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02.01.2017 | 14:00

Baker Steel: Quo Vadis Gold in 2017?

Die Baker Steel Capital Managers analysieren die Assetklasse Gold für das Jahr 2017.


Gold als Portfolio-Diversifizierer

2016 hat gezeigt, dass Gold einen hochwirksamen Portfolio-Diversifizierer und eine „Sichere-Hafen-Anlage“ darstellt. In Zeiten zunehmender politischer und teilweise auch wirtschaftlicher Unsicherheit kann man das makroökonomische Umfeld 2017 als unterstützend für den Goldsektor bezeichnen.

Nur wenige Beobachter konnten die großen geopolitischen Ereignisse von 2016 genau vorhersagen. Während die Ursachen für Ereignisse wie Brexit, die Wahl von Donald Trump, die Verschlechterung des Konflikts in Syrien und die Flüchtlingskrise in Europa deutlich zu sehen sind, waren viele Investoren im Rückblick unvorbereitet und sahen sich somit mit Turbulenzen und Volatilität in den Märkten konfrontiert.

Ob es sich um ungenaue und fehlerhafte Umfragen, kognitive Verzerrung oder voreingenommene Medienberichterstattung handelte, viele Faktoren haben dazu beigetragen, 2016 ein Jahr politischer „Überraschungen" zu machen, deren Konsequenzen und Folgen von Ungewissheit gekennzeichnet sind. Möglicherweise war eine der größten Überraschungen die eindrucksvolle Jahresende-Rallye an den Aktienmärkten, die den US-Wahlergebnissen folgte. Jedoch wird das neue Jahr in einem Umfeld unsicherer Aussichten Anleger vor schwierige Entscheidungen stellen.

Bei Baker Steel versuchen wir, keine konkreten Vorhersagen über politische oder wirtschaftliche Entwicklungen zu machen. Jedoch versuchen wir auf Risiken und Chancen im Zusammenhang mit einer Anlage in Gold und Goldaktien hinzuweisen. In der Tagesarbeit verfolgt unser Team von spezialisierten Fondsmanagern einen disziplinierten und wertorientierten Ansatz zur Auswahl von Investitionen im Goldaktiensektor.

Wir stellen fest, dass die Prognosen der Investmentbankanalysten für die Goldperformance im Jahr 2017 erheblich variieren. Obwohl Gold bereits eine erhebliche Korrektur in der zweiten Jahreshälfte 2016 gesehen hat, gehen einige Analysten davon aus, dass Gold weiter bis auf 1.100 US Dollar fallen kann, während andere die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends der ersten Jahreshälfte 2016 und ein Kurspotenzial von 1.400 US Dollar erwarten.


Derzeitige US-Dollar-Stärke wird nicht anhalten

Gold- und Goldaktien befanden sich bis zum Sommer 2016 in einer Erholungsphase, was signifikante Renditen für Investoren zur Folge hatte. In den letzten Monaten übte allerdings der starke US Dollar erheblichen Druck auf die Goldpreise aus. Gründe dafür waren steigende Nominalrenditen im amerikanischen Rentenmarkt und die jüngste Zinserhöhung der US-Notenbank. Nach der Wahl von Donald Trump wurde, ob berechtigt oder unberechtigt, das Vertrauen der Anleger durch Trumps Versprechen einer Pro-Wachstumspolitik und Optimismus in Bezug auf die US-Konjunkturaussichten bestärkt, was den Dollar und die Aktienmärkte ebenfalls beflügelte.


Wird der US Dollar längerfristig nach oben ausbrechen?

US-Dollar - langfristiger Ausbruch nach oben?
Quelle: Bloomberg. Stand: 29. Dezember 2016.

