BERLIN (dpa-AFX) - Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium haben sich
nach wochenlangen Verhandlungen auf weitere Kürzungen bei der umstrittenen
Solarförderung verständigt. Nach übereinstimmenden Angaben aus Regierungs- und
Branchenkreisen seien Einschnitte geplant, die bei Freiflächenanlagen mehr als
30 Prozent betragen, berichtete das "Handelsblatt". Dazu werde die Kürzung von
15 Prozent, die bisher erst für den 1. Juli vorgesehen war, auf den 1. April
vorgezogen und zusätzlich erhöht. Bei Anlagen auf Hausdächern werde die
Gesamtkürzung 20 Prozent betragen. Die Milliardenförderung für Sonnenstrom ist
von den Bürgern über den Strompreis zu zahlen.
Die Ministerien betonten auf Anfrage lediglich, es gebe eine "gemeinsame
Position". Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert
Röttgen (CDU) luden für Donnerstag (12.30 Uhr) zu einer Pressekonferenz ein.
Eine Deckelung der Zubaumenge, wie sie von Rösler ins Spiel gebracht worden war,
ist wohl nicht geplant.
Die Solarwirtschaft, die für Donnerstag bundesweit Proteste ankündigte,
reagierte entsetzt. "Jetzt steht die Energiewende in Deutschland auf dem Spiel
und die Existenz von vielen tausend Arbeitsplätzen in der Solarbranche", sagte
ein Sprecher des Bundesverbands Solarwirtschaft. Zusätzliche Einschnitte in der
Größenordnung von 20 bis 30 Prozent seien nicht verkraftbar. Die Kürzungspläne
seien ein Beweis dafür, dass die Regierung es mit dem Umbau auf Erneuerbare
Energien nicht ernst meine.
Energieexperten bewerteten erste Informationen zu dem Kompromiss komplett
anders. Möglicherweise könnte es einen ähnlich starken Zubau geben wie im
vergangenen Jahr, als Anlagen mit einer Leistung von 7.500 Megawatt neu ans Netz
gegangen waren. Der Grund: Die Einschnitte seien eher moderat. Wegen enormer
Überkapazitäten in China fielen die Modulpreise weit stärker als die Förderung.
Die deutschen Solarfirmen leiden enorm darunter, mehrere Firmen mussten trotz
des Zubaubooms Insolvenz anmelden, weil es einen massiven Preiskampf gibt.
Derzeit gibt es für Dachanlagen 24,43 Cent je Kilowattstunde Strom. Trotz
der Kürzungen dürfte eine Solaranlage wegen der fallenden Modulpreise eine
attraktive Investition bleiben.
Die finanzielle Unterstützung beträgt bis zu acht Milliarden Euro pro Jahr,
die bereits gezahlten und noch zu zahlenden Gesamtkosten für die Solarförderung
- die Vergütungen werden auf 20 Jahre garantiert - belaufen sich nach
Schätzungen schon auf rund 100 Milliarden Euro. Sonnenstrom ist aber nur
tagsüber verfügbar. Bleibt der Zubau so hoch, kommt das Netz vielerorts zudem
schon bald an seine Grenzen.
Röttgen und Rösler wollen nach monatelangem Streit auch einen Kompromiss bei
der Haltung zu Vorschlägen der EU-Kommission für mehr Energieeinsparungen
vorstellen. Rösler sperrt sich gegen eine Verpflichtung für Energieversorger,
jährlich 1,5 Prozent weniger Energie zu verkaufen, etwa durch das Anbieten von
Energiespartipps. Der Wirtschaftsminister kritisiert dies als
Planwirtschaft.
22.02.2012 | 21:18 Uhr
HANNOVER (dpa-AFX) - "Hannoversche Allgemeine Zeitung" zu Streik/Flughafen
Frankfurt:
22.02.2012 | 19:26 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Die Euro-Zone wird laut einem Pressebericht knapp die
Hälfte der Notkredite für Griechenland noch im ersten Halbjahr auszahlen müssen.
