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Fachbegriffe von A–Z Fachchinesisch im Investmentbereich? Das muss nicht sein. Die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Fonds finden Sie hier.
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| 31.03.2010 09:39 |
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| Lehren aus der Krise |
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Im Zuge der Griechenland-Krise gab es Forderungen, Credit Default Swaps (CDS) zu verbieten. Eine aktuelle Studie untersucht die möglichen Auswirkungen. |
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"Es gibt gute Gründe, eine verbesserte Überwachung
und Transparenz von CDS-Geschäften anzustreben", so die Autoren der Studie "Regulierung von Credit Default Swaps" der DekaBank. Prominente Politiker wie z.B. der französische Ministerpräsident Nikolas Sarkozy (Foto) sprachen sich bereits dafür aus. Im
Fall Lehmans hätte ein besseres Verständnis über
Nettoverbindlichkeiten und tatsächliche Risikopositionen
sicher einen großen Teil der Panik im Markt eindämmen
können, so die Deka-Experten. Auch im aktuellen Fall von Griechenland sei dies wünschenwert gewesen, weil dann frühzeitig
Gerüchte über
Marktmanipulationen hätten entkräftet werden können.
Wie eine Untersuchung der BaFin jedoch bestätige, sei keine
unangemessene Beeinflussung des Marktgeschehens
durch den Derivatehandel zu erkennen geewesen. "Die Volumina
im CDS-Handel sind im Vergleich zu der
Gesamtverschuldung der Staaten nur sehr gering", schreiben die Deka-Volkswirte. Eine
nachhaltige Manipulation erscheine daher kaum möglich
zu sein.
Eine erhöhte Transparenz der CDS-Geschäfte
könne allerdings sehr wohl zu einem verbesserten Verständnis der
Marktmechanismen führen.
Aufgrund der hohen Komplexität beim Einsatz von CDS-Kontrakten
sei eine eindeutige Zuordnung zu abzusichernden
Handelspositionen nicht immer möglich. Ein
Verbot von naked Swaps würde demnach den flexiblen
Einsatz dieses Kreditderivats behindern und somit die
Liquidität der Kapitalmärkte beeinträchtigen. Auch ein
vorübergehendes Verbot von CDS-Geschäften in Zeiten
stark gestresster Märkte wie im Herbst 2008 erscheine nicht wünschenswert.
Anders als beim Verkauf von Kassaprodukten (der
Investor besitzt das Produkt und kann es dementsprechend
liefern, andernfalls ist er Shortverkäufer) sei die
Verbindung zwischen einem CDS und einer bestehenden
Kassaposition oftmals nur indirekt vorhanden. Ein
Nachweis dürfe mit sehr hohem regulatorischem Aufwand
verbunden sein. Durch eine Regulierung dürften
Marktteilnehmer nicht daran gehindert werden,
umgehend auf Marktentwicklungen reagieren zu
können, also beispielsweise Risiken abzusichern oder
bestehende Positionen aufzulösen.
Dennoch gebe es Lösungen: "Die Einführung von Clearinghäusern kann die Markttransparenz
deutlich steigern", so die Deka-Experten. Einerseits werde über die
verbesserte Übersicht deutlich, wie hoch der Anteil spekulativer
Positionen wirklich sei und wer dahinter stecke.
Andererseits stellten Abwicklungshäuser sicher, dass sich
Marktteilnehmer auch in Situationen großen Stresses
und starker Unsicherheit auf die Abwicklung der CDS-Geschäfte
und damit auf die Funktionsfähigkeit des
Marktes verlassen könnten.
Die Zahlen der DTCC und
auch die Untersuchung der BaFin hätten gezeigt, dass
der CDS-Handel nicht die Turbulenzen ausgelöst habe. Er
zeige sie jedoch prominent auf. Zurückzuführen sei der
steile Anstieg der Risikoaufschläge der Peripherieländer
jedoch auf die katastrophale Finanzlage der Länder.
Aufgrund der guten Liquidität sei es aber der CDS-Markt,
der den Märkten die schlechten Nachrichten
übermittle.
(TB)
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