11.11.2014 | 11:57 Uhr

Globale Giganten: Schwieriges Jahr für Immobilienfonds

Globale Giganten: Schwieriges Jahr für Immobilienfonds
Westfield Shoppincenter, London: Eine der Immobilien im hausInvest-Portfolio

Für globale offene Immobilienfonds verläuft das Jahr bisher schleppend. Am besten performten die Schweizer.

Investmentfonds Fonds-Research Immobilienfonds

Wirklich lukrativ waren Investitionen in offene Immobilienfonds 2014 bisher nicht. Weltweit investierte Produkte legten bis Ende Oktober 1,2 Prozent zu. Immerhin: Nach Verlusten von 5,5 Prozent im vergangenen Jahr, geht es vorerst wieder bergauf.

Der volumenstärkste Fonds der globalen Peergroup kommt von CommerzReal: Der hausInvest (ISIN: DE0009807016) verwaltet 9,5 Milliarden Euro. Fondsmanager Mario Schüttauf erreicht im laufenden Jahr bisher ein Plus von 1,8 Prozent. Damit liegt er auf dem Niveau des Vorjahres, das er mit 2,4 Prozent beendete. Über die vergangenen fünf Jahre schaffte der Fonds ein Plus von 13,7 Prozent, bei einer Volatilität von 0,4 Prozent. Trotz der niedrigen Schwankung ist die Sharpe Ratio negativ. Schüttauf investiert das Fondsvolumen zu 23 Prozent in Frankreich. Britische Immobilien machen knapp 21 Prozent des Portfolios aus, deutsche kommen auf 17,9 Prozent. Auch die USA sind wieder im Portfolio vorhanden: Im Oktober kaufte Schüttauf das Objekt 800 Lincoln Road in Miami/Florida. „Die Investition in Miami bedeutet für uns den Wiedereinstieg in den US-Immobilienmarkt, aus dem wir uns 2007 – und damit rechtzeitig  vor der dortigen Immobilienkrise – mit sehr guten Ergebnissen zurückgezogen hatten“, sagt er. „Der Markt erholt sich sukzessive, und im Sinne einer Portfoliobeimischung bleiben einzelne US-Standorte mit robusten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundsätzlich interessant.“

Auffällig ist, dass es vor allem Fonds von Schweizer Gesellschaften sind, die zumindest bei der Wertentwicklung vorne liegen. Bei den global investieren Immobilienfonds steht der CS Real Estate Fund PropertyPlus (ISIN: CH0045159842) von der Credit Suisse an erster Stelle. Fondsmanager Urs Frey schaffte ein Plus von 15,3 Prozent. Zum Vergleich: Das vergangene Jahr beendete mit einem satten Minus von 17 Prozent. Über die längere Frist von fünf Jahren erreichte der im Dezember 2004 aufgelegte Fonds eine Wertsteigerung von 41,3 Prozent.  Die Volatilität ist mit 12,7 Prozent jedoch vergleichsweise hoch. Die Peergroup „Immobilienfonds/Welt“ des FINANZEN FundAnalyzer schwankte in diesem Zeitraum um lediglich um 2,3 Prozent. Die Sharpe Ratio des Fonds liegt bei 0,33. Das Fondsvolumen von knapp 850 Millionen Euro investiert Fry derzeit ausschließlich in der Schweiz. Ein Viertel des Portfolios besteht aus Büroimmobilien. Jeweils rund 20 Prozent fließen in Wohn- und Verkaufsimmobilien.

Credit Suisse belegt auch den zweiten Rang: Der CS Select Swiss Real Estate Security A (ISIN: CH0110177414) kommt auf ein Plus von 9,6 Prozent. Auch hier scheint die Wende nach einem Minus von 5,7 Prozent im vergangenen Jahr geschafft. Im Zeitraum von drei Jahren schaffte der im April 2010 aufgelegte Fonds eine Wertsteigerung von 12,6 Prozent. Die Volatilität ist mit 6,2 Prozent höher als der Durchschnitt (1,9 Prozent), die Sharpe Ration beträgt 0,16. Die Fondsmanager Christoph Bieri und Christoph Knecht verwalten ein Vermögen von rund 135 Millionen Euro. Wie ihr Kollege Urs Frey investieren auch sie derzeit ausschließlich in der Schweiz. Büro- und Einzelhandelsimmobilien machen zusammen 54,6 Prozent des Portfolios aus, Wohnimmobilien kommen auf 34,7 Prozent. 

Nicht so gut lief es 2014 bisher für den sich in der Abwicklung befindenden DEGI Global Business (ISIN: DE000A0ETSR6). Das Fondsmanagement-Team von Aberdeen musste Verluste von 21,7 Prozent hinnehmen. Schon im vergangenen Jahr ging es um 19,4 Prozent nach unten. Die lange Frist sieht nicht viel besser aus: Für die vergangenen fünf Jahre steht ein kumuliertes Minus von 66,5 Prozent, bei einer Volatilität von 13,7 Prozent. Die Sharpe Ratio ist entsprechend negativ. Anfang Oktober schütte der Fonds insgesamt 7,2 Millionen Euro an die Anleger aus. Die starken Verluste sind wohl auch damit zu erklären.

Globale offene Immobilienfonds: hausInvest stabil – DEGI katastrophal 

Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

(PD)

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