09.08.2017 | 16:10 Uhr

Vermögensverwalter mit Ertragsproblemen

Vermögensverwalter mit Ertragsproblemen
Frankfurt: Deutsche nicht unter den Top-Ten der globalen Vermögensverwalter (Bild: pixabay)

Globale Vermögensverwaltungen steigern 2016 ihre AuM sowie die Kundenzufriedenheit signifikant. Dennoch fallen ihre Erträge dünn aus.

Vermögensverwalter

Laut der Global-Private-Banking-Benchmark des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Scorpio Partnership konnten Vermögensverwalter weltweit ihre Assets under Management im Jahr 2016 um durchschnittlich vier Prozent steigern. Dennoch bleibt die Ertragslage der Unternehmen angespannt. Der Vorsteuergewinn kletterte im gleichen Zeitraum im Schnitt nur um 0,04%. 

Ausgewertet wurden Daten von 200 globalen Wealth-Managern. Das von Ihnen verwaltete Vermögen beträgt rund 17 Bio. US-Dollar. Das entspricht bei einem geschätzten Gesamtmarkt von 22 Bio. US-Dollar einem Marktanteil von gut 80%.

Marktanteile und Gesamtmarkt

Quelle: Scorpio Partnership

Von den 25 größten Vermögensverwaltungen konnten 22 gegenüber 2015 ihre Assets steigern. Vor allem chinesische Institutionen generierten Marktanteile. Den stärksten Zuwachs verbuchte mit fast 33% die China Merchants Bank. Die Bank of China steigerte ihre Assets um etwa 23%. Die höchsten Verluste fuhren 2016 Banken mit europäischen Wurzeln ein. Die Deutsche Bank musste Abflüsse von knapp 90 Mrd. Euro hinnehmen – sie verlor damit etwas mehr als ein Viertel ihrer Assets. Der HSBC entzogen Anleger mit 39 Mrd. Euro gut ein Siebtel ihres AuM. Bei JP Morgan sanken die Assets um ein halbes Prozent auf jetzt 435 Mrd. USD.

Die zehn größten Vermögensverwalter 2016

Quelle: Scorpio Partnership / Darstellung: FR

Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis der Wealth Manager sank im Mittel um 3,22%. Caroline Burkhart, Direktorin von Sorpio Partnership, sieht die Gründe dafür in Regulierungsmaßnahmen, sowie dem Aufkommen von ETFs und Robo-Advising: „Die Herausforderung wird darin bestehen, die Erlöse in Profite umzuwandeln“, hieß es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die Unternehmen litten unter dem Preisdruck, politischen Markteingriffen, dem Trend hin zu passiven Investments mit niedrigerem Gebührenmodell. Sie rät den Vermögensverwaltern, sich auf ihre Stärken zu besinnen. Die Unternehmen sollten ihren Fokus verstärkt auf die Beratung sowie das Kundenerlebnis legen, so Burkhart.

Ob darin das Allheilmittel liegt, ist fraglich. Dem Client-Engagement-Score (CES) von Scorpio zufolge hatten die Vermögensverwalter bereits 2016 das Kundenerlebnis (bessere Erträge durch besseres Kundenverständnis) signifikant gesteigert.

 

Quelle: Scorpio Partnership


(DW)

 

   

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