19.03.2012 | 10:25 Uhr

Serie zur Investment-Konferenz auf Schloss Elmau

Serie zur Investment-Konferenz auf Schloss Elmau
Markus Pimpl, Partners Group

Teil 1: Partners Group – Geringere Konjunktursensitivität und Inflationsschutz durch Kerninfrastruktur.

Bereits zum dritten Mal veranstaltete der FundResearch-Partner FondsConsult Research AG am 8. und 9. März eine Investment-Konferenz auf Schloss Elmau. Ausgewählte Teilnehmer und kompetente Vorträge zeichneten die Konferenz auch 2012 aus. FundResearch wird über die interessantesten Vorträge in einer Kurzserie in den kommenden Tagen detaillierter berichten.

Den Anfang macht Markus Pimpl. Als Mitglied des Investment Solutions Europe Teams der Partners Group referierte er zum Thema „Geringe Konjunktursensitivität und Inflationsschutz durch Kerninfrastruktur“.

Für Investitionen in Kerninfrastrukturbetreiber sei es wichtig, so Pimpl, monopolähnliche Rahmenbedingungen vorzufinden. „Quasi-Monopolisten“ hätten nicht das Problem der Konkurrenz, was den Gewinnerwartungen entgegen käme. Stabile Cashflows, hohe Markteintrittsbarrieren in Verbindung mit möglichst weitgehend inflationsgeschützten Erträgen seien weitere Attribute, die Kerninfrastruktur leisten müsse, damit Partners Group investiere. Sein Hauptaugenmerk legt das Unternehmen auf die Branchen Transport, Kommunikation, Öffentliche Einrichtungen und Versorger. Flughäfen und Mautstraßen, Funktürme oder Satelliten, soziale Infrastruktur sowie Gas-Pipelines seien beispielsweise interessante Anlagesektoren, so Pimpl.

Darüber hinaus setzt Partners Group auf langfristige Verträge der Infrastrukturbetreiber und eine möglichst geringe Nachfrageelastizität, solide Wachstumserwartungen und sehr geringe Auslastungsrisiken. So könne man Anlegern größtmögliche Sicherheit bieten. Pimpl sieht sowohl in den Schwellenländern als auch in der „entwickelten Welt“ hohe Wachstumschancen. Für die Schwellenländer sei Infrastruktur eine wesentliche Voraussetzung, um sich weiter zu entwickeln, ein höheres Wirtschaftswachstum zu ermöglichen und die Urbanisierung voranzutreiben. „Es wird geschätzt, dass die Stadtbevölkerung in den Wachstumsmärkten von 1,9 Mrd. in 2000 auf 3,9 Mrd. in 2030 ansteigen wird“, so Pimpl. Darüber hinaus werde sie zwischen 2005 und 2015 auch „global massiv wachsen, in Asien von 39 Prozent auf 45 Prozent und in Afrika von 38 Prozent auf 42 Prozent.“ Um diesen Trend zu unterstützen, müsse die Infrastruktur deutlich ausgebaut werden, erklärt Pimpl.

Aber auch Industriestaaten, die bereits über ein gut ausgebautes Infrastrukturnetz verfügen, seien interessant für Investitionen. Deren Infrastruktur sei oft veraltet und marode, und müsse daher erneuert werden. So schätzte eine US-Kommission 2008, dass innerhalb der nächsten 50 Jahre jährlich 255 Mrd. US-Dollar investiert werden müssten, um das Transportsystem in Takt zu halten. Dies gelte nicht nur für die USA, sondern auch für Europa und dort besonders für Großbritannien. Die Vorteile der Investitionsstrategie der Partners Group liegen für Pimpl auf der Hand. Kerninfrastruktur biete typischerweise eine geringe Konjunktursensitivität, ein langfristiges Wachstumspotential, stabile Dividenden und Inflationsschutz. Eine große Unsicherheit kann sich allerdings aus dem Länderrisiko ergeben. Da Partners Group auf „Quasi-Monopolisten“ setzt, könnte der betreffende Staat diese Unternehmen mit Regulierungen u.a. in ihrem Wachstum und ihren Gewinnen einschränken.

Die Partners Group ist ein globaler Manager von Privatmarktanlagen mit einem verwalteten Vermögen von EUR 25 Mrd. in den Bereichen Private Equity, Private Debt, Private Real Estate und Private Infrastructure. Die Firma bietet internationalen institutionellen Investoren ein breit gefächertes Angebot an Fonds und maßgeschneiderten Portfolios an. Mit mehr als 550 Mitarbeitern aus über 50 Nationen ist es weltweit von San Francisco bis Sydney und Tokio aktiv. Pimpl betonte die große Unabhängigkeit der Partners Group. So seien nicht nur zwei Drittel des Aktienkapitals im Besitz der Mitarbeiter, der größte Kunde mache zudem nur vier Prozent der gesamten verwalteten Vermögen aus Seit 2001 investiert Partners Group in nicht-börsennotierte Infrastrukturanlagen. Seit Oktober 2006 mit dem „Partners Group Listed Investments SICAV“, einem aktiv gemanagtem UCITS IV Fonds, auch in börsennotierte Infrastrukturbetreiber.

(PD)

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