29.08.2014 | 15:25 Uhr

Gerüchte: Kauft Credit Suisse Julius Bär?

Gerüchte: Kauft Credit Suisse Julius Bär?
Credit Suisse in Zürich: Kommt es zum Kauf von Julius Bär?

Angeblich plant die Schweizer Großbank Credit Suisse eine Übernahme des Vermögensverwalters Julius Bär.

Finanzbranche Banken Vermögensverwalter

Es wäre wohl der Deal des Jahres: Dem Schweizer Finanzbranchen-Blog „Insider Paradeplatz“ zufolge, erwägt die Schweizer Großbank Credit Suisse eine Übernahme des Vermögensverwalters Julius Bär. „Noch ist kein Projektname bekannt, ebenso wenig wird von hohen Managern davon gesprochen, dass das Vorhaben konkrete Züge annehme“, heißt es darin allerdings. 

Alles nur Gerüchte? Bisher wohl schon. Begründet werden diese jedoch mit der Aktienentwicklung beider Unternehmen. Das Papier von Julius Bär hielt sich zuletzt immer besser als das der Großbank. Diese Stabilität könnte darauf zurückzuführen sein, dass einige Insider schon mehr wissen, und sich mit den Papieren eindecken. Die Credit Suisse hat dem Bericht zufolge einen Börsenwert von 41 Milliarden Euro. Julius Bär kommt auf neun Milliarden. Die Credit Suisse verwaltet im Private Banking Assets in Höhe von 830 Milliarden Euro, Julius Bär 274 Milliarden Euro. Alles in allem wiegt der Vermögensverwalter rund ein Viertel der Großbank – kein Deal der nicht zu stemmen wäre.

Jonas Floriani von Keefe, Analyst von Bruyette & Woods in London, sagt gegenüber Bloomberg News, das Julius Bär gut zur Credit Suisse passen würde: „Sie würden ein paar Aktiva übernehmen, die sich gut entwickeln, in Asien expandieren sowie in Deutschland und der Schweiz konsolidieren.“ Und auch für den Chef des Vermögensverwalters könnte eine Übernahme durchaus positiv sein. Denn Boris Collardi, einst IT-Supporter bei der Credit Suisse, hat sein Unternehmen zwar groß, aber nur wenig funktional gemacht. Nach Jahren des Übernahmefiebers bekämpften sich in der Privatbank verschiedene Kulturen und Lager, heißt es. So könnte Collardi Bär verkaufen und abtreten. Oder er übernimmt im vergrößerten Private Banking der Credit Suisse eine führende Rolle.

Der Aktie von Julius Bär tut das Gerücht zumindest gut: Um über zwei Prozent stieg die Aktie heute in der Spitze. Anders verlief es bei der Credit Suisse: Nach kurzem Anstieg am Morgen datiert die Aktie auf Tagesbasis aktuell leicht im Minus.

(PD)

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