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04.08.2017 | 12:36

Swisscanto: Welterschöpfungstag belegt Pflicht zur Nachhaltigkeit

Nachhaltige Geldanlagen haben den Vorteil, dass sie einerseits heute schon Unternehmen honorieren, die verantwortungsvoll zum Beispiel mit Ressourcen und Mitarbeitern umgehen, und andererseits entsprechend Druck aufbauen auf die Firmen, die Nachholbedarf in punkto Nachhaltigkeit haben. Das muss das Ziel sein.

(Foto: Markus Günther, Nachhaltigkeitsexperte, Swisscanto Asset Management International S.A.)


Gemäß der Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) lebt die Menschheit per Anfang August quasi auf Pump. Denn sie hat ihre für das Gesamtjahr 2017 verfügbaren Ressourcen bereits aufgebraucht. Grundlage für die Berechnungen ist der ökologische Fußabdruck, also die Beanspruchung des Ökosystems, um beispielsweise Energie, Nahrung und Holz zu gewinnen. Der Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) rückte dieses Jahr sogar um sechs Tage vor (2016 war es der 8. August). Von nun an wird auf die stillen Reserven der Erde zurückgegriffen. Das ist kein gutes Zeichen und belegt die Pflicht zu deutlich mehr nachhaltigem Handeln und Wirtschaften. Übertragen auf die Geldanlage bedeuten diese Entwicklungen: Investoren sollten auch hier verstärkt den Faktor Nachhaltigkeit berücksichtigen. Nachhaltige Geldanlagen haben den Vorteil, dass sie einerseits heute schon Unternehmen honorieren, die verantwortungsvoll zum Beispiel mit Ressourcen und Mitarbeitern umgehen, und andererseits entsprechend Druck aufbauen auf die Firmen, die Nachholbedarf in punkto Nachhaltigkeit haben. Denn das Ziel muss sein, dass eines Tages kein Unternehmen mehr umhin kommt, beim Wirtschaften gleichzeitig Rücksicht auf Natur, Tiere und Menschheit zu nehmen, um kommenden Generationen eine lebenswerte Grundlage zu überlassen. Entsprechend lautet ein wichtiger Grundsatz bei den Swisscanto Green Invest-Fonds: für eine nachhaltige Entwicklung ist die Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch entscheidend. Dahinter steckt die Vision, dass die Wirtschaft weiter wachsen kann, ohne dass die ökologischen Grenzen erreicht werden. Oft sind mit dieser Entkopplung echte Win-Win-Situationen verbunden. Denn ein geringerer Ressourcenverbrauch bei der Produktion von Gütern bedeutet nicht nur weniger Umweltverschmutzung, sondern auch höhere Unternehmensgewinne dank tieferer Produktionskosten. Schließlich sollen nachhaltige Investitionen auch ökonomisch attraktiv sein, damit gutes Gewissen und erfolgreiches Investieren im Einklang sind.

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