17.04.2018 | 10:33 Uhr

Hohe Konzentration in Europas ETF-Branche

Hohe Konzentration in Europas ETF-Branche
Bild: Pixabay

Obwohl das Segment der Exchange Traded Funds im März unter dem Strich Nettomittelzuflüsse verzeichnen konnte, reduzierte sich das Volumen der verwalteten Vermögen. Das lag vor allem an einem Rückgang der Kurse an den Kapitalmärkten. Dominiert wird die Branche von nur drei Unternehmen.

ETF

Laut dem aktuellen Monatsbericht von Thomson Reuters Lipper verringerte sich das Volumen der Assets under Management im März um 3,9 auf 628,3 0,8 Mrd. €. Zwar konnten die Fondshäuser 0,8 Mrd. € an Anteilen absetzen, mussten aber gleichzeitig einen Rückgang der Buchwerte von 4,7 Milliarden Euro hinnehmen. Nach wie vor ist mit 452 Mrd. € der Löwenanteil der angelegten Vermögen in Aktien investiert, wohingegen nur ein Viertel auf Rentenprodukte entfällt. Die fehlenden 10 Prozent verteilen sich auf verschiedene Assetklassen (Rohstoffe, andere, Mixed Assets und alternative UCITS-Produkte).

 

Asset-Klassen der europäischen ETF-Branche

Grafik: FR, Quelle: Thomson Reuters Lipper 

ETFs, die in Aktien investieren, konnten im März mit + 0,9 Mrd. € den höchsten Nettomittelzufluss verzeichnen, während aus Rentenfonds 0,3 Mrd. € abgezogen wurden. Insgesamt sind im bisherigen Jahresverlauf rund 20 Mrd. € in ETFs investiert worden, meldet  Thomson Reuters Lipper.

Hinsichtlich der Assetklassen dominieren mit rund 100 Mrd. € immer noch Fonds auf US-Aktien, Dividendentitel aus der Eurozone kommen dagegen auf ein Volumen von nur rund 55 Mrd. €. Die europäische ETF-Landschaft wird im großen und ganzen von drei Anbietern dominiert: iShares (BlackRock) verwaltet zur Zeit 292 Mrd. € an Kundengeldern, was in etwa 47 Prozent des Gesamtmarkts entspricht. Auf den Plätzen folgen Xtrackers (Deutsche Bank) mit 69 Mrd. € und Lyxor mit 63 Mrd. €. Diese drei Anbieter teilen fast 93 Prozent der in ETFs investierten Kundengelder unter sich auf; die restlichen 39 ETF-Fondshäuser müssen sich mit den verbleibenden sieben Prozent zufrieden geben. 

Umso erstaunlicher, dass iShares im März nicht zu den zehn besten Verkäufern gehörte. Den Spitzenplatz nahmen in diesem Monat Xtrackers ein, die 800 Millionen Euro an ETFs absetzen konnten – vor der UBS, die Fonds im Wert von 700 Mio. € verkaufte und Vanguard (500 Mio. €). Ende März befanden sich mehr als 2.400 ETFs in der Datenbank von Thomson Reuters Lipper. Lediglich 142 von diesen haben ein Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Diese Fonds verwalten mehr als 60 Prozent des in Europa in ETFs investierten Vermögens, nämlich 380 Mrd. €. Und auf die zehn größten ETFs entfällt mehr als 16 Prozent der Assets under Management, was Thomson Reuters Lipper als Hinweis auf eine hohe Konzentration in der europäischen Landschaft der ETF-Industrie ansieht. 

(TG)

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