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21.03.2017 | 09:15

Swisscanto: Weltwassertag unterstreicht Sinn der H2O-Investments

Seit 1993 wird der Weltwassertag jährlich am 22. März unter einem bestimmten Motto begangen. Die nunmehr 24. Auflage stellt die Themen Abwasser und Abwassernutzung in den Mittelpunkt der Veranstaltungen und des Weltwasserberichts.

(Foto: Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte bei Swisscanto Asset Management International S.A.)

“Das Thema Wasser ist bei globaler Betrachtung gesellschaftlich einer der bedeutendsten Bereiche. Es ist sehr wichtig, dass am Weltwassertag die vielen Probleme rund um das ‚blaue Gold‘ öffentlich zur Sprache kommen, um Lösungen für die Zukunft zu finden. Lösungen lautet auch das Stichwort beim Investieren. Wer Wasserinvestments unter die Lupe nimmt, findet zahlreiche Unternehmen, die nach Verbesserungen streben, um beispielsweise effizientere Technologien zu entwickeln. Aus unserer Sicht sind Investments in das Themenfeld H2O sinnvoll - aus nachhaltigen und Rendite-Aspekten“, so Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte bei Swisscanto Asset Management International S.A. in Frankfurt.

Hoher Wasserstress

Gegenwärtig leiden rund 2,5 Milliarden Menschen unter Wasserstress. Dieser liegt gemäß gängiger Definition vor, wenn die Wasserentnahme pro Jahr größer ist als 40 Prozent der neugebildeten Wasserressourcen. Dann gilt die Wasserversorgung in einigen Monaten pro Jahr als stark gefährdet. Bis 2050 wird sich vermutlich die Zahl der Menschen, die unter Wasserstress leiden, auf etwa fünf bis sieben Milliarden Menschen mindestens verdoppeln. Die Gründe für höheren Wasserstress sind einerseits steigende Wasserentnahmen aufgrund des Bevölkerungs- und Wohlstandswachstums. Andererseits wirkt sich auch die Klimaerwärmung in vielen Regionen negativ auf die Wasserverfügbarkeit aus, da sich Niederschlagsmuster verändern und die Verdunstung aufgrund der höheren Temperaturen zunimmt. Als betroffene Regionen gelten vor allem diejenigen, in denen der Wasserstress heute schon hoch ist, zum Beispiel der Nordosten Brasiliens, Teile von Nordamerika, Südeuropa, Teile von Mittelasien und Australien sowie große Teile Afrikas.

Auch die Art der Niederschläge spielt eine zentrale Rolle. Durch die globale Erwärmung wird mehr Niederschlag als Regen denn als Schnee fallen. Weil das Regenwasser bereits im Winter abfließt, wird im Sommer weniger Oberflächenwasser zur Verfügung stehen. Durch das Abschmelzen von Gebirgsgletschern kommt es zunächst zwar zu einer Zunahme der Abflüsse, langfristig aber zu deren Verschwinden. In vielen Gebirgsregionen hängt die Landwirtschaft oder die städtische Wasserversorgung (zum Beispiel in Perus Hauptstadt Lima) von dieser Wasserquelle ab - ihr Verschwinden wird daher regional zu erheblichen Problemen führen und bedroht viele Millionen Menschen mit Wassermangel.

Wassereffizienz ist ein wichtiger Schlüssel

Das Beispiel Wasserstress veranschaulicht die Notwendigkeit, mit Wasser effizienter umzugehen und entsprechend Technologien zum Wassersparen zu entwickeln sowie anzuwenden. Zusätzlich muss die Wasserinfrastruktur angepasst werden, wenn bestehende Wasserreservoire wie Gletscher und deren Abfluss nicht mehr genutzt werden können. “Im Regelfall wird Grundwasser gepumpt, wenn kein Oberflächenwasser mehr verfügbar ist. Aber auch diese Grundwasserreserven sind in vielen Regionen limitiert beziehungsweise erneuern sich nur langsam. Es besteht demnach enormer Handlungsbedarf von Seiten der Regierungen und Kommunen in punkto H2O“, sagt Güntner.

Dieser Handlungsbedarf zieht Investitionen nach sich, von denen Unternehmen, die Technologien, Produkte oder Dienstleistungen mit Bezug zur Wertschöpfungskette des Wassers anbieten, profitieren werden. “Unser nachhaltiger Wasserfonds, der im September 10-jähriges Jubiläum feiern wird, ermöglicht Anlegern an den Entwicklungen zu partizipieren. Zudem forcieren sie durch ihr Investment Lösungen im Wasserbereich. Denn nur wenn die Entkopplung der Wassernachfrage vom Wirtschaftswachstum auf Dauer gelingt, werden die Menschen rund um den Globus weniger Wasserstress erleiden“, so Güntner.


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