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22.03.2018 | 12:53

Moventum: Industrieproduktion in Eurozone enttäuscht

Die Industrieproduktion der Eurozone ging im Januar deutlich stärker zurück als erwartet. Keine Überraschungen gab es bei der Inflation. Im Euroraum lag die jährliche Inflationsrate im Februar 2018 bei 1,1 Prozent gegenüber 1,3 Prozent im Januar und damit unter den Erwartungen.

In der vergangenen Handelswoche standen die Konsumentenpreise in der Eurozone und den USA im Fokus. Im Euroraum lag die jährliche Inflationsrate im Februar 2018 bei 1,1 Prozent gegenüber 1,3 Prozent im Januar und damit unter den Erwartungen. Ein Jahr zuvor betrug diese noch 2,0 Prozent. Negativ überraschte die Industrieproduktion in der Eurozone. Diese ging im Januar mit -1,0 Prozent deutlich stärker zurück als erwartet. Grund hierfür war der sehr warme Januar, der zu einem massiven Einbruch bei der Energieerzeugung führte. In den USA lag die Entwicklung der Konsumentenpreise mit 2,2 Prozent innerhalb der Erwartungen. Wie im Vormonat verbuchten die Preisentwicklungen bei Kleidung und Autoversicherungen hohe Zuwächse. Bei der Industrieproduktion ergab sich für Februar mit einer Veränderung von 1,1 Prozent ein überraschend positives Ergebnis. Dazu beigetragen haben vor allem die Entwicklungen im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe und Energiesektor. Auch zeigten sich die US- Verbraucher weiterhin in Hochstimmung. Der Stimmungsbarometer der University of Michigan erreichte im März mit 102 Punkten den höchsten Stand in 14 Jahren. Gerade der Beschäftigungsausblick kletterte vor dem Hintergrund der soliden Arbeitsmarkt-entwicklung auf den höchsten Wert in über 30 Jahren. Bei den Frühindikatoren gab der Philly-Fed-Index leicht nach, wohingegen der Wert des Empire-State-Index auf 22,5 Punkte stark zulegen konnte und damit weit über den Erwartungen lag.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent legte weiter zu und schloss bei 66,21 US-Dollar. Der US-Dollar legte mit 0,3 Prozent gegenüber dem Euro etwas zu und stand am Ende der vergangenen Handelswoche unterhalb von 1,23 EUR/USD. Gegenüber dem japanischen Yen verlor der Euro 1,1 Prozent.

In diesem Umfeld entwickelte sich für den Euro-Anleger der japanische Aktienmarkt am besten, gefolgt von europäischen und US-amerikanischen Titeln. Innerhalb Europas zeigte die Eurozone eine bessere Entwicklung auf und auch Titel aus den Emerging Markets schnitten besser ab als Werte aus den Industrienationen. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Versorger, zyklischer Konsum und Finanzen am besten. Eine Underperformance zeigten die Bereiche Telekom, nicht-zyklischer Konsum und IT. In den USA gehörten Titel aus den Sektoren Versorger, Telekom und zyklischer Konsum zu den größten Gewinnern. Auf der anderen Seite waren die Bereiche Grundstoffe, Finanzen und Industriewerte am schwächsten. Klein-kapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten gegenüber Large Caps in Europa schwächer und in den USA besser ab. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ entwickelte sich in Europa der Value-Bereich besser, wobei in den USA der Growth-Bereich besser lief.

Im Rentenbereich entwickelten sich europäische Staatsanleihen am besten. Es folgten Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und Hochzinsanleihen. Anleihen aus den Schwellenländern schlossen die Handelswoche schwächer ab als europäische Staatsanleihen.