11.06.2012 | 22:32 Uhr

Verhandlungen im Kanzleramt zu EU-Fiskalpakt beendet

BERLIN (dpa-AFX) - Die Verhandlungsrunde von Koalition und Opposition über den EU-Fiskalpakt ist beendet. Die Vertreter von SPD und Grünen verließen am Montagabend nach einem rund zweistündigen Gespräch mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) das Kanzleramt wieder. Die Experten von Union und FDP blieben noch zu internen Beratungen zusammen. Am Mittwoch will sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Spitzen von Regierung und Opposition zu erneuten Verhandlungen treffen.

Die schwarz-gelbe Regierung braucht im Bundestag eine Zweidrittelmehrheit für die noch vor der Sommerpause geplante Verabschiedung des Paktes für mehr Haushaltsdisziplin. Merkel ist deswegen auf Stimmen der Opposition angewiesen. SPD und Grüne verlangen dafür die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

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Volkswirtschaft

  • 12.06.2012 | 11:01 Uhr

    Großbritannien: Industrieproduktion stagniert im April

    LONDON (dpa-AFX) - Die Industrie Großbritanniens kommt nicht in Schwung. Im April stagnierte die Produktion des weit gefassten Industriesektors, wie das nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte. Damit verläuft die Entwicklung nach wie vor schwach: Im Vormonat war die Produktion um 0,3 Prozent rückläufig gewesen, nach einem leichten Anstieg um 0,4 Prozent im Februar. Im Jahresvergleich sank die Industrieproduktion im April um 1,0 Prozent. Insgesamt wurden die Markterwartungen in etwa getroffen.

  • 12.06.2012 | 10:27 Uhr

    Fitch: Euro-Austritt Griechenlands würde Top-Ratings unter Druck setzen

    OSLO (dpa-AFX) - Ein Austritt Griechenlands aus dem Euroraum würde die Bonitäten der erstklassig bewerteten Staaten laut der Ratingagentur Fitch unter Druck setzen. Zwar dürften die direkten Folgen eines Austritts Athens gering sein, sagte der Chef für die Länderanalyse bei Fitch, Ed Parker, am Dienstag in Oslo. Die indirekten Konsequenzen in Form von Ansteckungseffekten auf andere Euroländer wären aber um so größer. Dies könnte dazu führen, dass die letzten vier Euroländer mit der Top-Note "AAA" - das sind Deutschland, Luxemburg, Finnland und die Niederlande - ihr Triple-A verlieren.

  • 12.06.2012 | 10:05 Uhr

    Nachtragshaushalt gebilligt - Hilfsfonds ESM kann finanziert werden

    BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland kann sich an einer raschen Finanzierung des künftigen Euro-Rettungsschirms ESM beteiligen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages billigte am Dienstag in Berlin den Nachtragshaushalt von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für das laufende Jahr.

  • 12.06.2012 | 09:35 Uhr

    Österreichs Finanzministerin: Auch Hilfen für Italien vorstellbar

    WIEN (dpa-AFX) - Österreichs Finanzministerin Maria Fekter schließt nicht aus, dass auch Italien internationale Hilfe benötigen wird. "Es kann sein, dass es auch da zu Hilfsunterstützungen kommen kann", sagte Fekter am späten Montagabend im österreichischen Fernsehen. Sie bezog sich insbesondere auf die hohen Renditen, die Rom aktuell für frisches Kapital bieten muss. Dass Italien komplett vom europäischem Rettungsschirm aufgefangen wird, ist laut Fekter aber wohl nicht leistbar.

  • 12.06.2012 | 09:25 Uhr

    Bundesbank-Vize Lautenschläger: Keine Bankenunion ohne Fiskalunion

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundesbank-Vizechefin Sabine Lautenschläger hat ihre Auffassung bekräftigt, dass eine europäische Bankenunion ohne Fiskalunion nicht funktionieren kann. "In einer Bankenunion müsste bei der Krise eines nationalen Bankensystems im Zweifel auch das Geld der Steuerzahler der anderen Länder eingesetzt werden", sagte Lautenschläger am Dienstag in Frankfurt. "Wer haftet, muss aber auch ein Recht auf Kontrolle haben, gerade wenn es um potenziell sehr große Summen wie im Fall einer Bankenkrise geht." Dies spreche für fiskalische Durchgriffsrechte auf europäischer Ebene.

  • 12.06.2012 | 08:57 Uhr

    POLITIK: Steinmeier: Entscheidung über Fiskalpakt vor Sommerpause möglich

    BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hält eine Entscheidung über den europäischen Fiskalpakt noch vor der parlamentarischen Sommerpause für möglich - so wie es von der schwarz-gelben Koalition angestrebt wird. "Ich sehe jetzt keinen Selbstzweck darin, die Abstimmung darüber in den Herbst zu verschieben", sagte er am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin".

  • 12.06.2012 | 08:17 Uhr

    EU-Kommissions-Präsident Barroso wirbt weiter für Bankenunion

    LONDON (dpa-AFX) - EU-Kommissions-Präsident Jose Manuel Barroso rührt weiter die Werbetrommel für eine sogenannte Bankenunion in Europa. "Ich denke, wir haben jetzt die Bedingungen, dies voranzutreiben", sagte er der "Financial Times" (Dienstagausgabe). In den Staaten der Europäischen Union sei das Bewusstsein für eine stärker Integration gestiegen. Barroso möchte bald den nächsten Schritt tun und die größten Banken der 27 EU-Staaten schon im kommenden Jahr unter die Aufsicht einer europaweiten Aufsichtsbehörde stellen. Bisher obliegt die Aufsicht der Banken den einzelnen Staaten. Die Pläne des Portugiesen stoßen vor allem in Deutschland und Großbritannien auf starken Widerstand.

  • 12.06.2012 | 05:29 Uhr

    Fiskalpakt-Kompromiss lässt auf sich warten

    BERLIN (dpa-AFX) - Im Streit um die Zustimmung zum EU-Fiskalpakt lässt eine Einigung noch auf sich warten. Eine Verhandlungsrunde von Koalition und Opposition in Berlin brachte am Montagabend kein konkretes Ergebnis. Die Vertreter beider Seiten gingen nach einem rund zweistündigen Gespräch mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) ohne erkennbare Annäherung auseinander.

  • 12.06.2012 | 05:23 Uhr

    Südwest-Industrie: Klares Konzept für Energiewende fehlt

    OSTFILDERN (dpa-AFX) - Die Südwest-Industrie mahnt ein klares Konzept und mehr Transparenz bei der Energiewende an. "Es fehlt eine Grobplanung: Was brauchen wir und was ist der realistische Zeitrahmen", sagte Präsident Hans-Eberhard Koch vom Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) in Ostfildern bei Stuttgart der Nachrichtenagentur dpa. Das gelte für Bund und Land. Die Befürchtungen der Firmen würden zunehmen, dass es bei der Umstellung auf erneuerbare Energien "sehr große Probleme" geben könnte.

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