21.05.2012 | 13:43 Uhr

Konservative bündeln ihre Kräfte in Griechenland

ATHEN (dpa-AFX) - Knapp vier Wochen vor den Neuwahlen in Griechenland schließen die Konservativen die Reihen, um klar stärkste Kraft im Parlament zu werden. Wie die Nachrichtenagentur dpa am Montag aus Kreisen der bürgerlichen Partei Nea Dimokratia (ND) erfuhr, steht die Rückkehr der Chefin der kleinen bürgerlichen Partei Demokratische Allianz, Dora Bakogianni, und ihrer Mitstreiter in die Reihen der ND kurz bevor.

Auch ehemalige Abgeordnete der rechtsorientierten Völkischen Orthodoxen Gesamtbewegung (Laos) sollen in den kommenden Tagen in die Mutterpartei Nea Dimokratia zurückkehren. Wegen der Zersplitterung der Parteienlandschaft war nach der letzten Abstimmung keine regierungsfähige Mehrheit zustande gekommen, nun müssen die Griechen am 17. Juni neu wählen.

Von den Rückkehrplänen Bakogiannis berichteten auch griechische Medien unter Berufung auf Kreise der Demokratischen Allianz. Die Aktion sollte am Nachmittag bekanntgegeben werden. Bei den Wahlen am 6. Mai hatten die Konservativen 18, 85 Prozent bekommen. Zweitstärkste Kraft war die linksradikale Syriza mit 16,8 Prozent geworden.

Nach Umfragen zeichnet sich ein dramatisches Rennen um den ersten Platz zwischen Syriza, die das Sparprogramm auf Eis legen will, und den Konservativen ab, die am Reformkurs festhalten wollen. Die Sozialisten der Pasok könnten als dritte Kraft den Konservativen zur Mehrheit verhelfen.

Die kleine Partei der ehemaligen Außenministerin und Athener Bürgermeisterin Bakogianni war bei den jüngsten Wahlen mit 2,55 Prozent an der Drei-Prozent-Hürde gescheitert - und will die Arbeit demnächst einstellen. Bakogianni gilt als eine der wichtigsten proeuropäischen Persönlichkeiten des konservativen Lagers. Sie war 2010 aus der Nea Dimokratia ausgeschlossen worden, weil sie sich für das erste Spar- und Reformpaket für Griechenland ausgesprochen hatte. Die ND war damals noch gegen das Sparprogramm, heute befürwortet sie es, fordert aber dringend Maßnahmen für mehr Arbeitsplätze.

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Volkswirtschaft

  • 21.05.2012 | 15:57 Uhr

    ROUNDUP: Streit um Eurobonds - Deutschland sperrt sich

    BERLIN/BRÜSSEL (dpa-AFX) - Auf dem EU-Sondergipfel zur Schuldenkrise droht am Mittwoch ein schwerer Streit um Eurobonds. Frankreich und Italien wollen diese gemeinsamen Anleihen einführen - Deutschland sperrt sich weiterhin. "Eurobonds zum jetzigen Zeitpunkt signalisieren zu niedrige Zinsen und nehmen den Druck auf die Anpassung der europäischen Volkswirtschaften", sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), am Montag im "Deutschlandfunk". Eurobonds seien ein "Rezept zur falschen Zeit".

  • 21.05.2012 | 15:49 Uhr

    EZB kaufte in der vergangenen Woche erneut keine Staatsanleihen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der vergangenen Woche trotz der jüngsten Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise und eines starken Anstiegs der Renditen erneut keine Staatsanleihen finanzschwacher Euro-Länder gekauft. Das gab die Notenbank am Montag in Frankfurt bekannt. Die EZB hat sich damit seit Mitte März vom Staatsanleihemarkt ferngehalten. In den Wochen zuvor hatte sie - wenn überhaupt - nur geringe Beträge am Markt investiert.

