09.07.2012 | 17:50 Uhr

Euro-Finanzminister debattieren über Vorsitz und Hilfsprogramme

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Euro-Finanzminister sind am Montag in Brüssel zusammengekommen, um über ihren Vorsitzenden sowie Hilfsprogramme an Griechenland, Zypern und Spaniens Banken zu beraten. Mehrere Teilnehmer machten deutlich, dass sie mit endgültigen Entscheidungen zu Spanien erst bei einem Extratreffen am 20. Juli rechnen.

Marode spanischen Banken brauchen europäische Hilfen von bis zu 100 Milliarden Euro. Verhandelt wird ein Vertrag über die Hilfen, der aber laut Diplomaten noch nicht fertig ist.

Der irische Ressortchef Michael Noonan sagte, zu Spanien werde eine Minister-Erklärung vorbereitet. Das Land muss wegen der Unsicherheit an den Finanzmärkten hohe Zinsen für seine langfristigen Staatsanleihen zahlen und fordert rasche Hilfe der Euro-Partner. Zu Griechenland und Zypern werden keine raschen Beschlüsse erwartet.

Da das Mandat von Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am 17. Juli ausläuft, muss rasch über den Vorsitz der Euro-Finanzminister entschieden werden. Als wahrscheinlich gilt, dass Junckers Mandat um sechs Monate verlängert wird. Beim EU-Gipfel Ende Juni hatte es dagegen noch Widerstand gegeben.

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Volkswirtschaft

  • 09.07.2012 | 21:12 Uhr

    ROUNDUP: Lösung im Poker um EU-Spitzenposten - Juncker dürfte bleiben

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach monatelangem Streit zeichnet sich in der EU eine Lösung für die Besetzung mehrerer EU-Spitzenposten ab. Die Euro-Finanzminister ebneten bei ihrem Treffen am Montag in Brüssel den Weg für eine Verlängerung der Amtszeit von Jean-Claude Juncker an ihrer Spitze. Der Luxemburgische Premier könnte maximal sechs weitere Monate den Vorsitz in der Eurogruppe führen, berichteten Diplomaten.

  • 09.07.2012 | 21:08 Uhr

    USA: Verbraucherkredite steigen im Mai deutlich stärker als erwartet

    WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Verbraucherkredite im Mai deutlich stärker gestiegen als von Experten erwartet worden war. Im Vergleich zum Vormonat sei die Kreditvergabe um 17,1 Milliarden US-Dollar nach oben geklettert, teilte die US-Notenbank am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen nur mit einem Anstieg um 8,5 Milliarden Dollar gerechnet. Für den Monat Mai revidierte die Notenbank zudem das Plus von 6,5 auf 10,0 Milliarden Dollar nach oben.

  • 09.07.2012 | 21:06 Uhr

    Söder sichert nach Ende des EU-Verfahrens solides Bankgeschäft zu

    PASSAU (dpa-AFX) - Nach der Einigung im Beihilfeverfahren für die BayernLB hat Finanzminister Markus Söder (CSU) zugesichert, dass die Bank künftig beim solidem Bankgeschäft und Grundauftrag bleiben wird. "Die BayernLB wird sich in der Ausrichtung ihrer Geschäftsfelder von unverantwortlichen Risiken fernhalten", sagte Söder der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag). Sie werde sich auf das konzentrieren, "was ihre eigentliche Aufgabe schon bei der Gründung war - nämlich bayerisches Mittelstandsgeschäft". Dazu zähle die Reduzierung der Bilanzsumme um die Hälfte und Einstellung des risikoreichen Wertpapierhandels. "Es gibt fast nur noch Mittelstandsgeschäft und Exportbegleitung für bayerische Unternehmen."

