finden Sie hier.
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| 25.05.2010 15:27 |
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| IT und Rohstoffe Top, Banken und Versorger Flop |
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Drei Fondsmanager geben Auskunft, welche Branchen sie meiden – und wo sie investieren |
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Welche Werte und Fonds können Berater ihren Kunden jetzt empfehlen?
Jens Kummer, Head of Multi Management bei der Frankfurter SEB Asset Management in Frankfurt, betreut mehrere Mischfonds. Unter anderem den SEP Optimix Wachstum (WKN: 974892) und SEP Optimix Chance (WKN: 975893):
»Wir investieren zurzeit nicht in Finanzwerte, Banken und Versicherungen, dafür in einen breiten Branchenmix. Überproportional vertreten sind darin zurzeit Rohstoff- und Energiewerte, außerdem Luxusgüter wie Autowerte und Medien sowie Informationstechnologie. Abhängig vom Konjunkturzyklus, der von den bekannten Indikatoren bestimmt wird, übergewichten wir zyklische und defensive Werte. Sondereinflüsse wie die Unsicherheit bei Finanzwerten bestimmen außerdem unsere Wahl.«
Lars Ziehn managt bei der Fondsgesellschaft DWS drei Mischfonds, die ihren Schwerpunkt auf internationale Aktien und Renten legen. Dabei konzentriert sich der DWS Bildungsfonds (WKN 847419) auf europäische Werte, die Fonds DWS Vorsorge AS Dynamik und Flex (WKN: 976988, 976989) indes auf Unternehmen weltweit.
»Aufgrund von anstehenden Regulierungen in vielen Ländern, der Überschuldungsproblematik in Südeuropa und Abschreibungsbedarf bei kommerziellen Immobilien ist dieser Sektor zurzeit klar untergewichtet. Banken aus Südeuropa meiden wir komplett. In der Telekommunikationsbranche, die wir ebenfalls untergewichten, stehen fallenden Umsätzen, Preisdruck und potenziellen Regulierungsdruck hohe Dividenden gegenüber. Trotz attraktiver Bewertungen und guter Cash Flows sprechen zwar für Pharmatitel. Doch die Margen der Unternehmen sind noch überdurchschnittlich hoch und der Staat wird mittelfristig versuchen, die Ausgaben zu bremsen. Außerdem laufen in den nächsten Jahren eine große Anzahl von Patenten aus. Stattdessen suchen wir zurzeit Industrie- und Konsumaktien, Rohstoffe und Versorger. Weltweit liegen die Investitionsausgaben auf sehr niedrigem Niveau, andererseits sind die Bilanzen der Unternehmen generell in guter Verfassung. Wir rechnen daher mit einer Ausweitung der Investitionsausgaben, wenn sich die Konjunktur verbessert. Davon sollte der Industriesektor profitieren. Auch wenn der Konsum insbesondere in der westlichen Welt nicht mehr das Niveau der vergangenen Jahre erreichen wird, bietet diese Branche die Chance, am Wachstum in Asien teilzuhaben. Konstruktiv bleiben wir bei den Rohstoffen, wenn auch mit verminderter Risikobereitschaft. Die starke Nachfrage Asiens sollte den Rohstoffen zu weiteren Gewinnen verhelfen, auch die Bodenbildung im Baubereich der USA könnten Chancen bieten. Bleiben noch die Versorgungsunternehmen: Dieser Bereich könnte aufgrund der zum Teil hohen Dividendenrenditen und der relativ schlechten Kursentwicklung der vergangenen Monate vor einem Comeback stehen.«
Shinji Emori, Leiter japanische Aktien der Nomura Asset Deutschland, organisiert unter anderem die Fonds MAT Asia Pacific (WKN: 848407), Fundamental Japan (WKN: 848441) und Japanische Aktien (WKN: 848412), die ihren Fokus auf Asien legen. Aus dieser Warte empfiehlt Emori folgende Branchen:
»Unsicherheiten durch neue Regularien (Basel II) sowie anhaltende deflatorische Tendenzen beeinflussen die Gewinne von Finanzwerten negativ. Daher meiden wir diese Titel ebenso wie Versorger. Hier belastet die Nachfrage nach sauberer Energie die Gewinnaussichten, zudem sehen wir eine nachteilige Position der Versorger im Konjunkturzyklus. Auch in asiatische Einzelhandelswerte investieren wir zurzeit nicht, weil die anhaltende Nachfrageschwäche im privaten Konsum die Margen drückt. Stattdessen übergewichten wir zurzeit Maschinenbau-Aktien, sie profitieren von der überraschenden Erholung der Ordereingänge und der Verbesserung der Kostenstruktur in den Unternehmen. Durch die neuen Geschäftsmöglichkeiten in Verbindung mit sozialen Netzwerken suchen wir zurzeit auch Internet- und Kommunikationswerte. Außerdem geben wir der Chemie-Branche gute Chancen. Die Nachfrage nach deren Produkten steigt zurzeit durch innovative Technologien wie Solarbatterien und 3D-Fernsehgeräte.«
(vs)
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