  • 21.05.2012 | 15:48 Uhr

    Griechische Löhne um fast ein Viertel gesunken

    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Griechen verdienen nahezu ein Viertel weniger als noch vor einem Jahr. Der Nettoverdienst - nach Abzug von Steuern und sonstigen Abgaben - liegt derzeit bei jährlich 13.167 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Lohn damit um fast 23 Prozent gesunken. Das geht aus einer Studie hervor, die die konservative Brüsseler Denkfabrik New Foundation am Montag vorstellte.

  • 21.05.2012 | 15:44 Uhr

    Krise der Immobilienfonds: Auch CS Euroreal wird abgewickelt

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Krise der offenen Immobilienfonds fordert ein weiteres Opfer: Der milliardenschwere CS Euroreal wird abgewickelt, rund 200.000 Sparer kommen vorerst nicht mehr an ihr Geld. Genauso wie zuvor der SEB Immoinvest hatte auch der Fonds der Schweizer Großbank Credit Suisse seinen Anlegern nach zwei Jahren erstmals wieder angeboten, ihre Anteile zurückzugeben.

  • 21.05.2012 | 14:52 Uhr

    Monti lädt vor EU-Juni-Gipfel zu Vierertreffen nach Rom

    BERLIN/ROM (dpa-AFX) - Italiens Regierungschef Mario Monti hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU), den französischen Präsidenten François Hollande und den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy zur Vorbereitung des EU-Gipfels im Juni nach Rom eingeladen. Der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter bestätigte am Montag in Berlin die Einladung. Ein Termin für das Treffen stehe aber noch nicht fest.

  • 21.05.2012 | 13:51 Uhr

    Spanien will nach Vorjahreskorrektur an Defizitzielen festhalten

    MADRID (dpa-AFX) - Trotz einer erneuten Korrektur der Zahlen für 2011 hält die spanische Regierung für dieses und das kommende Jahr an den Defizitzielen fest. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das Defizit in diesem Jahr auf 5,3 Prozent reduziert wird. Hauptziel für 2013 ist es, ein Defizit von drei Prozent zu erreichen", sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag bei einem Wirtschaftsforum in Madrid.

  • 21.05.2012 | 13:43 Uhr

    ROUNDUP: EZB-Direktor Asmussen fordert Umsetzung des Fiskalpaktes

    BERLIN (dpa-AFX) - Das Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Jörg Asmussen, hat vor Neuverhandlungen über den europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin gewarnt. Die Vereinbarung müsse unverändert und rasch mindestens von allen 17 Euro-Ländern umgesetzt werden, sagte Asmussen am Montag in Berlin. Vor dem EU-Sondergipfel sprach sich Asmussen erneut für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone aus.

  • 21.05.2012 | 12:17 Uhr

    Deutschland sammelt drei Milliarden Euro zu rekordniedrigen Zinsen ein

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutschland hat sich am Montag abermals fast zum Nulltarif frisches Geld besorgt. Mit unverzinslichen Schatzanweisungen (Bubills) über zwölf Monate sammelte der Bund drei Milliarden Euro ein, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Die zu zahlende Rendite lag mit 0,0264 Prozent erneut nahe null. Zudem ist es die niedrigste jemals erzielte Rendite in dieser Laufzeit. Dies entspricht der Entwicklung am Sekundärmarkt, wo bestehende Anleihen gehandelt werden. Dort sinken die Renditen nahezu täglich auf neue Tiefstände. Grund ist die Schuldenkrise, die Investoren händeringend nach sicheren Anlagen suchen lässt.

  • 21.05.2012 | 12:11 Uhr

    Bundesregierung bleibt bei Ablehnung von Eurobonds

    BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung bleibt zwei Tage vor dem EU-Sondergipfel in Brüssel bei ihrer strikten Ablehnung von Eurobonds. Gemeinsame Staatsanleihen der Eurozone seien kein Mittel zur Bewältigung der aktuellen Krise, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Montag in Berlin. "An dieser Position hat sich nichts geändert." Stattdessen sollte sich Europa auf Bemühungen zur Stärkung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit konzentrieren.

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