20.12.2013 | 14:13 Uhr

Ferber: „MiFID-II-Verhandlungen politisch gescheitert“

Ferber: „MiFID-II-Verhandlungen politisch gescheitert“
Markus Ferber (CSU)

Triloggespräche der EU scheiterten am Thema Derivate. Bei Provisionen herrscht im Grunde Einigkeit.

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Der Handel mit Derivaten hat in dieser Woche zu einem Scheitern der Triloggespräche zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und Rat geführt. Die Teilnehmer hatten unterschiedliche Auffassungen zu Finanz- und Warenderivaten. Grundsätzlich Einigkeit herrschte hingegen beim Thema Provisionen. „Man ist sich einig, dass Honorarberater keine Provisionen annehmen dürfen“, sagt CSU-Europaparlamentarier und MiFID-II-Berichterstatter Markus Ferber auf Nachfrage von FundResearch. „Und wer über Provisionen bezahlt wird, darf keine Honorare berechnen.“

Dass Ferber diese eigentlich logische Definition als Erfolg wertet, zeigt wie schwierig sich die Verhandlungen gestalten. Er habe alles daran gesetzt, eine politische Einigung zu erzielen. Die nächste Trilog-Sitzung findet am 14. Januar 2014 statt. Die Chancen einer Einigung? „Ich habe meinen Optimismus aufgegeben“, zeigt sich Ferber resigniert. „Jede Seite macht im Januar erneut ihr Säckchen auf.“

Ob die Einigkeit beim Thema Provisionen ein Verbot dieser Vergütung darstellt oder nicht, ist noch nicht abschließend geklärt. Ferber ist als Vertreter des Parlaments von Haus aus ein Gegner des Provisionsverbots. Die Abgeordneten hatten im September den Vorschlag der EU-Kommission, Provisionen für unabhängige Berater zu verbieten, gekippt.

(PD)

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