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02.04.2009 11:12
Neues Gebührenmodell der Honorarberater
Der Verbund Deutscher Honorarberater VDH hat ein neues Gebührenmodell entwickelt. Mit dem Nettoprinzip soll der Kunde tatsächlich nur für die Beratung zahlen. Im Bild: Dieter Rauch, Chef des VDH.
Kunde soll nur für Beratung zahlen

Der Verbund Deutscher Honorarberater VDH hat ein Gebührenmodell entwickelt, das im April auf den Markt kommen soll. Die Idee ist, dass der Kunde ausschließlich für die Beratung zahlt. Kosten wie Depotgebühren, Ausgabeaufschläge oder Wertpapierhandelskosten entfallen. Wie hoch das Honorar für den Berater ist, richtet sich nach der Höhe des anzulegenden Kapitals. In der Regel beträgt es 1,0 bis 1,5 Prozent p.a. der Anlagesumme.

Nettoprinzip: Anleger sollen Kickbacks erhalten

Erfreulich: Das sogenannte Nettoprinzip sieht vor, dass sämtliche Provisionen, die die Bank vom Fondsanbieter erhält, dem Anleger rückerstattet werden. Derzeit behalten Banken diese Kickbacks, die aus den Erstattungen von Verwaltungskosten oder Bestandsprovisionen resultieren und bis zu ein Prozent des Fondsguthabens ausmachen, in der Regel ein.

Nettoprinzip wird bislang nur bei comdirect angewendet

Einen Nachteil gibt es allerdings: Das Nettoprinzip klappt nicht bei allen Banken. Es greift nur bei den Finanzinstituten, mit denen der VDH eine entsprechende Vereinbarung getroffen hat. Bislang ist das nur bei der Onlinebank comdirect der Fall. Bis Ende des Jahres sollen nach Angaben von Verbandschef Dieter Rauch jedoch mindestens vier weitere Banken eingebunden werden.
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