News

Fondsinfos

Ausblick

25.01.2018 | 10:49

ETF Securities: Rohöl-Preise 2018 - die Rally endet

29 Wochen in Folge verzeichneten Rohöl-ETPs Abflüsse. Die Skepsis der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Rohölpreise steigt. Jan-Hendrik Hein, Associate Director - Head of German Speaking Regions bei ETF Securities, ist überzeugt, dass der Preis für ein Barrel Rohöl 2018 fallen wird.

Anleger verkauften in der letzten Woche erneut Long-Positionen in Rohöl-ETPs (A1N49P), wobei 36 Mio. USD abflossen. Von einer Ausnahme abgesehen kam es nun 29 Wochen in Folge zu Abflüssen, was der Situation 2013/14 kurz vor dem Einbruch der Rohölpreise Ende 2014 ähnelt. Um die Skepsis der Anleger hinsichtlich der Nachhaltigkeit der aktuellen Rohölpreise zu unterstreichen, flossen in denselben 29 Wochen 53 Mio. USD in Short-Positionen. Zwei widerstreitende Kräfte beeinflussen gegenwärtig die Preise am Rohölmarkt: die Signale, dass die OPEC und Russland über 2018 hinaus auf den Fördergrenzen beharren könnten, und der jüngste IEA-Bericht, demzufolge die USA Saudi-Arabien voraussichtlich als größten Rohölproduzenten ablösen werden. „Wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass der Preis für ein Barrel Rohöl im kommenden Jahr in die Spanne von 45-60 USD zurückfallen wird“, sagt Jan-Hendrik Hein, Director – Head of German Speaking Regions, ETF Securities.

Bei Edelmetallen (A0N62H) kam es zu Abflüssen in Höhe von 55 Mio. USD, von denen in der letzten Woche 49 Mio. USD auf Silber-ETPs (A0N62F) entfielen. Seit Jahresanfang belaufen sich die Abflüsse auf 77 Mio. USD. „Die Gold-Silber-Ratio liegt derzeit mit 78 eine Standardabweichung über ihrem Durchschnitt. Aus historischer Sicht ist Silber also nach der jüngsten Goldpreisrally günstig bewertet“, so Hein.

Bei den Währungen wurden Long-ETPs in USD und EUR in Höhe von 61 Mio. USD abgestoßen, so viel wie zuletzt im Juni 2017. Wir sind überzeugt, dass dies auf die zunehmende Straffungsrhetorik der EZB und die Sorgen der Anleger über die steigenden Staatsanleiherenditen in den USA zurückgeht. „USD- und EUR-ETPs verzeichneten Abflüsse in Höhe von 27 Mio. USD beziehungsweise 5 Mio. USD, was die negative Einstellung der Anleger hinsichtlich der Währungen unterstreicht“, sagt Hein.

Robotik-ETPs (A12GJD) verzeichneten mit 53 Mio. USD starke Zuflüsse, die fast das Rekordhoch der Vorwoche von 56 Mio. USD erreichten. Damit flossen in diesem Jahr schon 128 Mio. USD zu. Die Erwartungen an die anstehende Berichtssaison sind hoch, und folglich übertrafen Robotik-ETPs den S&P 500 in diesem Jahr um 5 Prozent. „Bei einem KGV von 31 befinden sich die Bewertungen allerdings im Vergleich zum MSCI Global Technology Index weiter in der Nähe ihres langfristigen Durchschnitts“, schließt Hein.

Kontakt

Videos