Kontakt

News

07.08.2017 | 09:53

Swisscanto: Japanische Aktien wieder interessanter

Die Bank of Japan ist aktuell die einzige international bedeutende Notenbank, die in Wort und Tat an ihrer ultraexpansiven Geldpolitik festhält. Das dürfte den JPY schwächen und den Exportunternehmen Nippons neuen Schwung verleihen, der sich auch am Aktienmarkt widerspiegeln sollte.

Konjunktur

Die Wachstumskraft lässt aus globaler Sicht etwas nach. Trotzdem überraschen die konjunkturellen Frühindikatoren positiv und zeigen immer noch eine hohe wirtschaftliche Aktivität. In Europa läuft die Konjunktur weiterhin rund. Der Gegenwind wird jedoch durch den wieder erstarkten Euro zunehmen. In den USA spricht die zurückhaltende Investitionstätigkeit gegen eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. China hat mit einem soliden BIP-Wachstum positiv überrascht. Im 2. Halbjahr ist von einer leichten Abschwächung der Wachstumsdynamik auszugehen. Die Inflationsraten liegen weiterhin unter den Zielwerten der Zentralbanken. Obwohl der Druck zu einer zügigen geldpolitischen Wende noch gering ist, bereiten die Zentralbanken die Märkte mit ihrer Kommunikation auf Anpassungen der Geldpolitik vor.

Finanzmärkte

Die fortwährend expansive Geldpolitik der Zentralbanken in Kombination mit niedrigen Inflationsraten sprechen weiterhin für einen Auftrieb an den Aktienmärkten. Bei Kommunikationsanpassungen der Zentralbanken zur geldpolitischen Wende dürfte die Schwankungsbreite der Kurse ansteigen.

Anlagepolitik

Durch die intakten Gewinnaussichten der Unternehmen sind Aktien immer noch attraktiv. Der japanische Aktienmarkt gewinnt wegen der fortgesetzt ultraexpansiven Geldpolitik wieder an Anziehungskraft relativ zu anderen Märkten. Aufgrund der guten Konjunkturlage in Kanada und der restriktiveren Geldpolitik der Zentralbank dürfte die Währungsstärke des CAD anhalten. Kanadische Bonds sind attraktiver geworden.

Geldpolitik sorgt für Volatilität

Die globale Konjunktur entwickelt sich derart robust, dass neben der US-Notenbank Fed mittlerweile auch andere Zentralbanken damit begonnen haben, die geldpolitische Wende vorzubereiten oder umzusetzen. In solchen Phasen reagieren die Kurse der einzelnen Anlageklassen für gewöhnlich mit erhöhten Schwankungen. Wenn sich die Konjunktur, wie zumeist der Fall, als widerstandsfähig erweist, setzen die eher risikobehafteten Anlageklassen ihren aufwärtsgerichteten Trend bei den Kursen fort. Insofern spricht das globale Umfeld weiterhin für Aktien.

Wechselkursgewinne bei kanadischen Anleihen

Während sich in der Eurozone und Großbritannien zunächst «nur» die Kommunikation der Zentralbanken geändert hat, haben die Währungshüter Kanadas mit einer Zinsanhebung bereits Fakten geschaffen. Dies führte zu einer kräftigen Aufwertung des CAD. Angesichts der Konjunkturdynamik erwarten wir in Kanada noch einen weiteren Zinsschritt, so dass sich die Währungsstärke fortsetzen dürfte. Kanadische Bonds haben dadurch an Attraktivität gewonnen.

Japanische Aktien profitieren von Geldpolitik

Die Bank of Japan ist aktuell die einzige international bedeutende Notenbank, die in Wort und Tat an ihrer ultraexpansiven Geldpolitik festhält. Das dürfte den JPY schwächen und den Exportunternehmen Nippons neuen Schwung verleihen, der sich auch am Aktienmarkt widerspiegeln sollte. Dagegen bekommen die Exporteure der Eurozone durch den stärkeren Euro etwas mehr Gegenwind. Die insgesamt überraschend gute Konjunkturentwicklung in der Währungsgemeinschaft lässt aber weiterhin überdurchschnittliche Kurssteigerungen erwarten.

Rohstoffe profitieren von globaler Nachfrage

Aufgrund der allgemeinen geldpolitischen Wende, die weltweit steigende Renditen bei den Staatsanleihen erwarten lässt, und der gesunkenen politischen Risiken erwarten wir weiterhin sinkende Goldpreise. Die Preise der Energierohstoffe sowie der Industriemetalle sollten dagegen vom weltweiten Konjunkturaufschwung gestützt werden.

Fonds im Fokus

Publikationen