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07.09.2017 | 15:50

NN IP: Schwellenländer – Indikatoren weisen auf weitere Stärkung hin

Die Belebung des Welthandels hat positive Auswirkungen auf die Schwellenländer. Die Indikatoren von NN Investment Partners (NN IP) deuten darauf hin, dass die Schwellenländer weiter an Stärke gewinnen.

Der NN IP Indikator zur finanziellen Situation in den Schwellenländern liegt seit Januar dieses Jahres in positivem Terrain und ist in den vergangenen Wochen erneut gestiegen auf seinen aktuellen Stand von 0,81 auf einer Skala von +/- 3. Das bedeutet, dass sich der Ausblick für das Wachstum der Binnennachfrage in den Schwellenländern weiter aufhellt. Der Indikator erfasst Änderungen bei den Leitzinsen, den Marktzinsen, der Geldmenge, der Fiskalpolitik, den fiskalpolitischen Erwartungen, den effektiven Wechselkursen und den Kapitalflüssen für die 21 größten Schwellenländer.

Finanzielle Situation in Schwellenländern

(Durchschnitt der 21 größten Märkte über 3 Monate, Quelle: NNIP)

Die steigenden Kapitalflüsse in die Schwellenländer sind der Hauptgrund für die anhaltende Aufhellung ihrer finanziellen Situation. Sie verursachen die erste deutliche Belebung ihres Kreditwachstums seit dem Boom in den Jahren 2009 bis 2011, der auf den Lehman-Kollaps folgte. Ein höheres Kreditwachstum von 6 Prozent im ersten Quartal auf aktuell 8 Prozent sollte dazu beitragen, die Erholung der Binnennachfrage in den kommenden Quartalen anzukurbeln. Außerdem fließt weiterhin viel Kapital in die Schwellenländer. Da die Sorgen hinsichtlich einer schneller als erwarteten Normalisierung der Geldpolitik in den entwickelten Ländern nachgelassen haben, haben sich die Kapitalflüsse in die Schwellenländer im Juli im Vergleich zum Juni deutlich belebt. Nachdem alle großen Schwellenländer ihre Devisenreservepositionen für Juli veröffentlicht haben, gehen wir davon aus, dass im Juli insgesamt 18 Mrd. USD in die Schwellenländer geflossen sind, verglichen mit Abflüssen von 15 Mrd. USD im Juni und einem durchschnittlichen monatlichen Zufluss von 4 Mrd. USD in den ersten fünf Monaten des Jahres.

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