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27.09.2017 | 10:55

Moventum: Fed startet in Kürze mit Bilanzabbau

Die vergangene Handelswoche bot eine Vielzahl an ökonomischen Daten und Ereignissen. Dazu gehörten neben der Zinsentscheidung der Fed die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von Markit. Die Fed hat bei ihrer Sitzung die geplante Bilanzreduktion konkretisiert und bestätigte grundsätzlich den im Vorfeld angekündigten „Fahrplan“.

So sollen ab Oktober die fällig werdenden Staatsanleihen und Hypothekenpapiere nicht mehr reinvestiert werden. Weiterhin ist für 2017 ein weiterer Zinsschritt geplant. Für 2018 werden drei und 2019 noch zwei weitere Zinsschritte erwartet. Bei den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für September zeigte sich für die Eurozone und Deutschland weiterhin ein sehr freundliches Bild. Nicht nur im Dienstleistungsbereich legte der Wert auf europäischer Ebene zu, auch in Deutschland. Im verarbeitenden Gewerbe war die Entwicklung ähnlich. Die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen deutlich und das verarbeitende Gewerbe erreichte den höchsten Wert seit über 6 Jahren. Weiterhin verbesserten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im September 2017 deutlich. Der Index liegt nun bei 17,0 Punkten und damit 7,0 Punkte höher als im Vormonat. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland ist nahezu unverändert. Der Index liegt bei 87,9 Punkten und damit 1,2 Punkte höher als im Vormonat.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg in der vergangenen Handelswoche weiter an und schloss bei 56,86 US-Dollar. Auf Wochensicht blieb der US Dollar zum Euro nahezu unverändert bei 1,20 EUR/USD. Gegenüber dem japanischen Yen verlor der Euro etwa 0,8 Prozent.

In diesem Umfeld entwickelte sich der japanische Aktienmarkt, gefolgt von europäischen und US-amerikanischen Titeln, am besten. Innerhalb Europas zeigte die Eurozone eine Underperformance und auch Titel aus den Emerging Markets schnitten schwächer ab als Werte aus den Industrienationen. Im Vergleich zum breiten Schwellenländerindex entwickelte sich die ASEAN-Region besser, während osteuropäische Werte (ex Russland) zurücklagen. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Öl&Gas, Energie und Grundstoffe überdurchschnittlich. Eine Underperformance zeigten hingegen die Bereiche nicht-zyklischer Konsum, Versorger und Telekom auf. In den USA gehörten wie in der Vorwoche Titel aus den Sektoren Telekom, Energie und Finanzen zu den größten Gewinnern. Auf der anderen Seite waren die Bereiche Versorger, nicht-zyklischer Konsum und Gesundheitswesen am schwächsten. Small Caps schnitten gegenüber Large Caps in Europa schwächer und in den USA besser ab. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ zeigte sich in Europa und in den USA wieder eine Outperformance des ValueSegments.

Im Rentenbereich entwickelten sich Hochzinsanleihen abermals am besten. Es folgten Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating und europäische Staatsanleihen. Währungsgesicherte US-Staatsanleihen schlossen die Handelswoche schwächer ab als europäische Staatsanleihen und auch Anleihen aus den Schwellenländern zeigten eine Underperformance.