11.01.2017 | 16:17 Uhr

FundResearch-Extra: Die Geschichte der Aktie

FundResearch-Extra: Die Geschichte der Aktie
1602 gilt als das Geburtsjahr der Aktie

Was heute als Standard-Finanzprodukt bekannt ist, galt vor hunderten von Jahren als bahnbrechende Art der Investition und Finanzierung. FundResearch erzählt die Anfänge der Erfolgsgeschichte Aktie und wieso die ersten Aktienhändler „die Pfeffersäcke von Amsterdam“ genannt wurden.

Aktien Börse

1288 war den Unterzeichnern wohl nicht klar, was sie da grade geschaffen hatten: Den wahrscheinlich weltweit ältesten Anteilsschein, den man aus heutiger Sicht als Aktie bezeichnen könnte. Das Dokument verbrieft ein Achtel an einer schwedischen Kupfermine in Falun. Und das Unternehmen gibt es noch heute unter dem Namen „Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag“. Doch bis der Siegeszug der Aktie an Fahrt aufnehmen konnte, sollte noch einige Zeit vergehen. Als erste AG-ähnliche Gesellschaft gilt heute die 1407 gegründete „Banca di San Gergio“ in Genua. Bereits 1419 macht sie ihre Schuldner zu Anteilseigner. Jedoch wird die Aktie erst mit der Entwicklung der Börsen, wie beispielsweise der Gründung der Frankfurter Börse 1585, salonfähig. So gilt heute das Jahr 1602 als eigentliche Geburtsstunde der Aktie: In diesem Jahr wurde in Amsterdam die „Vereenigde Oost-Indische Compagnie“ (VOC) gegründet, ein Zusammenschluss von Gewürzhändlern. Wohlhabende Kaufleute, Provinzen und Städte konnten sich an Geschäften beteiligen, indem sie Anteile erwarben. Das Geniale: Die Anteilsscheine konnten gehandelt werden, ohne dass die Gesellschaft Kapital zurückzahlen und wieder aufnehmen musste. Im Gegenzug erhielten die Anteilseigner eine „Dividende“. Allerdings in Form von Naturalien wie beispielsweise Ingwer, Zimt und Pfeffer. So erklärt sich auch der eigentümliche Name der VOC-Aktionäre: die „Pfeffersäcke von Amsterdam“. 

Die erste deutsche Aktiengesellschaft wird 1682 gegründet. Die „Handels-Compagnie auf denen Küsten von Guinea“ wird von Friedrich Wilhelm von Brandenburg ins Leben gerufen. 1843 sieht sich Preußen schließlich gezwungen erstmal Gesetze und Regeln zur Gründung von Aktiengesellschaften einzuführen. Bereits 1909 gibt es in Deutschland mehr als 5.000 Aktiengesellschaften. Frauen dürfen an der Börse jedoch erst ab Dezember 1921 handeln. Der DAX wird übrigens erst am 1. Juli 1988 gegründet. Seine Einführung beendet ein Durcheinander an Indizes in Deutschland. 

Der erste Aktienfonds in Deutschland wurde schließlich 1950 aufgelegt. Der Fondak (ISIN: DE0008471012) investiert noch heute in deutsche Titel. Seit seiner Gründung konnte er eine Wertsteigerung von 73.127,1 Prozent verzeichnen: Aus 1000 Euro wären heute 731.271 Euro geworden. 

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(TL)

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Quelle: Hamburger Börse

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