22.05.2012 | 18:16 Uhr

Ölpreise im Minus - Konjunktursorgen und Iran belasten

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Sorgen um Japan und die Eurozone sowie leichte Entspannungssignale im Iran-Konflikt haben die Ölpreise am Dienstag belastet. Nachdem der Erholungskurs vom Vortag am frühen Morgen noch fortgesetzt werden konnte, drehten die Preise im Laufe des Tages ins Minus. Zuletzt konnte die Nordseesorte Brent allerdings wieder etwas Boden gutmachen: ein Barrel (159 Liter) zur Juli-Lieferung wurde am frühen Abend mit 108,86 US-Dollar und damit nahezu unverändert gegenüber dem Vortag gehandelt. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli fiel dagegen um 51 Cent auf 92,06 Dollar.

Als Ursache für die jüngsten Preisabschläge führten Händler den eingetrübten Konjunkturausblick der OECD an. Die Industrieländerorganisation hat ihre Wachstumsprognose für den Euroraum in diesem Jahr gesenkt und erwartet nun eine Rezession für die Währungszone. Erschwerend hinzugekommen sei die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Japans durch die Ratingagentur Fitch. Das Unternehmen hat die Bonitätsnote der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt um eine Note von bisher "AA-" auf "A+" reduziert und den Ausblick für das Rating auf negativ gesetzt.

Außerdem lässt der Preisdruck an den Ölmärkten nach, da sich eine leichte Entspannung im Atomstreit der westlichen Industriestaaten mit Iran abzeichnet. Der große Ölproduzent hat Agenturberichten zufolge eine Einigung mit der Internationalen Energie Agentur erzielt und wird Inspekteure ins Land lassen, die das umstrittene Nuklearprogramm untersuchen sollen. Der Konflikt mit Iran war in den vergangenen Monaten ein wichtiger Preistreiber beim Rohöl, da Investoren bei einer Eskalation mit einem verknappten Angebot und entsprechenden Preisanstiegen rechnen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist unterdessen gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 105,93 Dollar. Das waren 77 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.

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Rohstoffe

  • 24.05.2012 | 17:46 Uhr

    Ölpreise leicht erholt - WTI handelt wieder stabil über 90 Dollar

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag im Fahrwasser freundlicher Aktienmärkte zur Erholung angesetzt. Am Vortag war der Preis für US-Öl noch erstmals seit sieben Monaten unter die Marke von 90 US-Dollar gerutscht. Am späten Nachmittag wurde das Barrel (159 Liter) Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Juli bei 91,19 Dollar gehandelt. Das sind 1,30 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent konnte ebenfalls zulegen. Zuletzt wurde er mit 106,51 Dollar 96 Cent höher als am Vortag notiert.

  • 24.05.2012 | 13:29 Uhr

    Ölpreise holen weiter auf - US-Ölpreis stabilisiert sich über 90 Dollar

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben ihre Erholung am Donnerstag im Fahrwasser freundlicher Aktienmärkte fortgesetzt. Am Vortag war der Preis für US-Öl noch erstmals seit sieben Monaten unter die Marke von 90 US-Dollar gerutscht. Im Mittagshandel stieg der Preis für ein Barrel Rohöl der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Juli auf 90,99 Dollar. Das sind 1,09 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent erholte sich ebenfalls und legte um 89 Cent auf 106,45 Dollar zu.

  • 24.05.2012 | 07:23 Uhr

    Ölpreise erholen sich leicht - US-Ölpreis wieder über 90 Dollar

    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag zu einer leichten Erholung angesetzt. Am Vortag war der Preis für US-Öl noch erstmals seit sieben Monaten unter die Marke von 90 US-Dollar gerutscht. Im frühen Handel stieg der Preis für ein Barrel Rohöl der amerikanischen Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Juli wieder auf 90,28 Dollar. Das sind 38 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent erholte sich um 33 Cent auf 105,89 Dollar.

  • 23.05.2012 | 18:30 Uhr

    US-Ölpreis fällt erstmals seit November unter die Marke von 90 US-Dollar

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Der US-Ölpreis ist am Mittwoch erstmals seit November 2011 unter die Marke von 90 US-Dollar gefallen. Die Ölpreise haben im Nachmittagshandel ihre Kursverluste nach gestiegenen US-Lagerbeständen noch ausgeweitet. Die jüngste Entspannung im Atomkonflikt mit Iran und Nervosität wegen der Euro-Schuldenkrise wirken belastend. Im Nachmittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 105,77 Dollar. Das waren 2,63 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli fiel um 1,92 Dollar auf 89,92 Dollar.

  • 23.05.2012 | 13:07 Uhr

    ROUNDUP: Atomgespräche mit Iran begonnen - Westen hofft auf Zugeständnisse

    BAGDAD (dpa-AFX) - Bei den Atomgesprächen mit der iranischen Führung in Bagdad hoffen die internationalen Unterhändler auf Zugeständnisse der islamischen Republik. "Wir haben einen neuen Vorschlag auf den Tisch gelegt", sagte Michael Mann, der Sprecher der EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, am Mittwoch nach dem Start der neuen Verhandlungsrunde in der irakischen Hauptstadt. "Wir hoffen, dass die Iraner darauf in einer guten Art und Weise reagieren."

  • 23.05.2012 | 12:54 Uhr

    Ölpreise bleiben unter Druck - Iran-Entspannung und Schuldenkrise

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind Mittwoch weiter unter Druck geraten und nähern sich wieder ihren Tiefständen von Ende vergangener Woche. Die jüngste Entspannung im Atomkonflikt mit Iran und Nervosität vor dem EU-Sondergipfel zur Schuldenkrise wirken belastend. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 107,06 US-Dollar. Das waren 1,53 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli fiel um 91 Cent auf 90,94 Dollar.

  • 23.05.2012 | 07:25 Uhr

    Ölpreise fallen leicht nach Fortschritten im Atomstreit mit dem Iran

    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch mit einer Entspannung im Atomstreit zwischen dem Iran und den westlichen Industriestaaten leicht gesunken. Im frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 107,87 US-Dollar. Das waren 54 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli fiel um 63 Cent auf 91,22 Dollar.

  • 22.05.2012 | 22:34 Uhr

    KORREKTUR: US-Regierung begrüßt Einigung zwischen IAEA und Iran

    (Im 1. Absatz, 2. Satz wurde der Vorname des Sprechers korrigiert. Dieser heißt Jay rpt Jay.)

  • 22.05.2012 | 22:14 Uhr

    US-Regierung begrüßt Einigung zwischen IAEA und Iran

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat die jüngste Übereinkunft zwischen Teheran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zur Untersuchung von Atomanlagen im Iran vorsichtig begrüßt. Die Erklärung sei ein Schritt vorwärts, sagte am Dienstag der Sprecher des Weißen Hauses, Jim Carney. "Unser Urteil fällen wir jedoch anhand der Taten des Irans und nicht aufgrund von Versprechen." Die USA würden auch weiterhin Druck über Sanktionen auf Teheran ausüben.

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