Kontakt

News

04.10.2017 | 12:44

Swisscanto: Positiv bei Schwellenländer-Aktien, skeptisch bei Gold

Die Weltwirtschaft befindet sich im Aufschwung. Entsprechend hoch fallen die Erwartungen an die Unternehmensgewinne aus. Pauschal lässt sich dieser Trend jedoch nicht auf die Aktienmärkte und Rohstoffe übertragen.

Konjunktur

Die globale Wirtschaft entwickelt sich nach wie vor erfreulich gut und der synchrone Aufschwung der Weltwirtschaft hält ungebrochen an. In den USA und der Eurozone erreichen die Vorlaufindikatoren für die Industrie die höchsten Werte seit mehreren Jahren. Die US-Notenbank ist zuversichtlich bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung. So wird die US-Notenbank ihre Bilanz um monatlich USD 10 Mrd. verkürzen. Darüber hinaus spricht immer mehr für eine weitere Leitzinsanhebung im Dezember. In der Eurozone hellt sich der Wirtschaftshorizont weiter auf. Die bisher verfügbaren Daten für das 3. Quartal deuten auf eine nochmalige Beschleunigung des Wachstums gegenüber dem 2. Quartal hin.

Finanzmärkte

Aufgrund der guten Konjunkturaussichten werden die Konsenserwartungen für die Unternehmensgewinne in diesem und im nächsten Jahr mehrheitlich nach oben revidiert. Analysten erwarten 2017 global im Durchschnitt ein Gewinnwachstum im zweistelligen Bereich. Vor diesem Hintergrund dürften Aktien attraktiv bleiben. Anleihen der so genannten sicheren Häfen sind in einem solchen Umfeld indes weniger gefragt.

Anlagepolitik

Innerhalb der Aktienmärkte bevorzugen wir weiterhin den Schweizer Heimatmarkt sowie Schwellenländer. In Europa rechnen wir in den kommenden Quartalen aufgrund des stärkeren Euro mit einer Wachstumsverlangsamung. Angesichts des Negativzinsumfeldes in der Schweiz bleiben CHF-Anleihen unattraktiv. Europäische Bonds beurteilen wir hingegen wieder als attraktiv. Auch Anleihen aus den Schwellenländern und Nordamerika zählen aufgrund des deutlichen Zinsvorteils weiterhin zu unseren Favoriten.

Verbesserte Aussichten für Anleihen der Eurozone

Innerhalb des Anleihenuniversums haben sich die Aussichten für Anleihen der Eurozone verbessert. Einerseits dürfte die Europäische Zentralbank den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik nur in homöopathischen Dosen durchführen. Andererseits sprechen die wiedergewonnene politische Stabilität sowie die konjunkturelle Entwicklung der ehemaligen Krisenstaaten dafür, dass die Risikoaufschläge ihrer Anleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen weiter zurückgehen.

Aktien: Schweiz und Schwellenländer bleiben favorisiert

Innerhalb der Aktienmärkte sehen wir gute Renditechancen in der Schweiz und in den Schwellenländern, wo die schwächeren Währungen in Verbindung mit der globalen Konjunktur und dem anziehenden Welthandel unterstützend wirken. In der Eurozone ist es gerade umgekehrt: Zwar laufen der Konjunktur- und der Politikmotor rund. Der starke Euro sollte aber das Gewinnbild der Unternehmen etwas eintrüben.

Rohstoffpreise vorerst ausgereizt

Energie und Industriemetalle verzeichneten in den vergangenen Wochen kräftige Preissteigerungen. Weiteres Potenzial sehen wir zunächst kaum. Gerade bei Öl ziehen Preisanstiege in der Regel eine Ausweitung des Angebots nach sich. Unverändert skeptisch beurteilen wir die Preisaussichten bei Gold. Mit dem erwarteten Anstieg der US-Zinsen steigen die Opportunitätskosten des Edelmetalls. Zudem erwarten wir derzeit keine Eskalation geopolitischer Krisen.

Fonds im Fokus

Publikationen