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19.10.2015 | 12:11

Oddo Meriten Asset Management wird vorsichtiger

Nach den mäßigen Makrodaten der vergangenen Woche ist der deutsch-französische Vermögensverwalter Oddo Meriten Asset Management etwas vorsichtiger geworden. „Ohne unsere direkten Exposures zu verändern, haben wir einige Absicherungen aufgebaut“, schreiben Nicolas Chaput, Global CEO & Co-CIO, und Laurent Denize, Global Co-CIO von Oddo Meriten Asset Management, in ihrer jüngsten Markteinschätzung.

Zwar bleibe das Basisszenario bestehen, das sich aus verhaltenem, im zweiten Halbjahr jedoch anziehenden Wachstum, angesichts der Bewertungsniveaus passablen Unternehmensgewinnen, weiter akkomodierender Geldpolitik der Notenbanken und einer zu negativen Bewertung der Entwicklung in China zusammensetze. Dessen ungeachtet messe man zwei Alternativszenarios mit jeweils 20% nunmehr jedoch eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit als bislang bei. Im Zentrum des ersten Alternativszenarios stehe eine Enttäuschung der Erwartungen an das Wachstum der Weltwirtschaft. Ohne Berücksichtigung des Jahres 2009 bewege sich die Expansionsdynamik mit einem Plus von 2,5% zu konstanten Wechselkursen derzeit eh bereits in der Nähe ihres Allzeittiefs. Ein weiteres Abrutschen auf das Wachstumsniveau von etwa 2% benötige als Auslöser jedoch eine größere Enttäuschung in einem der Hauptwirtschaftsräume der Welt – etwa eine Rezession in den USA, eine harte Landung Chinas oder ein Scheitern der Abenomics.

Auch für ihr zweites Alternativszenario sehen Chaput und Denize eine nunmehr etwas höhere Wahrscheinlichkeit von ebenfalls 20%. Dort geht es um eine überraschend starke Beschleunigung der Inflation. Dafür würden wohl schon eine Stabilisierung des Ölpreises in Kombination mit einem schwächeren Dollar und einem leicht beschleunigten Lohnanstieg ausreichen. Eine andere Möglichkeit sei ein weiteres Absinken der ohnehin bereits sehr geringen Produktivitätszuwächse, was zu einem abermaligen Rückgang des Potenzialwachstums führen werde. Dies könne die Federal Reserve und andere Notenbanken dazu veranlassen, ihre Geldpolitik stärker als erwartet zu straffen. Vor diesen Hintergründen bleibe die Anlagestrategie zwar unverändert, allerdings würden mehr taktische Komponenten eingefügt und die Absicherung ausgebaut.

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