  • 09.07.2012 | 19:44 Uhr

    Eurogruppe nominiert Mersch für Zentralbank-Posten

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Euro-Finanzminister haben den luxemburgischen Notenbankchef Yves Mersch für den vakanten Posten im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) vorgeschlagen. Das verlautete am Montag in Brüssel aus Kreisen der Eurogruppe. Das Direktorium ist das maßgebliche Machtzentrum der Notenbank in Frankfurt.

  • 09.07.2012 | 19:38 Uhr

    Wahlkämpfer Obama bekräftigt: Keine Niedrigsteuern für Reiche mehr

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Rund vier Monate vor der US-Präsidentenwahl ist Amtsinhaber Barack Obama mit einem erneuten Ruf nach höheren Steuern für Reiche in die Offensive gegangen. In einer Rede im Weißen Haus forderte er den US-Kongress auf, die zum Jahreswechsel auslaufenden Steuererleichterungen nur für Haushalte zu verlängern, die weniger als 250 000 Dollar (rund 200 000 Euro) im Jahr verdienen.

  • 09.07.2012 | 19:36 Uhr

    Chef der Wirtschaftsweisen fordert in Euro-Krise mehr Aufklärung

    BREMEN (dpa-AFX) - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hat Politik und Medien aufgefordert, in der Euro-Krise für mehr Aufklärung zu sorgen. Gleichzeitig kritisierte er die Gruppe um den Münchner Ökonom Hans-Werner Sinn für den Aufruf gegen die Gipfelbeschlüsse. "Wir müssen darüber aufklären, welche Reformerfolge in den Euro-Ländern erreicht wurden", sagte Franz dem "Weser-Kurier" (Dienstag). "Spanien, Portugal, Irland haben große Reformfortschritte erzielt. Diese Aufklärungsarbeit muss geleistet werden, wenn man den Scharfmachern und Populisten den Wind aus den Segeln nehmen will."

  • 09.07.2012 | 19:34 Uhr

    ROUNDUP: Karlsruhe prüft Euro-Gesetze - Mahnungen an Richter

    BERLIN (dpa-AFX) - Begleitet von Mahnungen der Politik müssen erneut wichtige Instrumente zur Euro-Rettung auf den Prüfstand der obersten deutschen Richter. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt an diesem Dienstag über Eilanträge gegen die gerade von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Gesetze zur Umsetzung des europäischen Fiskalpakts und des dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM. Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) befürchtet kein Stoppsignal aus Karlsruhe, auch die SPD setzt auf grünes Licht. Nach dem Appell von Bundespräsident Joachim Gauck wird weiter darüber diskutiert, den Bürgern das Euro-Krisenmanagement besser zu erklären.

  • 09.07.2012 | 19:32 Uhr

    GESAMT-ROUNDUP: Nothilfe für Spaniens Banken kommt schnell - Wirbel um Juncker

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Zur Beruhigung der hoch nervösen Finanzmärkte werden die Euroländer noch im Juli milliardenschwere Nothilfen für Spaniens Banken auf den Weg bringen. Die Vereinbarung für das Hilfsprogramm von bis zu 100 Milliarden Euro soll am 20. Juli unter Dach und Fach gebracht werden.

  • 09.07.2012 | 19:12 Uhr

    ROUNDUP: Schäuble: Neue europäische Bankaufsicht braucht Zeit

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Eine neue europäischen Bankenaufsicht kann nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nicht aus dem Boden gestampft werden. "Das wird Zeit brauchen, das ist aufwendig, das ist nicht einfach zu schaffen und daran werden wir arbeiten", sagte Schäuble am Montag vor dem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Eine solche Aufsichtsbehörde zu schaffen, sei "keine Kleinigkeit, sondern eine Riesenaufgabe". Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) soll die künftige Bankenaufsicht die Geschäfte der 25 größten Geldhäuser der Eurozone überwachen. Geplant sei, die Behörde bei der Europäischen Zentralbank (EZB) anzusiedeln. Sitz solle aber Brüssel und nicht die EZB-Zentrale in Frankfurt sein.

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