20.03.2012 | 16:40 Uhr

Saudi-Arabien: Ölförderung kann im Bedarfsfall massiv erhöht werden

DOHA (dpa-AFX) - Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hat im Fall eines Engpasses an den Ölmärkten eine deutliche Ausweitung des Fördermenge in Aussicht gestellt. Nach Aussagen von Naimi vom Dienstag wird der weltweit wichtigste Öllieferant in den Monaten März und April täglich 9,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl fördern. Falls notwendig könne Saudi-Arabien aber die Fördermenge sofort auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen, falls an den Ölmärkten ein Engpass auftreten sollte, sagte Naimi in Doha.

Den jüngsten Höhenflug der Ölpreise erklärte der saudische Ölminister mit einer "ungerechtfertigten Furcht" vor einem Engpass an den Ölmärkten. Zuvor wurde bereits bekannt, dass Saudi-Arabien mit einer Ausweitung seiner Fördermenge den Höhenflug der Ölpreise stoppen und einen Preisrückgang einleiten will. Hierfür sollen künftig die Ölexporte in die USA ausgebaut und zuletzt stillgelegte Ölfelder reaktiviert werden, berichtete die "Financial Times" mit Bezug auf eine Mitteilung der saudischen Regierung vom Vortag. Das Königreich wolle die Ölpreise aus Sorge vor einem Abflauen der Weltwirtschaft wieder auf "ein faires Niveau" zurückführen, zitiert die Zeitung aus einem Kabinettsbeschluss.

Die Ölpreise reagierten zunächst mit deutlichen Verlusten auf die Meldungen aus Saudi-Arabien. Zeitweise verloren die Preise für US-Rohöl und Rohöl der Nordseesorte Brent etwa zwei US-Dollar. Am Nachmittag erholten sich die Ölpreise wieder etwas. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete zuletzt 124,14 US-Dollar. Das waren 1,57 Dollar weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung rutschte um 1,70 Dollar auf 106,39 Dollar.

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Rohstoffe

  • 23.03.2012 | 09:43 Uhr

    IEA plant keine koordinierte Freigabe der Öl-Reserven

    PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Internationale Energieagentur IEA plant derzeit keine koordinierte Freigage der strategischen Ölreserven, um auf die hohen Ölpreise zu reagieren. "Die IEA wurde gegründet, um auf ernste Störungen des Angebots zu reagieren", schreibt IEA-Chefin Maria van der Hoeven in einer Stellungnahme vom späten Donnerstagabend. Da derzeit keine derartigen Störungen absehbar seien, werde auch keine Freigabe der Ölreserven erwogen. Ebenso sei es verfrüht, auf die Freigabe in einzelnen Ländern zu spekulieren, so van der Hoeven.

  • 22.03.2012 | 18:08 Uhr

    Ölpreise mit kräftigen Verlusten - Konjunktursorgen um China und Eurozone

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag deutliche Verluste verbucht und sind auf den tiefsten Stand seit einer Woche gefallen. Konjunktursorgen um China und die Eurozone drückten die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen am späten Nachmittag 122,65 US-Dollar. Das waren 1,53 Dollar weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 2,29 Dollar auf 104,98 Dollar nach.

  • 22.03.2012 | 12:55 Uhr

    Ölpreise unter Druck - Konjunktursorgen um China und Eurozone

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Konjunktursorgen um China und die Eurozone haben die Ölpreise am Donnerstag belastet. Eine unerwartete Stimmungseintrübung unter den Einkaufsmanagern sorgte für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen Mittag 123,34 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,20 Dollar auf 106,07 Dollar.

  • 22.03.2012 | 07:27 Uhr

    Ölpreise im Minus - China und Diskussion um strategische Ölreserven belasten

    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag schwächer tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 123,57 US-Dollar. Das waren 63 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 81 Cent auf 106,46 Dollar.

  • 21.03.2012 | 19:18 Uhr

    Ölpreise uneinheitlich - Erholung nach heftigen Vortagesverlusten

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch uneinheitlich entwickelt. Während die Nordseesorte Brent leichte Verluste verbuchte, konnte US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zulegen und sich von den starken Vortagesverlusten erholen. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Auslieferung im Mai kostete am frühen Abend 123,98 US-Dollar und damit geringfügig weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass WTI zur April-Lieferung stieg dagegen um 80 Cent auf 106,87 Dollar.

  • 21.03.2012 | 13:43 Uhr

    Ölpreise erholen sich leicht vom Vortages-Rückschlag

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch nach einem kräftigen Rückschlag vom Vortag zu einer leichten Erholung angesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Mittag 124,31 US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 30 Cent auf 106,37 Dollar.

  • 21.03.2012 | 12:51 Uhr

    Studie: Superbenzin verteuert sich schneller als Rohöl

    BERLIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Die Mineralölkonzerne haben Autofahrer an der Tankstelle in den vergangenen Monaten viel stärker zur Kasse gebeten, als es allein durch die höheren Ölpreise gerechtfertigt wäre. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hamburger Energie-Experten Steffen Bukold im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen, über die zuerst die "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch) berichtet hat. Danach ist der Preis für Superbenzin in den vergangenen drei Monaten um 11,3 Cent pro Liter gestiegen. Aber nur 6,6 Cent pro Liter ließen sich durch höhere Rohölpreise oder einen veränderten Wechselkurs Euro/Dollar erklären. 4,7 Cent hätten die Konzerne somit zusätzlich aufgeschlagen.

  • 21.03.2012 | 07:29 Uhr

    Ölpreise leicht erholt

    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch leicht von ihren starken Verlusten am Vortag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 124,51 US-Dollar. Das waren 39 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 53 Cent auf 106,60 Dollar.

  • 20.03.2012 | 18:34 Uhr

    Ölpreise unter Druck - Saudi-Arabien will Fördermenge ausweiten

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Saudi-Arabien hat die Ölpreise am Dienstag unter Druck gebracht. Der weltweit wichtigste Lieferant will den jüngsten Preisauftrieb mit verstärkten Exporten in die USA stoppen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am späten Nachmittag 124,14 US-Dollar. Das waren 1,55 Dollar weniger als am Montag. Das Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung verbilligte sich um 1,89 Dollar auf 106,20 Dollar.

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