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Insight und Marktnews

23.02.2017 | 11:35

M&G: Chancen bei Banken, US-Unternehmen und Reverse Yankees

"In unseren Augen bieten sich an den Kreditmärkten immer noch Gelegenheiten. In diesem Jahr sind Bereiche wie u.a. Finanzwerte, US-amerikanische Unternehmensanleihen und Reverse Yankees von besonderem Interesse", ist Richard Woolnough überzeugt.

"2016 war ein stürmisches Jahr für das politische Establishment und ebenso für die Finanzmärkte. Spekulationen über eine Reduzierung des Anleihekaufprogramms der EZB, das überraschende Brexit-Votum und die Wahl von Donald Trump sorgten für Unsicherheit und Volatilität an den Anleihemärkten. Trotzdem konnte der M&G Optimal Income Fund robuste Erträge erwirtschaften. Auf den ersten Blick scheint sich die Positionierung zwischen Ende 2015 und Ende 2016 nicht wesentlich verändert zu haben: Der Fonds hat – aufgrund unserer Einschätzung, dass die Anleiherenditen wahrscheinlich steigen – weiterhin eine kurze Zinsduration. Gleichzeitig verfolgt er eine lange Spread-Duration, was auf unsere Präferenz von Unternehmens- gegenüber Staatsanleihen deutet. Im Verlauf des letzten Jahres nahmen wir allerdings einige Änderungen vor, die für die Wertentwicklung des Fonds eine wichtige Rolle spielten (siehe unten).

Auch 2017 dürfte die Politik in den USA und Europa die Marktentwicklung beeinflussen. Der M&G Optimal Income Fund startete das Jahr ohne wesentliche Veränderungen der Positionierung. Wir sind zuversichtlich, dass uns die Struktur des Portfolios ausreichend Flexibilität gibt, auf jedwede Ereignisse in angemessener Form zu reagieren. Der Fonds hat weiterhin eine kurze Duration, die wir im Fall weiter steigender Renditen jedoch marginal erhöhen werden.

In unseren Augen bieten sich an den Kreditmärkten immer noch Gelegenheiten. In diesem Jahr sind Bereiche wie u.a. Finanzwerte, US-amerikanische Unternehmensanleihen und Reverse Yankees von besonderem Interesse. Bankbeteiligungen sind eine Möglichkeit, am Reflationshandel zu partizipieren, da sie ein guter Maßstab für wirtschaftliches Wachstum sind und derzeit günstig gehandelt werden. Wir haben im Januar unsere Gewichtung des Finanzsektors, hauptsächlich mit Hilfe europäischer Titel, um ca. 5% erhöht. Diese Papiere sind weiterhin historisch günstig, da sie nicht Teil des Anleihekaufprogramms der EZB sind und ihr relativer Wert daher nicht durch die Interventionen verzerrt wurde. Für US-Unternehmen, die Anleihen in Euros begeben, gilt dasselbe. Sie werden deshalb auf einem erheblich attraktiveren Niveau als ihre europäischen Pendants gehandelt.Im Segment der Hochzinsanleihen liegt unsere Präferenz auf Titeln mit längeren Laufzeiten. Die Renditekurven von Hochzinsanleihen sind steiler geworden. Investoren, die sich in ihrer Renditejagd auf der Kreditkurve ein wenig nach außen zu bewegen bereit sind, sollten belohnt werden – und dabei ihr Zinsrisiko sichern.“

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Positionierungsveränderungen im M&G Optimal Income Fund 2016:

Duration

Die Duration des M&G Optimal Income Fund lag zu Beginn und Ende des Jahres 2016 zwar bei 2,4 Jahren, schwankte jedoch im Jahresverlauf. In der Folge des Brexit-Referendums gingen wir bei den in Pfund Sterling denominierten Anleihen erstmals eine negative Duration ein. Gleichzeitig erhöhten wir die Duration von Assets in US-Dollar. Zwei Gründe sprechen dafür: erstens die relativ höhere Rendite dieser Werte und zweitens die Tatsache, dass der US-Markt durch Zentralbankmaßnahmen weniger verzerrt ist als der europäische und britische Markt.

Investment-Grade-Unternehmensanleihen

2016 war der Fonds bei Unternehmensanleihen mit Investment Grade durchgehend übergewichtet. Zum Jahresende lag das Gesamtengagement bei 50%. Dieses Anleihesegment leistete 2016 absolut gesehen die besten Performancebeiträge. Besonders gut entwickelten sich unsere Investments in Unternehmensanleihen in US-Dollars und Pfund Sterling.

Hochzinsanleihen

Während wir im Vorfeld des Brexit-Referendums das Risiko gezielt reduzierten, begannen wir kurz danach unser Engagement bei Hochzinspapieren wieder zu intensivieren. Für die globale Wirtschaft sind wir zuversichtlich gestimmt, so dass wir ein Portfolio mit Spread-Duration anstreben und deshalb in erster Linie US-Hochzinsanleihen hinzugekauft haben. Gegen Ende des Jahres nahmen wir allerdings mehr europäische Hochzinstitel auf, nachdem sich eine deutliche Spread-Divergenz zwischen den beiden Märkten herauskristallisierte. Die Gewichtung von Hochzinsanleihen lag zum Jahresende etwa auf dem neutralen Niveau von rund 33 %.

Staatsanleihen

Im M&G Optimal Income Fund sind Staatsanleihen weiterhin untergewichtet, da die Renditen auf dem derzeitigen Niveau in unseren Augen keinen guten Wert repräsentieren. Die indexgebundenen – also inflationsgeschützten – Anleihebeteiligungen des Fonds wirkten sich 2016 jedoch positiv auf die Performance aus, was angesichts der starken Rally von britischen und US-Staatsanleihen mit Inflationsschutz nicht überraschte. Das Gesamtengagement bei diesen so genannten Linker-Titeln lag gegen Jahresende bei 4,2% und setzte sich ausnahmslos aus indexgebundenen deutschen Staatsanleihen zusammen. Überhaupt stammte der Großteil unserer „risikofreien“ Allokationen aus dem Segment Bundesanleihen.

Aktien

Nachdem sich der Fonds fast zwei Jahre nicht in Aktien engagiert hatte, begannen wir im Juli wieder mit dem Kauf von Aktien. Bis Ende 2016 zirkulierte deren Gewichtung dann um die 5%. Wenn wir Aktien halten, müssen die individuellen Titel relativ zu ihrem Schuldenniveau attraktive potenzielle Einkommenscharakteristika aufweisen. Unsere Einkäufe konzentrierten sich typischerweise auf Blue Chips wie beispielsweise Apple, Time Warner und BMW. Für die Gesamtperformance waren die Aktienbeteiligungen insgesamt sehr positiv.

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