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26.03.2018 | 09:47

NN IP: Schwellenländeranleihen - Risiko von starken Kursausschlägen

Zwar befinden sich die Schwellenländer in einer günstigen Position, doch mehrere politische Ereignisse könnten zu deutlichen Kursausschlägen führen. Schwellenländer-Unternehmensanleihen bieten im Vergleich zu anderen Schwellenländer-Anlageklassen eine bessere Ausgangslage.

Mit einem durchschnittlichen Zins von 5% bieten Schwellenländer-Unternehmensanleihen Anlegern gute regelmäßige Erträge, und mit 4,5 Jahren Duration ist die Anlageklasse relativ wenig anfällig für steigende US-Zinsen. Im Durchschnitt verfügen Schwellenländer-Unternehmensanleihen über ein Investment-Grade-Rating, und die Benchmark, der CEMBI Diversified Index, umfasst eine große Bandbreite an hochwertigen Unternehmen.

Aufgrund des günstigen globalen Wirtschaftsumfelds sind die makroökonomischen Risiken in den Schwellenländern deutlich abgeklungen. Die Länder befinden sich in einer sehr günstigen Position: Das Wachstum der Weltwirtschaft beschleunigt sich, die Rohstoffpreise ziehen an und die Inflation ist historisch niedrig.

Allerdings stehen in den Schwellenländern in diesem Jahr mehrere relevante politische Ereignisse an, und an den Märkten könnte es aufgrund der politischen Unsicherheit zu stärkeren Kursausschlägen kommen. Gerade in dieser Situation sind aktive Anleger mit guten Kenntnissen der Lage im jeweiligen Land in einer günstigen Position, um Verschiebungen zu erkennen und deren mögliche Auswirkungen auf Investitionen einzuschätzen.

Schwellenländer-Unternehmensanleihen bieten bessere Risiko-Rendite-Eigenschaften als andere Schwellenländer-Anlageklassen. Dies zeigt sich beispielsweise an ihrer Sharpe-Ratio von 0,95 über den Zeitraum der vergangenen fünf Jahre. Zum Vergleich: Die entsprechende Sharpe-Ratio von Schwellenländer-Staatsanleihen lag bei 0,62[2]. Der Markt für Schwellenländer-Unternehmensanleihen im CEMBI Diversified Index besteht zu 58% aus Investment-Grade-Emittenten. Im Durchschnitt verfügen die Unternehmensanleihen in diesem Index über ein Investment-Grade-Rating von BBB-/Baa3.

Die Ausfallquoten von Schwellenländer-Unternehmensanleihen sind von 5,1% im Jahr 2016 auf unter 2% im Jahr 2017 zurückgegangen. 2018 dürften sie bei 2,4% liegen – verglichen mit 2,5% bei US-Hochzinsanleihen. Dies spricht für die langfristige wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Schwellenländer und die gute Bilanzsituation der dortigen Unternehmen. Die Spreads von Schwellenländer-Unternehmensanleihen haben sich in den vergangenen beiden Jahren deutlich eingeengt, bieten aber gegenüber US-Investment-Grade-Unternehmensanleihen, Euro-Investment-Grade-Unternehmensanleihen und Schwellenländer-Staatsanleihen nach wie vor eine Prämie.

Fazit: Die Anlageklasse Schwellenländer-Unternehmensanleihen befindet sich noch in der Entwicklung. Sie weist Ineffizienzen auf, die ausgenutzt werden können, um die Gesamtrendite eines Portfolios zu verbessern. Dabei ist ein aktives Management mit einem erfahren Team ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Quelle:
[1] JP Morgan, Dezember 2017

[2] JP Morgan, Januar 2018

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