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13.01.2016 | 11:27

Moventum: Missglückter Jahresauftakt

"Die erste Handelswoche 2016 bescherte dem DAX den schlechtesten Jahresauftakt seit 1988. Die heftigen Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt übertrugen sich auf die globalen Aktienmärkte und führten zu starken Kursverlusten", sagt Michael Jensen, Executive Vice President bei Moventum.

Treiber waren neben den Wachstumssorgen um China auch regulatorische Anpassungen (auslaufendes Aktienverkaufsverbot, Einführung einer Verlustobergrenze), die nicht die gewünschten Effekte brachten. Entgegen der schlechten Stimmung zeigten sich die ökonomischen Daten durchaus positiv. In den USA legte die Zahl der neugeschaffenen Arbeitsplätze kräftig zu. Nach 252.000 im Vormonat wurden im Dezember 292.000 Stellen geschaffen, was deutlich über den Erwartungen von 200.000 lag. Damit verharrt die Arbeitslosenquote weiterhin bei 5,0 Prozent. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe sank indes von 48,6 Punkten auf 48,2. Dies ist jedoch überwiegend durch die rohstoffnahen Sektoren begründet. Der ISM-Index im Dienstleistungssektor bleibt mit 55,3 Punkten weiterhin deutlich im Expansionsbereich. Beim Blick auf die europäischen Frühindikatoren lässt sich ebenfalls eine positive Stimmung ausmachen. Die gute Entwicklung lässt sich auch am Arbeitsmarkt der Eurozone ablesen. So sank die Arbeitslosenquote von 10,7 auf 10,5 Prozent, während die Konsenserwartung von einem unveränderten Wert ausging.

Der Ölpreis der Sorte Brent brach letzte Woche abermals ein und schloss auf einem Niveau von 33,55 US-Dollar je Barrel. Auf der Währungsseite legte der US-Dollar gegenüber dem Euro um 0,39 Prozent zu und schloss bei 1,08 EUR/USD. Gegenüber dem japanischen Yen gewann der Euro 1,78 Prozent.

In diesem Marktumfeld entwickelte sich aus Sicht des Euro-Anlegers der japanische Aktienmarkt am besten, gefolgt vom US-amerikanischen und europäischen Markt. Gegenüber dem MSCI World entwickelten sich die Emerging Markets wiederholt schlechter. Innerhalb Europas entwickelte sich der deutsche Aktienmarkt schlechter. Auf Sektorebene entwickelten sich in den USA folgende Branchen überdurchschnittlich: Versorger, Telekom und nicht-zyklischer Konsum. Eine unterdurchschnittliche Entwicklung wiesen die Sektoren Grundstoffe, Finanzen und IT auf. In Europa sah das Bild wie folgt aus: Eine Outperformance zeigten Werte aus den Sektoren Telekom, Versorger und nicht-zyklischer Konsum. Underperformer waren die Sektoren Öl&Gas, Energie und Grundstoffe. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten gegenüber Large Caps in Europa besser und in den USA schlechter ab. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ entwickelte sich das „Growth“-Segment in Europa besser und in den USA schlechter.

Im Rentenbereich entwickelten sich Euro-Staatsanleihen am besten, gefolgt von Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Hochzinsanleihen. Nur Hochzinsanleihen schlossen negativ.

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