Trotz der jüngsten US-Dollar-Stärke, glauben wir, dass die politische Agenda von Donald Trump auf eine zukünftig strukturelle Schwäche für den US-Dollar hindeutet. Die Erwartungen der Anleger an eine sogenannte „Reflation“ und wirtschaftliche Beschleunigung dürften den Dollar kurzfristig weiter ansteigen lassen, aber es scheint wahrscheinlich, dass danach kontinuierliche Aufwärtsbewegungen für den Greenback begrenzt sind; vor allem angesichts der Tatsache, dass höhere Zinsen von Investoren bereits berücksichtigt, also im Kurs eskomptiert, sind. Die Liste der potentiellen Katalysatoren für einen schwächeren Dollar ist lang: Steigende US-Staatsschulden, Druck auf das US-Wirtschaftswachstum durch Protektionismus, Verlangsamung des internationalen Handels und ggf. die Auswirkungen einer Ausweisung von Ausländern. Darüber hinaus könnte die Eskalation von militärischen Konflikten auf der ganzen Welt ein von einem unberechenbaren Präsidenten Trump regierten Amerika schaden und den Dollar in den kommenden Monaten und Jahren weiter schwächen, anstatt wie sonst in solchen Umständen als „Sicherer Hafen“ zu stärken.


Wirtschaftliche und politische Unsicherheiten in 2017

Zu Beginn des Jahres 2016 haben wir die gravierenden Auswirkungen negativer Wirtschaftsdaten Chinas auf den US-amerikanischen Finanzmärkten erlebt, die steile Verluste verzeichneten mussten und damit die Anfälligkeit der US-Konjunkturerholung und des fragilen Wirtschaftswachstums aufzeigte. Auch in diesem frühen Stadium der Trump-Ära gibt es bereits Indizien für mögliche Konflikte und Meinungsverschiedenheiten mit China; zum Beispiel hinsichtlich der Beziehungen zu Taiwan, der militärischen Aufrüstung im Südchinesischen Meer und zuletzt in Bezug auf die Spannungen um die Ergreifung einer US-Unterwasserforschungsdrohne. Während weder die USA noch China an einem Handelskonflikt interessiert sein sollten, scheint eine Verschlechterung der Handelsbeziehungen unter der Trump-Präsidentschaft wahrscheinlich.
Eines scheint klar: Die wirtschaftliche und politische Unsicherheit wird in 2017 in den USA und Europa andauern, und wir glauben, dass das Ergebnis für Investoren eine erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten sein wird. Risiken für die US-Wirtschaft werden von Marktteilnehmern, die sich weiterhin auf die Pro-Wachstumselemente der Trump-Agenda konzentrieren, zur Zeit heruntergespielt.


Aktienmärkte erscheinen 2017 überbewertet

Die Aussicht auf steigende Unternehmensgewinne hat den Dow Jones Industrial Average Index bis auf fast 20.000 Punkte steigen lassen, einem All-Time-High-und großen psychologischen Meilenstein. Dies sollte zu Besorgnis einer Überbewertung für Investoren, nicht nur in den USA, sondern global führen. Der US Aktienbullenmarkt hat seit über sieben Jahren einen phänomenalen Lauf; und dies zu einem Zeitpunkt eines relativ langsamen Weltwirtschaftswachstums, welches zunächst durch QE und niedrige Zinssätze, dann durch expansive Zentralbankinitiativen und zuletzt durch die reflationäre politische Agenda von Donald Trump aufgepumpt wurde.

Die aktuellen Marktbedingungen deuten darauf hin, dass Aktienwerte zunehmend als teuer angesehen werden und dass das Anlegervertrauen in den kommenden Monaten wahrscheinlich getestet werden wird. Wir glauben, dass sich Anleger auf die Minderung dieser Risiken und den Schutz ihrer Portfolios vor unnötiger Volatilität konzentrieren sollten. Hier wird die Rolle von Gold als Portfolio-Diversifikator zunehmend geschätzt. Darüber hinaus kann eine Allokation zu Goldaktien, neben Gold, Investoren eine erhebliche Hebelwirkung auf den Goldpreis bieten. Die jüngste Korrektur im Goldsektor hat den Anlegern die Möglichkeit gegeben in Goldproduzenten zu attraktiven Bewertungen zu investieren.


