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06.07.2017 | 11:42

Swisscanto: Europa mit größtem Aktien-Potenzial

In den USA signalisieren die Konjunkturdaten ein robustes Wachstum. Auch Europa befindet sich nach wie vor in überraschend solider Verfassung. Die Rhetorik der EZB hat sich jedoch geändert. Die geldpolitische Wende wird immer öfter thematisiert.

Konjunktur

Die globale Konjunktur präsentiert sich weiterhin in guter Verfassung. Die Wachstumsdynamik nimmt jedoch von hohem Niveau aus etwas ab. Europa befindet sich nach wie vor in überraschend solider Verfassung. Auch in den USA signalisieren die Konjunkturdaten ein robustes Wachstum. Bei der Veröffentlichung überraschen die Werte aktuell aber überwiegend auf der negativen Seite. Die Rhetorik der Zentralbanken hat sich insbesondere in Europa geändert. Auch wenn die Inflationsraten derzeit wieder niedriger ausfallen als noch zu Beginn des Jahres, wird immer öfter die geldpolitische Wende thematisiert.

Finanzmärkte

Das globale Wirtschaftswachstum und die niedrigen Inflationsraten sollten den Aktienmärkten weiter Auftrieb geben. Die Signale der Notenbanken, dass eine ultraexpansive Geldpolitik kaum mehr nötig ist, lässt die Schwankungsbreite der Kurse allerdings wieder ansteigen. Für Staatsanleihen hat sich das Umfeld dagegen verschlechtert.

Anlagepolitik

Das konjunkturelle Umfeld spricht weiterhin für steigende Gewinne und stabile Dividendenzahlungen der Unternehmen. Aktien bleiben attraktiv, auch wenn die Marktvolatilität wieder zunimmt. Der britische Anleihenmarkt hat an Anziehungskraft verloren. Die neue Regierung geht geschwächt in die Brexit-Verhandlungen. Die damit verbundene Unsicherheit sollte das britische Pfund weiter schwächen.

Umfeld spricht für Aktien

Der globale Konjunkturmotor läuft weiterhin rund. In der europäischen Währungsunion sind die Wachstumskräfte mittlerweile so stark wie seit Jahren nicht mehr. Hinzu gesellt sich, ausgelöst durch Frankreich, eine Portion politische Zuversicht. Die Frühindikatoren in den USA haben sich jüngst zwar leicht abgeschwächt, wir teilen aber die Auffassung der US-Notenbank, dass es sich dabei lediglich um eine vorübergehende Schwäche handelt. Die Rhetorik der Zentralbanken in Europa deutet zwar immer öfter in Richtung Ende der expansiven Geldpolitik, die Entwicklung der Inflationsraten spricht jedoch nicht für eine unmittelbar bevorstehende Wende.

Britische Anleihen weniger interessant

Nach der unerwarteten Wahlschlappe der konservativen Tories in Großbritannien dürfte die Unsicherheit über die Ausgestaltung des Brexit das Pfund weiter schwächen. Zudem lassen Spekulationen über Leitzinserhöhungen die Kurse der Gilts fallen. Beides spricht gegen den britischen Anleihenmarkt.

Aktien aus Schwellenländern wieder attraktiv

Zuletzt haben japanische Dividendentitel und die der Schwellenländer besser abgeschnitten als der Rest der Welt. Während das Gewinnwachstum Letzterer überdurchschnittlich ausfällt, liegt das der Unternehmen Nippons darunter. Japan hat unseres Erachtens damit an Anziehungskraft verloren, sodass wir relative Vorteile bei den Schwellenländern sehen. Das größte Potenzial hat weiterhin Europa - inklusive der Schweiz.

Ölpreisrückgang übertrieben

Ängste vor einer anhaltenden Überproduktion ließen den Erdölpreis auf den tiefsten Stand seit November 2016 fallen. Diese sind aus unserer Sicht aber ungerechtfertigt, befindet sich die globale Konjunktur doch in einem synchronen Aufschwung, der die Nachfrage nach Öl hoch halten wird. Wir rechnen deshalb mit einem Abbau der hohen Lagerbestände und folglich mit einer Preiserholung. Gold sollte angesichts der restriktiveren US-Geldpolitik und der schwindenden politischen Risiken in der Eurozone an Glanz verlieren.

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