Das wären nur wenige Monate nach dem Start des Programms, das bis Ende 2014
reichen soll, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" am Donnerstag unter
Berufung auf Bankenkreise. Knapp 80 Milliarden Euro aus dem 157 Milliarden Euro
schweren Paket sind als Hilfen für die Finanzindustrie vorgesehen, und die
benötigt das Geld nach Informationen der Zeitung sehr bald. Spätestens zum Ende
des zweiten Quartals werden die griechischen Banken demnach eine Kapitalspritze
brauchen. Auch deutsche Regierungskreise gehen laut "Welt" davon aus, dass die
Unterstützung für den Bankensektor schnell kommen müsse.
22.02.2012 | 19:08 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung stapelt vor der entscheidenden
Abstimmung im Bundestag über das zweite Griechenland-Paket tief: Die politisch
wichtige Kanzlermehrheit von Union und FDP sei nur in sehr wenigen, begrenzten
Fällen nötig. "Diese Abstimmung gehört nicht dazu", sagte Regierungssprecher
Steffen Seibert am Mittwoch. Das Parlament entscheidet am Montag über das
130-Milliarden-Paket.
22.02.2012 | 18:52 Uhr
DEMMIN (dpa-AFX) - Mit Blick auf die Sondersitzung des Bundestags zum
zweiten Griechenland-Paket am Montag hat Kanzlerin Angela Merkel die geplanten
Finanzhilfe für Athen und andere Schuldenländer verteidigt. Deutschland mit
einem Anteil von 1,2 Prozent an der Weltbevölkerung brauche die Kraft und Größe
Europas, sagte die CDU-Vorsitzende beim politischen Aschermittwoch ihrer Partei
in Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch in Demmin. "Wir wissen, wir können es in
Deutschland nicht mehr allein schaffen. Deshalb ist Europa unsere Zukunft."
22.02.2012 | 17:42 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung macht den Autofahrern trotz
Rekordpreisen an der Zapfsäule wenig Hoffnung auf eine höhere Pendlerpauschale.
"Eine Überprüfung ist im Augenblick bei uns nicht angedacht", sagte eine
Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Mittwoch in
Berlin mit Blick auf Forderungen nach einer Erhöhung der Pauschale von 30 auf 40
Cent je Kilometer. Die Steuerentlastung werde ohnehin verkehrsmittelunabhängig
gewährt. "Sie ist losgelöst von den tatsächlichen Kosten", erklärte die
Sprecherin. Forderungen nach einer Anhebung würden regelmäßig erhoben, wenn die
Benzinpreise sehr hoch seien.
22.02.2012 | 17:30 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung stapelt vor der entscheidenden
Abstimmung im Bundestag über das zweite Griechenland-Paket tief: Die politisch
wichtige Kanzlermehrheit von Union und FDP sei nur in sehr wenigen, begrenzten
Fällen nötig. "Diese Abstimmung gehört nicht dazu", sagte Regierungssprecher
Steffen Seibert am Mittwoch. Das Parlament entscheidet am Montag über die
130-Milliarden-Hilfen.
22.02.2012 | 17:24 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung macht den Autofahrern trotz
Rekordpreisen an der Zapfsäule wenig Hoffnung auf eine höhere Pendlerpauschale.
"Eine Überprüfung ist im Augenblick bei uns nicht angedacht", sagte eine
Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Mittwoch in
Berlin mit Blick auf Forderungen nach einer Erhöhung der Pauschale von 30 auf 40
Cent je Kilometer. Die Steuerentlastung werde ohnehin verkehrsmittelunabhängig
gewährt. "Sie ist losgelöst von den tatsächlichen Kosten", erklärte die
Sprecherin. Forderungen nach einer Anhebung würden regelmäßig erhoben, wenn die
Benzinpreise sehr hoch seien.
22.02.2012 | 17:14 Uhr
Eurozone: Einkaufsmanagerindex sinkt wieder unter 50-Punkte-Marke
22.02.2012 | 17:08 Uhr
FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem vereinbarten Schuldenschnitt für
Griechenland sind jetzt die Besitzer der Staatsanleihen wie Banken und
Versicherungen am Zug. Die genauen Bedingungen seien allerdings noch nicht klar,
sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB),
Hans-Joachim Massenberg, am Mittwoch in Berlin. Auch wenn Details noch nicht
feststehen, dürfte es hierzulande vor allem für die Commerzbank teuer
werden.