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17.01.2017 | 15:33

Credit Suisse: Die Zukunft der Geldpolitik – Normalisierung oder neue Normalität?

Das Credit Suisse Research Institute (CSRI) untersucht in der Studie „The Future of Monetary Policy“ die weitreichenden Veränderungen, welchen die Zentralbanken in den Industrieländern seit 2008 unterworfen waren. Die Analyse kommt darin zum Schluss, dass die Grundrichtung der Geldpolitik weiterhin die Kernfrage für globale Entscheidungsträger darstellt.

Aufgrund des ausserordentlich schwierigen Umfelds unmittelbar nach der globalen Finanzkrise von 2008 hat sich das Mandat der Zentralbanken führender Industrieländer erweitert: Neben relativ eng definierten makroökonomischen Zielen wie Preisstabilität und Beschäftigung geht es nun auch vermehrt darum, die Stabilität des Finanzsystems zu sichern. Um ihre Ziele zu erreichen, haben die Zentralbanken überdies ein immer breiteres Spektrum von bisher nicht erprobten «unkonventionellen» geldpolitischen Instrumenten eingesetzt, darunter quantitative Lockerungsmassnahmen und negative Zinsen. Dadurch wurden sie zu wichtigen Anbietern von Liquidität, was sich in einer Vervielfachung ihrer Bilanzvolumen niederschlug.

Oliver Adler, Leiter Economic Research International Wealth Management, Credit Suisse:«Seit 2008 haben die Zentralbanken ihre Geldpolitik auf dramatische Weise verändert, zunächst um unmittelbar nach der Finanzkrise eine grosse Destabilisierung des Finanzsystems zu verhindern und danach um aufkommende Deflationsrisiken abzuschwächen. Je nach den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen werden die kommenden Jahre für die künftige Ausrichtung der Zentralbankpolitik entscheidend sein. Auch wenn die Einflussfaktoren schwer vorherzusagen sind, glauben wir, dass die Diskussion über die Zukunft der Geldpolitik intensiviert werden muss.»

Da sich geldpolitische Massnahmen erst mit grosser Verzögerung auf die Wirtschaft auswirken, ist es – selbst jetzt – schwierig, die Erfolge oder Misserfolge der geldpolitischen Massnahmen nach 2008 abschliessend zu beurteilen. Die heute veröffentlichte Analyse des Credit Suisse Research Institute (CSRI) bietet dennoch eine detaillierte Beurteilung der Politik der Zentralbanken in den grossen Industriestaaten seit der Finanzkrise und erörtert einige der grundsätzlichen und operativen Herausforderungen der Zukunft, darunter auch die Frage, ob die Zentralbanken zum Normalzustand aus der Zeit vor der Krise zurückkehren können. Er stellt zwei denkbare Szenarien vor: zum einen eine Normalisierung und zum anderen eine neue Normalität.

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