Gold als Absicherung von Aktienmarktvolatilität


Die oben angesprochenen Diversifikationsvorteile von Gold sind für Investoren insbesondere in 2017 relevant - bedingt durch einen ungewöhnlich unsicheren Jahresausblick im Vergleich der letzten sieben Jahre seit Beginn des Aktienbullenmarktes. Die Vorteile von Gold- und Goldaktienbestände sind allerdings schon seit 2016 besonders sichtbar. Das Metall verzeichnete im ersten Halbjahr angesichts der volatilen Finanzmärkte eine starke Erholung, da die Schätzungen des Wirtschaftswachstums zurückgingen und die Besorgnis über die chinesische Wirtschaft anstieg. Während dieser Periode stieg die Nachfrage nach sicheren Hafenanlagen, und Anleger mit einer Investition in Gold konnten ihre Verluste in ihren Aktienportfolios durch die positive Entwicklung von Gold kompensieren.
Seit dem Sommer musste der Goldpreis sich einer Korrektur unterziehen, getrieben von einem stark ansteigenden US-Dollar und steigenden US-Rentenrenditen. Dennoch ist der Goldpreis seit dem Tiefststand Ende 2015 um rund 14% gestiegen, während Goldaktien um rund 65% (Euromoney Global Gold Index, Angaben in Euro) zulegen konnten, was den Goldsektor zu einem der leistungsstärksten Sektoren im vergangenen Jahr machte. Die physische Nachfrage nach Gold ist nach wie vor stark, vor allem in Asien, partiell bedingt durch niedrigere Goldpreise, aber auch durch politische Ereignisse wie die Demonetisierung in Indien, die dazu geführt haben, den Glauben von Konsumenten in Fiat-Währungen zu untergraben.


Politische Risiken könnten 2017 zunehmen

Ein entscheidendes Merkmal in 2016 war das Auftreten von unerwarteten politischen Ereignissen, vor allem das britische "Brexit" -Referendum. Das Ergebnis des Referendums sorgte kurzfristig für ehebliche Volatilität an den globalen Aktienmärkten, doch die Allokation zu Gold konnte erneut erhebliche Diversifizierungsvorteile bieten. Gold stieg in den Tagen nach dem Referendum um rund 24% in Pfund Sterling und rund 11% in Euro an und konnte somit Portfolios von britischen und europäischen Goldinvestoren absichern.

Goldinvestitionen konnten Brexit-Risiken effektiv absichern

Quelle: Bloomberg. Stand: 29. Dezember 2016.

Angesichts der politischen Perspektiven und der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit in Europa könnte die Nachfrage nach Gold als Portfolio-Diversifizierer und „Sicherer Hafen“ in 2017 ansteigen. Nach Krisen in Griechenland und Italien und einem turbulenten 2016 stehen Europa mit bevorstehenden Wahlen in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland möglicherweise weitere politische Umwälzungen im Jahr 2017 bevor. Der Boden ist für starke Ergebnisse von populistischen Parteien bereitet, die im Laufe des Jahres 2016 an Dynamik gewonnen haben, als die Anti-EU-, Anti-Einwanderungs- und Antikapitalismus-Stimmung an die Spitze der europäischen politischen Szene trat.
Insbesondere würde die Aussicht auf ein starkes Abschneiden von Marine Le Pen's National Front bei den französischen Präsidentschaftswahlen im Mai 2017 sehr wahrscheinlich schädliche Folgen für die EU haben und die Unsicherheit über die Zukunft des europäischen Projekts vertiefen. Es gibt offensichtlich viele Faktoren, die 2017 als ein Jahr für ein erhöhtes Risiko für europäische Anleger erscheinen lassen. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass Anleger Finanzmarktrisiken und Unsicherheiten bewältigen können, indem sie eine Allokation an Gold und / oder Goldaktien beibehalten, aufbauen oder erhöhen.

Baker Steel Capital Managers LLP verwaltet den BAKERSTEEL Precious Metals Fund.



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