12.02.2018 | 11:40 Uhr

FR Weekly: Optimismus nach dem Sturm

FR Weekly: Optimismus nach dem Sturm

Deutsche Aktien ziehen wieder an, der Euro steigt weiter und der Ölpreis stabilisiert sich – die wichtigsten News zum Start in die Börsenwoche.

Marktausblick

 

Die Turbulenzen der vergangenen Woche haben die Märkte verunsichert, nun wiegeln Analysten ab: “Wir sind vom guten und stabilen Konjunkturausblick überzeugt”, heißt es aus dem BlackRock Investment Institute. Auch wenn es diese Woche noch einmal rumpeln sollte: Erneute Rücksetzer seien eine Gelegenheit zum Einstieg, erklärt die Analysesparte des weltgrößten Vermögensverwalters.

Kapitalmarktexperten sehen die Wirtschaft brummen: In den USA und in Deutschland wurden in den vergangenen Quartalen glänzenden Zahlen gemeldet, das erhöht nun den Druck auf die Notenbanken, die Zinsen zu erhöhen. Doch während die US-Währungshüter von der Fed bereits angekündigt haben, die Zinsen in diesem Jahr nochmals anzuheben, will sich die EZB weiterhin nicht in die Karten schauen lassen.

Mit Spannung werden in dieser Woche eine Reihe von Quartalszahlen erwartet, darunter Thyssenkrupp (Mittwoch), Nestle (Donnerstag) sowie Allianz und Coca-Cola (Freitag). Besonders spannend wird, es bei Airbus weitergeht; immerhin trocknet soeben die Tinte unter dem Großauftrag über 20 A380 im Wert von 16 Milliarden Euro, die Emirates im Januar bei dem europäischen Flugzeugbauer bestellt hat. Zu Handelsbeginn startet die Aktie jedenfalls noch mit einem Minus.

Demgegenüber kann der DAX um satte zwei Prozent zulegen und notiert am Morgen bei 12.350 Punkten. Infineon, RWE und Volkswagen führen mit einem Plus von über drei Prozent die Gewinnerliste an, während die Deutsche Börse AG und Beiersdorf mit “nur” einem Prozent Kursgewinn das Schlußlicht bilden.

Der Euro steigt weiter

Die europäische Gemeinschaftswährung steuert im frühen Handel auf 1,23 US$ zu. Anfang Februar hatte der Euro zum ersten Mal seit vier Jahren wieder die Marke von 1,25 überschritten – um bis Ende Dezember 2016 beinahe Parität zum Dollar herzustellen. Seitdem hat der Kurs beständig angezogen, sehr zum Leidwesen der europäischen Exportindustrie, deren Ausfuhren sich im Verlauf des vergangenen Jahres um rund zwanzig Prozent verteuert haben.

Euro in US-Dollar

Grafik: Yahoo! Finance

 

 

Ölpreis stabilisiert sich

An den asiatischen Börsen konnte Rohöl einige der Verluste der vergangenen Woche wieder gut machen und stieg am Montag morgen um knapp ein Prozent auf nun 63 US$ je Barrel der Sorte Brent bzw auf 60 US$ für WTI. Ob sich der Ölpreis stabilisieren kann, muss sich erst noch erweisen: Seit Ende Januar, als Brent bei über 70 US$ je Barrel notierte, ging es mit den Notierungen steil bergab.

Gold bleibt schwach

Seinem Ruf als sicherer Hafen in der Krise konnte das Gold in den vergangenen zwei Wochen nicht mehr gerecht werden. Während in den guten alten Zeiten die Notierungen für Edelmetalle anzogen, wenn es an den Börsen krachte, kann sich Gold heuer dem Abwärtssog der Wertpapiermärkte nicht entziehen. Um mehr als drei Prozent ging der Kurs auf Dollarbasis zurück.

In diese Lücke scheint nun das viel gescholtene Bitcoin springen zu wollen: Während die Notierungen an den Börsen weltweit auf Tauchfahrt gingen, zog der Wert der synthetischen Handelseinheit im Schnitt um zehn Prozent an – nachdem er sich seit Jahresbeginn mehr als halbiert hatte. Ob das viel oder wenig ist, lässt sich allerdings vor dem Hintergrund einer Tagesvolatilität von zeitweise bis zu 20 Prozent nicht abschließend beantworten.

(TG)

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