12.04.2012 | 21:28 Uhr

G8 ruft Iran zu 'ernsthaftem Dialog' auf - Warnung an Nordkorea

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die sieben großen Industrienationen und Russland (G8) haben den Iran aufgefordert, dieses Mal die Chance auf Verhandlungen über eine zivile Nutzung der Atomkraft zu nutzen. Vor Beginn der neuen Gesprächsrunde an diesem Samstag in Istanbul warnten die G8-Außenminister die Führung in Teheran davor, die Verhandlungen mit der internationalen Gemeinschaft abermals zu verschleppen. Eine deutliche Mahnung schickten sie auch an Nordkorea: Das Regime soll den angekündigten Raketenstart unterlassen. In Syrien sehen sie Chancen auf eine friedliche Lösung.

Zum Ende eines Ministertreffens in Washington mahnte die Achter-Gruppe den Iran am Donnerstag zu einem "konstruktiven und ernsthaften Dialog ohne Vorbedingungen", wie es in der dpa vorliegenden Abschlusserklärung heißt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte: "Es geht nicht um irgendwelche Propagandagespräche oder das Spielen auf Zeit." Die G8 wollten eine nukleare Bewaffnung des Iran "unbedingt" verhindern.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an der Atombombe zu arbeiten. An diesem Samstag sollen dazu nach mehr als einem Jahr Pause in Istanbul wieder Gespräche zwischen Teheran und der internationalen Gemeinschaft beginnen. Auch Deutschland ist bei den Beratungen dabei. Außenministerin Hillary Clinton deutete nach Abschluss des Ministertreffens vorsichtigen Optimismus an. "Wir ehrhalten Signale, dass sie Ideen an den Verhandlungstisch mitbringen", sagte sie bei einer Pressekonferenz im Washingtoner Außenministerium über die Teheraner.

Zum Thema machten die Chefdiplomaten auch den möglicherweise bevorstehenden, umstrittenen Raketenstart in Nordkorea: "Wir drängen Nordkoreas Führung, sich an ihre Vereinbarungen zu halten und davon Abstand zu nehmen, den Zyklus der Provokationen voranzutreiben", sagte Clinton.

Es sei eindeutig festgeschrieben, dass dem kommunistischen Land Raketenstarts mit ballistischer Technologie verboten seien. Sollte es sich nicht daran halten, würde sich der Sicherheitsrat umgehend mit Konsequenzen beschäftigen müssen, sagte die US-Außenministerin. Auch angekündigte Nahrungsmittelhilfen stünden auf dem Spiel. Nordkorea hatte angekündigt, zwischen Donnerstag und Montag den Satelliten Kwangmyongsong-3 ("Heller Stern") zur Wetterbeobachtung ins All zu schießen.

Die G8-Beratungen drehten sich auch um die Lage in Syrien. Nach dem erfolgreichen Beginn der Waffenruhe sehen die Minister neue Chancen auf eine friedliche Lösung. "Wir begrüßen, dass ein Waffenstillstand in Syrien begonnen hat", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle. "Wir wollen politische Lösungen und einen Flächenbrand in der Region vermeiden." Clinton nannte die Waffenruhe einen ersten Schritt. "Damit es Bedeutung hat, muss dieser offenbare Waffenstillstand zu einem glaubhaften politischen Prozess führen und zu einem friedlichen demokratischen Übergang."

Clinton und Westerwelle sprachen sich dafür aus, bei Einhaltung des Friedensplans von Sondervermittler Kofi Annan eine internationale Beobachtermission nach Syrien zu schicken. Offen ließ der FDP-Politiker, ob sich Deutschland mit eigenen Soldaten beteiligen würde. "Das ist viel zu früh, um über solche Fragen im Detail zu reden", sagte er. "Die Lage ist unverändert sehr fragil. Wir müssen unbedingt verhindern, dass aus dieser schlimmen Lage in Syrien ein Flächenbrand in der gesamten Region werden könnte."

Mitte Mai findet - ebenfalls in den USA - das alljährliche Gipfeltreffen der G8-Staats- und Regierungschefs statt. Zu der Gruppe gehören die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien, Deutschland, Japan und Russland.

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Rohstoffe

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  • 17.04.2012 | 07:27 Uhr

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    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag keine einheitliche Richtung gezeigt. Während der Preis für Nordsee-Öl mit leichten Verlusten an die Talfahrt vom Vortag anknüpfte, konnte sich der Preis für US-Öl nach guten Konjunkturdaten weiter stabilisieren. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am frühen Morgen 118,24 US-Dollar. Das waren 0,44 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Montag und fast drei Dollar weniger im Vergleich zum Wochenstart. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Mai fiel am frühen Morgen hingegen nur um zwei Cent auf 102,91 Dollar.

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    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag mit der Aussicht auf eine Entspannung im Atomstreit mit dem Iran gesunken. Die Ölpreise setzten damit die Talfahrt der vergangenen Woche weiter fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am frühen Morgen 120,02 US-Dollar. Das waren 1,19 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Mai fiel um 30 Cent auf 102,53 Dollar.

  • 16.04.2012 | 07:27 Uhr

    Ölpreise sinken mit Aussicht auf Entspannung im Atomstreit mit dem Iran

    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Montag mit der Aussicht auf eine Entspannung im Atomstreit mit dem Iran gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am frühen Morgen 119,85 US-Dollar. Das waren 1,36 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Mai fiel um 72 Cent auf 102,11 Dollar.

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  • 13.04.2012 | 12:33 Uhr

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    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag ihre ersten Verluste seit drei Tagen verbucht. Schwächer als erwartete Daten zum chinesischen Wachstum sorgten für Enttäuschung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete im Mittagshandel 121,35 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 53 Cent auf 103,11 Dollar.

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