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20.04.2017 | 12:14

Moventum: Positiver Konjunkturausblick für Deutschland

In der verkürzten Handelswoche standen in Deutschland die Ergebnisse des ZEW im Mittelpunkt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen stiegen demnach im April 2017 um 6,7 Punkte auf 19,5 Punkte deutlich an. Dies entspricht dem höchsten Stand seit August 2015.

Der langfristige Durchschnitt von 23,9 Punkten wird zwar noch nicht übertroffen, dennoch ist das Niveau der Erwartungen vor der Brexitabstimmung im Juni 2016 wieder erreicht. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage stieg ebenfalls an. Der Index erhöhte sich um 2,8 Punkte auf einen Wert von 80,1 Punkten. Damit weist dieser im langjährigen Vergleich das höchste Niveau seit Juli 2011 auf. Die ZEW-Lageeinschätzung und -Konjunkturerwartungen deuten daher auf einen positiven Ausblick für die deutsche Konjunktur in den kommenden Monaten hin. In den USA stieg das Konsumentenvertrauen wieder stärker an, während die Konsumentenpreise leicht rückläufig waren. Die Jahresrate ging von 2,7 Prozent auf 2,4 Prozent im März zurück. In China zeigte sich im März eine geringe Steigerung bei den Konsumentenpreisen. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent an.

Der Ölpreis der Sorte Brent konnte weiter zulegen und schloss bei 55,86 US-Dollar je Barrel. Bei den Währungen verlor der US-Dollar gegenüber dem Euro um 0,08 Prozent und gegenüber dem japanischen Yen verlor der Euro um 1,29 Prozent.

In diesem Umfeld entwickelte sich aus Sicht des Euro-Anlegers der europäische Aktien-markt, gefolgt vom japanischen und US-amerikanischen Aktienmarkt, am besten. Die Emerging Markets schlossen mit einem stärkeren Zuwachs ab als der MSCI World. Innerhalb der Schwellenländer entwickelte sich die ASEAN-Region auf gleichem Niveau wie der Rest der Emerging Markets und in Europa lag der DAX hinter dem MSCI Europe. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: in den USA entwickelten sich die Bereiche Versorger, nicht-zyklischer Konsum und Telekom am besten. Eine unterdurchschnittliche Entwick-lung wiesen die Sektoren Finanzen, Grundstoffe und Industrie auf. In Europa sah das Bild wie folgt aus: Eine Outperformance zeigten Werte aus den Sektoren zyklischer wie nicht-zyklischer Konsum und Gesundheit. Underperformer waren die Sektoren IT, Grundstoffe und Finanzen. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten gegenüber Large Caps in Europa besser und in den USA schwächer ab. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ entwickelte sich das Growth-Segment in Europa und in den USA jeweils besser.

Im Rentenbereich entwickelten sich Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating am besten, gefolgt von Hochzins- und Staatsanleihen. Anleihen aus den Emerging Markets schnitten gegenüber Euroland-Staatsanleihen besser ab.

Der komplette Marktbericht als PDF-Dokument.