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06.06.2017 | 11:51

Swisscanto: Interview mit Michael Bretscher, Manager des Equity Fund Selection

Zu den aktuellen Portfolio-Entwicklungen sprechen wir mit Fondsmanager Michael Bretscher.

Frankfurt, 6. Juni 2017 - Der Swisscanto (LU) Equity Fund Selection International AT EUR (ISIN LU0644935669) investiert weltweit in Aktien. Die Besonderheit des Fonds ist die modellbasierte Aktienanalyse, die eine dynamische Auswahl der sechs Faktorkategorien Wachstum, Value, Qualität, Risiko, Momentum und Größe vorsieht. Diese modellbasierte Aktienanalyse hat den Vorteil, dass sich viel mehr Unternehmen analysieren lassen - in diesem Fall rund 48.000 Unternehmen weltweit - als mit einer klassischen Methode. Mithilfe des Modells wird eine Rangliste der Unternehmen und ihrer Attraktivitätskennzahlen erstellt. Die attraktivsten Titel eines Sektors sind dann potenzielle Kaufkandidaten. Das Portfolio des Swisscanto (LU) Equity Fund Selection International EUR B umfasst in der Regel rund 300 Werte und wendet das Prinzip der vielen kleinen Prognosen systematisch an.

Bezüglich der aktuellen Portfolio-Entwicklungen sprechen wir mit Fondsmanager Michael Bretscher.

Herr Bretscher, welche Faktoren beziehungsweise Sektoren sind im bisherigen Jahresverlauf am attraktivsten in punkto Performance?

Michael Bretscher: Seit Jahresanfang sind die Gewinner eindeutig Momentum- und Qualitäts-Aktien. Auf Sektorebene konnten IT-Firmen am meisten zulegen. Hier hat der Faktor Momentum sehr gut funktioniert. Auch bei den Basiskonsumgütern waren Momentum-Aktien am besten. Die Versorger schnitten dieses Jahr auch gut ab. Hier waren es die Aktien mit hoher Qualität, welche überzeugen konnten. Zu den Verlierern gehörten in 2017 bis dato ganz klar günstig bewertete Aktien. Folglich war es für Finanz-, Energie- wie auch Telekomfirmen eher schwierig. Auch innerhalb der Sektoren hat der Faktor Value in fast allen Branchen negative Beiträge erwirtschaftet.

Haben sich die politischen Entwicklungen, speziell mit den Wahlen in Europa, positiv oder negativ auf den quantitativen Investmentansatz des Fonds ausgewirkt?

Michael Bretscher: Wir verfolgen einen systematischen Anlageprozess und fokussieren uns auf das Abschöpfen von Risikoprämien. Um die Abhängigkeit von solchen Events (beispielsweise Brexit, Wahlen USA oder Wahlen Europa) zu minimieren, konstruieren wir unser Portfolio sektorneutral. Auch auf Länderebene hat unser Portfolio sehr ähnliche Gewichte wie der Vergleichsindex. Dementsprechend haben sich die politischen Entwicklungen weder positiv noch negativ ausgewirkt.

Warum sollten Investoren allgemein weiterhin in Aktien investieren und im Speziellen in diesen modellbasierten Fonds?

Michael Bretscher: Die globale Konjunktur läuft so gut wie lange nicht mehr. Aufgrund der Vorlaufindikatoren spricht wenig gegen die Fortsetzung dieses Trends. Aus diesem Grund macht ein Engagement in Aktien weiterhin Sinn. Mit unserem Fonds erhält man ein breit diversifiziertes Portfolio, welches systematisch in qualitativ gute, günstig bewertete Aktien mit positivem Momentum investiert. Der Ansatz hat sich in den vergangenen zwölf Jahren in verschiedenen Phasen bewährt und konnte seit der Lancierung einen deutlichen Mehrwert erzielen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Bretscher.

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