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11.09.2017 | 11:40

Swisscanto: Schwankungen zur Renditeerzielung nutzen

Aktien und Unternehmensanleihen generierten in jüngerer Vergangenheit sehr häufig ordentliche Renditen. Mittlerweile sind zahlreiche Aktien relativ hoch bewertet und bei Anleihen könnten steigende Zinsen zu Kurskorrekturen führen.

Allgemein ist mit zunehmender Volatilität zu rechnen. Entsprechend wird die Diversifikation im Portfolio noch wichtiger und Investoren suchen alternative Anlagemöglichkeiten zur Beimischung. Dazu kommt, dass Anleger in volatilen Marktphasen meist ein erhöhtes Bedürfnis haben, abgesichert zu sein.

"Mit einem Volatilitätsfonds haben Investoren die Möglichkeit, Schwankungen zur Renditeerzielung zu nutzen. Denn dieser erzielt in der Regel auch bei trendlosen Märkten noch eine ansprechende Rendite und eignet sich daher als sinnvolle Ergänzung im Portfolio. Insofern heißt volatile Marktphase nicht immer gleich weniger Rendite oder erhöhtes Risiko. Mit unserem Ansatz sind wir nicht nur ein Anbieter von Absicherung, im Fachjargon ‚Short Volatilität‘ genannt, sondern aktivieren in hektischen Zeiten eine systematische Strategie, um von steigender Volatilität zu profitieren. Zudem haben wir einen so genannten Baustein ‚Dynamic Vol‘, in dem wir unabhängige Teilstrategien im Volatilitätsmarkt umsetzen. Es greifen also mehrere Strategien, die in jeder Marktphase die passende Antwort bieten", so Andreas Kappler, Manager des Swisscanto (LU) Equity Fund Systematic Volatility.

Bandbreite der Volatilität ist nicht maßgebend

Obwohl die Volatilität in den vergangenen Monaten auf historisch niedrige Niveaus gefallen war, hatte dies keine Auswirkung auf die Strategie. Dazu Kappler: "Als Anbieter von Absicherung ist für uns nicht das Niveau der Volatilität maßgebend, sondern die Differenz zwischen dem Preis der Absicherung und der tatsächlichen Schwankung. Es ist eher so, dass in Zeiten tiefer Volatilität diese Prämie höher ausfällt als in normalen Marktphasen, so dass sich im Schnitt lukrative Renditen ergeben."

Auch von politischen Ereignissen lässt sich das Fondsmanagement nicht verunsichern. "Denn unsere Bausteine werden auf systematische Art umgesetzt und wir halten uns mit direkten Eingriffen zurück. Es ist aber so, dass wir unsere Teilstrategien ständig überwachen. Wenn das Umfeld für gewisse Ideen nicht mehr geeignet ist, reagieren wir

entsprechend. Wir haben Anfang des Jahres das Gewicht des Short-Volatilität-Bausteins weiter erhöht, weil wir nach dem Amtsantritt von Trump die Volatilitäts-Risikoprämien als besonders vielversprechend erachteten", so Kappler.

Chancen vor allem mit Short-Volatilität

Ausblickend meint Kappler: "Wir beobachten, dass der Aktienmarkt durch rasche Rotationen geprägt ist, vor allem in den Bereichen Technologie und Bankaktien sowie in defensiven Sektoren. Das führt dazu, dass die tatsächliche Volatilität tiefer als erwartet ausfällt. Daraus ergeben sich attraktive Renditechancen im Short-Volatilität-Bereich. Ein mögliches Risiko stellt das Säbelrasseln um Nordkorea dar. Was uns zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass sich Short-Volatilität-Strategien nach Korrekturen deutlich rascher wieder erholen als der Aktienmarkt. Und nicht zuletzt: Auch in einem Seitwärtsmarkt lassen sich gute Renditen erzielen."


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