TEL AVIV (dpa-AFX) - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
hat an die westlichen Mächte appelliert, Teheran gegenüber keine Schwäche zu
zeigen. Der Iran "will Israel zerstören und entwickelt Atomwaffen, um dieses
Ziel zu verwirklichen", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros während einer
Ansprache am Montag. "Der Iran bedroht Israel und den gesamten Weltfrieden."
Angesichts der zerstörerischen Absichten Teherans müssten die führenden
Weltmächte "Entschlossenheit und keine Schwäche zeigen", forderte der
Regierungschef. Netanjahu bekräftigte die Forderung, Teheran müsse die
Uran-Anreicherung vollständig stoppen und alles bisher angereicherte Material
müsse außer Landes gebracht werden. Zudem müsse die Anreicherungsanlage in Fordo
bei Ghom abgebaut werden. "Nur so lässt sich sicherstellen, dass der Iran keine
Atombombe haben wird", sagte Netanjahu. "Dies ist die israelische Position, sie
hat sich nicht verändert und sie wird sich nicht verändern."
Der Chef der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hatte
sich am Montag nach Atomgesprächen in Teheran optimistisch gezeigt. Am Mittwoch
treffen sich die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates - USA,
Russland, Frankreich, Großbritannien, China - und Deutschland in Bagdad zu
Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm. Die Gespräche gelten als
Versuch, mögliche Militärschläge Israels auf die iranischen Atomanlagen
abzuwenden.
23.05.2012 | 18:30 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Der US-Ölpreis ist am Mittwoch erstmals
seit November 2011 unter die Marke von 90 US-Dollar gefallen. Die Ölpreise haben
im Nachmittagshandel ihre Kursverluste nach gestiegenen US-Lagerbeständen noch
ausgeweitet. Die jüngste Entspannung im Atomkonflikt mit Iran und Nervosität
wegen der Euro-Schuldenkrise wirken belastend. Im Nachmittagshandel kostete ein
Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 105,77 Dollar. Das
waren 2,63 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI
zur Lieferung im Juli fiel um 1,92 Dollar auf 89,92 Dollar.
23.05.2012 | 13:07 Uhr
BAGDAD (dpa-AFX) - Bei den Atomgesprächen mit der iranischen Führung in
Bagdad hoffen die internationalen Unterhändler auf Zugeständnisse der
islamischen Republik. "Wir haben einen neuen Vorschlag auf den Tisch gelegt",
sagte Michael Mann, der Sprecher der EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, am
Mittwoch nach dem Start der neuen Verhandlungsrunde in der irakischen
Hauptstadt. "Wir hoffen, dass die Iraner darauf in einer guten Art und Weise
reagieren."
23.05.2012 | 12:54 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind Mittwoch weiter unter
Druck geraten und nähern sich wieder ihren Tiefständen von Ende vergangener
Woche. Die jüngste Entspannung im Atomkonflikt mit Iran und Nervosität vor dem
EU-Sondergipfel zur Schuldenkrise wirken belastend. Im Mittagshandel kostete ein
Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 107,06 US-Dollar.
Das waren 1,53 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte
WTI zur Lieferung im Juli fiel um 91 Cent auf 90,94 Dollar.
23.05.2012 | 07:25 Uhr
SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch mit einer Entspannung im
Atomstreit zwischen dem Iran und den westlichen Industriestaaten leicht
gesunken. Im frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent
zur Juli-Lieferung 107,87 US-Dollar. Das waren 54 Cent weniger als am Vortag.
Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli fiel um 63 Cent
auf 91,22 Dollar.
22.05.2012 | 22:34 Uhr
(Im 1. Absatz, 2. Satz wurde der Vorname des Sprechers korrigiert. Dieser
heißt Jay rpt Jay.)
22.05.2012 | 22:14 Uhr
WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat die jüngste Übereinkunft
zwischen Teheran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zur
Untersuchung von Atomanlagen im Iran vorsichtig begrüßt. Die Erklärung sei ein
Schritt vorwärts, sagte am Dienstag der Sprecher des Weißen Hauses, Jim Carney.
"Unser Urteil fällen wir jedoch anhand der Taten des Irans und nicht aufgrund
von Versprechen." Die USA würden auch weiterhin Druck über Sanktionen auf
Teheran ausüben.
22.05.2012 | 18:16 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Sorgen um Japan und die Eurozone sowie
leichte Entspannungssignale im Iran-Konflikt haben die Ölpreise am Dienstag
belastet. Nachdem der Erholungskurs vom Vortag am frühen Morgen noch fortgesetzt
werden konnte, drehten die Preise im Laufe des Tages ins Minus. Zuletzt konnte
die Nordseesorte Brent allerdings wieder etwas Boden gutmachen: ein Barrel (159
Liter) zur Juli-Lieferung wurde am frühen Abend mit 108,86 US-Dollar und damit
nahezu unverändert gegenüber dem Vortag gehandelt. Der Preis für ein Fass der
US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli fiel dagegen um 51 Cent auf 92,06 Dollar.
22.05.2012 | 12:45 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Sorgen um Japan und die Eurozone sowie
leichte Entspannungssignale im Iran-Konflikt haben die Ölpreise am Dienstag
belastet. Nachdem der Erholungskurs vom Vortag am frühen Morgen noch fortgesetzt
werden konnte, drehten die Preise im Laufe des Vormittags ins Minus. Zuletzt
kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung 108,30
US-Dollar. Das waren 51 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der
US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli fiel um 61 Cent auf 91,96 Dollar.
22.05.2012 | 07:25 Uhr
SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen und
haben damit ihre Erholung seit Beginn der Woche weiter fortgesetzt. Am frühen
Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Juli-Lieferung
108,90 US-Dollar. Das waren neun Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass
der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli stieg um 15 Cent auf 93,01 Dollar. Am
vergangenen Freitag hatten die Preise noch zeitweise den tiefsten Stand seit
etwa einem halben Jahr erreicht.