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05.08.2009 14:22
Fidelity kauft Frankfurter Fondsbank
Fidelity International erwirbt die Frankfurter Fondsbank von der BHF-BANK. Damit entsteht einer der Top 3 Partner für unabhängige Finanzberater in Deutschland. Fidelity erschließt über die neue Plattform ein zentrales Wachstumsfeld in Deutschland, denn unabhängige Finanzberatung gewinnt an Bedeutung.
Fidelity International erwirbt die BHF-BANK-Tochter Frankfurter Fondsbank (FFB) zu 100 Prozent. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der aufsichts- und kartellrechtlichen Genehmigungen. Sie soll bis Ende 2009 abgeschlossen sein.

Fidelity hat sich als Dienstleister für unabhängige Finanzberater etabliert und will diesen Geschäftsbereich weiter ausbauen - von der Depotverwaltung und Abwicklung über die Fondsauswahl bis hin zur Vertriebs- und Strategieplanung. "Indem wir das erstklassige Geschäfts- und Servicemodell der FFB mit unseren Ressourcen und Mitteln zur Vertriebsunterstützung kombinieren, setzen wir einen neuen Standard und schaffen Mehrwert für unsere Kunden und Eigentümer", sagt Christian Wrede (Foto), Sprecher der Geschäftsleitung von Fidelity International in Deutschland. Die neue Fondsplattform wird als eigenständiger Geschäftsbereich weitergeführt.

Strategie und Angebot ergänzen sich perfekt

Die FFB zählt mit ca. 13 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen (Assets under Administration) in rund 750000 betreuten Depots zu den führenden Fondsabwicklern Deutschlands. Das Institut mit Vollbanklizenz ist Partner für Vertriebe und deren Privatkunden, institutionelle Kunden, Kapitalanlagegesellschaften und Banken.

Die bisherigen Geschäftsführer Peter Nonner und Gerhard Oehne, die weiterhin die Frankfurter Fondsbank steuern werden, sind vom Erfolg der Zusammenarbeit überzeugt: "Die strategischen Zielsetzungen von Fidelity International und der Frankfurter Fondsbank zur Stärkung des unabhängigen Vermittlermarktes ergänzen sich in idealer Weise."

Unabhängigkeit als Kernphilosophie von Fidelity

Unabhängige Beratung ist entscheidend für den Anleger und dessen Investmenterfolg. Je mehr der Berater durch umfassende Plattform-Services entlastet wird und sich auf seine Kernaufgabe konzentrieren kann, desto mehr profitiert auch der Kunde. Dessen Vorteile liegen auf der Hand: besserer Service, umfassendere Beratung und eine große Produktvielfalt.

Das Plattformgeschäft für unabhängige Berater mit Zugang zu Produkten zahlreicher nationaler und internationaler Fondsgesell­schaften ist seit Jahrzehnten Teil der Unternehmensstrategie von Fidelity. Die Fidelity-Plattform FundsNetwork zählt in einigen Ländern der Welt zu den Marktführern. Unabhängige Finanzberater nutzen sie, um Fonds verschiedenster Anbieter in der Beratung einzusetzen und diese in nur einem einzigen Depot pro Kunde zu verwalten. Das entlastet sie von der Administration und lässt ihnen mehr Zeit für eine ausführliche Beratung.

"Mit der Akquisition der Frankfurter Fondsbank erweitert Fidelity dieses Geschäft auch in Deutschland - und schließt zur Spitze des Marktes für unabhängige Fondsplattformen mit einer offenen Fondsarchitektur auf", so Robert Higginbotham, Europa-Präsident von Fidelity International.

Fidelity ist überzeugt, dass sich die Bedürfnisse der Anleger auch getrieben durch die Finanzkrise fundamental verändern. "Unabhängige Finanzberatung gewinnt an Bedeutung", sagte Higginbotham. "Diesen Trend unterstützen wir mit unserer Plattform, bei der die Produkte verschiedener Fondsgesellschaften gleichberechtigt nebeneinander stehen. Wir schaffen so die Voraussetzung für unser weiteres Wachstum - sowohl im Bereich der unabhängigen Berater als auch im deutschen Markt insgesamt, dem Kernmarkt von Fidelity in Kontinentaleuropa."

Der deutsche Markt für unabhängige Berater bietet großes Wachstumspotenzial. Derzeit werden 72 Prozent aller Investmentfonds in Deutschland über Banken und Sparkassen vertrieben. Freie Makler gewinnen jedoch als Vertriebspartner an Bedeutung und die Nachfrage nach unabhängiger Beratung steigt. Zudem haben die Regierungen in Deutschland und Europa in Folge der Finanzkrise bereits erste Gesetzesänderungen verabschiedet, um den Anlegerschutz zu stärken und die Qualität der Finanzvermittlung zu verbessern.

Das und die veränderten Anforderungen der Berater erhöhen den Wettbewerb und fördern einen Wandel im deutschen Markt für Fondsplattformen. "Als nunmehr eine der größten unabhängigen Fondsplattformen mit umfassenden Services und einer offenen Fondsarchitektur sind wir für die Zukunft bestens gerüstet", so Wrede.
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