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30.09.2015 | 10:28

Moventum: Schockwellen

"Im Berichtszeitraum dominierten zwei Themen die Schlagzeilen. Für Deutschland und den hiesigen Industriestandort war dies zweifelslos die „Dieselgate“-Affäre von Volkswagen. Für die Weltwirtschaft relevanter dürfte wohl aber die anhaltende Wachstumsverlangsamung in China sein", sagt Michael Jensen, Executive Vice President bei Moventum.

So gab der chinesische Einkaufsmanager für die Industrie weiter nach und notiert nur noch bei 47 Punkten – deutlich unter der Expansionsschwelle von 50. So lange es hier nicht zu einer Stabilisierung kommt, bleiben die weiteren Aussichten für die Weltwirtschaft eher durchwachsen. In Deutschland schlägt die VW-Affäre medial und an der Börse zwar hohe Wellen, die insbesondere auch längerfristigen Auswirkungen auf die Wirtschaft bleiben jedoch unklar. Vorerst konnte zumindest der ifo-Geschäftsklimaindex entgegen den Markterwartungen weiter ansteigen. Bei den Teilkomponenten wurde die Geschäftslage etwas schwächer eingeschätzt, während die Geschäftserwartungen positiv gesehen wurden. In den USA wurde das BIP für das 2. Quartal abermals nach oben revidiert. Die dortige Wirtschaft wuchs nun um 3,9 Prozent (ann.). Die positive Wirtschaftsentwicklung könnte für die US-Notenbank weiterhin Argumente für eine Zinserhöhung liefern.

Der Ölpreis der Sorte Brent legte etwas zu (ca. 1,10 US-Dollar) und schloss auf einem Niveau von 48,60 US-Dollar je Barrel. Auf der Währungsseite konnte der US-Dollar gegenüber dem Euro 1,82 Prozent zulegen. Der Zuwachs des japanischen Yen gegenüber dem Euro betrug 1,10 Prozent.

In diesem Marktumfeld entwickelte sich aus Sicht des Euro-Anlegers der japanische Aktienmarkt am besten, gefolgt vom US-amerikanischen und europäischen Markt, wobei die ersten beiden dank Währungsgewinnen ein positives Vorzeichen aufwiesen. Gegenüber dem MSCI World entwickelten sich die Emerging Markets schwächer und beendeten die Woche ebenfalls im Minus. Innerhalb Europas entwickelte sich der deutsche Aktienmarkt, wegen der Automobil-Titel, unterdurchschnittlich. Auf Sektorebene entwickelten sich in den USA folgende Branchen überdurchschnittlich: Versorger, nichtzyklischer Konsum und Finanzen. Eine unterdurchschnittliche Entwicklung wiesen die Sektoren Gesundheit, Rohstoffe und Industrials auf. In Europa sah das Bild wie folgt aus: Eine Outperformance zeigten Werte aus den Sektoren Technologie, Staples und Telekom. Underperformer waren die Sektoren Rohstoffe, zyklischer Konsum und Industriewerte. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten gegenüber Large Caps in Europa besser ab, in den USA wiesen sie eine Underperformance auf. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ entwickelte sich das „Growth“-Segment in Europa besser, in den USA zeigten Wachstumstitel eine Underperformance.

Im Rentenbereich entwickelten sich sowohl Euro-Staatsanleihen als Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Hochzinsanleihen negativ.

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