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22.09.2014 | 10:46

Swisscanto: Wasserverbrauch-Senkung ist das Schlüsselthema

"Damit sich die Wasserknappheit nicht weiter verschärft, ist es entscheidend, die Wassernachfrage vom Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum zu entkoppeln", so Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte von Swisscanto.

Der Anbau von Lebensmitteln verlangt enorme Wassermengen. Wassereffiziente Lebensmittel und die Verwendung von modernen Bewässerungsmethoden werden daher immer wichtiger. Denn 40 Prozent der Menschen leben in Regionen mit knappen Wasserressourcen, insbesondere im Nahen Osten, Nordafrika und weiten Teilen Asiens.
"Damit sich die Wasserknappheit nicht weiter verschärft, ist es entscheidend, die Wassernachfrage vom Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum zu entkoppeln. Ein entscheidender Ansatz liegt dabei in der Lebensmittelproduktion, da die Herstellung von Lebensmitteln für 70 Prozent der globalen Wassernachfrage verantwortlich ist. Die Senkung des Wasserverbrauchs ist entsprechend das Schlüsselthema bei unseren Wasserinvestments", so Markus Güntner, Nachhaltigkeitsexperte von Swisscanto, der Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken. Entwicklung zu "More crop per drop"

Wie wichtig Lebensmittel für den indirekten Wasserverbrauch der Menschen sind, zeigt folgende Faustregel: Zur Produktion jeder Kalorie, die eine Person zu sich nimmt, ist ungefähr ein Liter Wasser erforderlich. Somit erfordert die gesunde Ernährung eines Erwachsenen etwa rund 3000 Liter Wasser pro Tag. Dies ist ein Vielfaches gegenüber dem direkten Trinkwasserbedarf pro Kopf und Einwohner, etwa in der Schweiz oder in Deutschland, von rund 200 Litern.

Wenn also einerseits die gesamte Menschheit ernährt und andererseits die Wasserressourcen nachhaltig bewirtschaftet werden sollen, muss in der Landwirtschaft eine Ertragssteigerung des eingesetzten Wassers stattfinden ("More crop per drop"). Dies ist möglich, wenn moderne Bewässerungssysteme eingesetzt werden und Lebensmittel produziert werden, die weniger Wasser bei der Herstellung benötigen. "Immerhin rund ein Fünftel des weltweiten Ackerlandes wird heute künstlich bewässert. Unternehmen, die einen direkten oder indirekten Beitrag zum Thema 'More crop per drop' leisten, gehört die Zukunft. Sie sind daher interessant für Investoren", so Güntner.

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