20.03.2012 | 09:27 Uhr

Saudi-Arabien will Höhenflug der Ölpreise stoppen

LONDON/RIAD/FRANKFURT (dpa-AFX) - Das weltweit wichtigste Ölförderland Saudi-Arabien will mit einer Ausweitung seiner Fördermenge den Höhenflug der Ölpreise stoppen und einen Preisrückgang einleiten. Hierfür sollen künftig die Ölexporte in die USA ausgebaut und zuletzt stillgelegte Ölfelder reaktiviert werden, berichtet die "Financial Times" (Dienstagausgabe) und bezieht sich auf eine Mitteilung der saudischen Regierung vom Vortag. Das Königreich wolle die Ölpreise wieder auf "ein faires Niveau" zurückführen, zitiert die Zeitung aus einem Kabinettsbeschluss.

Als Zielmarke gab die saudische Regierung laut dem Pressebericht einen Ölpreis bei etwa 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) an. Aktuell steht der Preis für Nordsee-Öl bei über 124 Dollar. US-Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) kostet je Fass mehr als 107 Dollar. "Hohe Ölpreise (...) können zu negativen Effekten für die Weltwirtschaft führen", zitiert die Zeitung weiter aus dem Kabinetts-Beschluss. Die "Financial Times" beruft sich bei den Aussagen auf die offizielle saudi-arabische Nachrichtenagentur.

Nach Einschätzung der Commerzbank sind die saudi-arabischen Öllieferungen in die USA bereits in den vergangenen Woche massiv gestiegen. Die Rohstoffexperten der Commerzbank beziehen sich auf Daten der US-Energiebehörde EIA. Demnach sind die saudischen Ölexporte in die größte Volkswirtschaft der Welt "in den ersten zehn Wochen des Jahres 2012 um 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag gestiegen". Das sei der höchste Stand seit Mitte 2008.

Die Tendenz steigender Ölexporte aus Saudi-Arabien scheine sich im März fortzusetzen, hieß es weiter bei der Commerzbank. Seit Monatsanfang sollen weitere neun Supertanker mit einem Fassungsvermögen von zwei Millionen Barrel mit Ziel US-Golfküste gebucht worden sein.

Seit Beginn des Jahres ist der Preis für Nordsee-Öl der Sorte Brent von 107 Dollar auf zeitweise etwa 127 Dollar Anfang März gestiegen. Der Preis für US-Öl sprang im gleichen Zeitraum von etwa 98 Dollar auf zeitweise mehr als 110 Dollar. Volkswirte äußerten sich zuletzt zunehmend besorgt, dass der rasche Anstieg der Ölpreise zu einer ernsten Bedrohung für die Weltwirtschaft werden könnte.

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Rohstoffe

  • 22.03.2012 | 12:55 Uhr

    Ölpreise unter Druck - Konjunktursorgen um China und Eurozone

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Konjunktursorgen um China und die Eurozone haben die Ölpreise am Donnerstag belastet. Eine unerwartete Stimmungseintrübung unter den Einkaufsmanagern sorgte für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen Mittag 123,34 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,20 Dollar auf 106,07 Dollar.

  • 22.03.2012 | 07:27 Uhr

    Ölpreise im Minus - China und Diskussion um strategische Ölreserven belasten

    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag schwächer tendiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 123,57 US-Dollar. Das waren 63 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 81 Cent auf 106,46 Dollar.

  • 21.03.2012 | 19:18 Uhr

    Ölpreise uneinheitlich - Erholung nach heftigen Vortagesverlusten

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch uneinheitlich entwickelt. Während die Nordseesorte Brent leichte Verluste verbuchte, konnte US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zulegen und sich von den starken Vortagesverlusten erholen. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur Auslieferung im Mai kostete am frühen Abend 123,98 US-Dollar und damit geringfügig weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass WTI zur April-Lieferung stieg dagegen um 80 Cent auf 106,87 Dollar.

  • 21.03.2012 | 13:43 Uhr

    Ölpreise erholen sich leicht vom Vortages-Rückschlag

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch nach einem kräftigen Rückschlag vom Vortag zu einer leichten Erholung angesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Mittag 124,31 US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 30 Cent auf 106,37 Dollar.

  • 21.03.2012 | 12:51 Uhr

    Studie: Superbenzin verteuert sich schneller als Rohöl

    BERLIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Die Mineralölkonzerne haben Autofahrer an der Tankstelle in den vergangenen Monaten viel stärker zur Kasse gebeten, als es allein durch die höheren Ölpreise gerechtfertigt wäre. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hamburger Energie-Experten Steffen Bukold im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen, über die zuerst die "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch) berichtet hat. Danach ist der Preis für Superbenzin in den vergangenen drei Monaten um 11,3 Cent pro Liter gestiegen. Aber nur 6,6 Cent pro Liter ließen sich durch höhere Rohölpreise oder einen veränderten Wechselkurs Euro/Dollar erklären. 4,7 Cent hätten die Konzerne somit zusätzlich aufgeschlagen.

  • 21.03.2012 | 07:29 Uhr

    Ölpreise leicht erholt

    SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch leicht von ihren starken Verlusten am Vortag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 124,51 US-Dollar. Das waren 39 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 53 Cent auf 106,60 Dollar.

  • 20.03.2012 | 18:34 Uhr

    Ölpreise unter Druck - Saudi-Arabien will Fördermenge ausweiten

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Saudi-Arabien hat die Ölpreise am Dienstag unter Druck gebracht. Der weltweit wichtigste Lieferant will den jüngsten Preisauftrieb mit verstärkten Exporten in die USA stoppen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am späten Nachmittag 124,14 US-Dollar. Das waren 1,55 Dollar weniger als am Montag. Das Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung verbilligte sich um 1,89 Dollar auf 106,20 Dollar.

  • 20.03.2012 | 16:40 Uhr

    Saudi-Arabien: Ölförderung kann im Bedarfsfall massiv erhöht werden

    DOHA (dpa-AFX) - Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hat im Fall eines Engpasses an den Ölmärkten eine deutliche Ausweitung des Fördermenge in Aussicht gestellt. Nach Aussagen von Naimi vom Dienstag wird der weltweit wichtigste Öllieferant in den Monaten März und April täglich 9,9 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl fördern. Falls notwendig könne Saudi-Arabien aber die Fördermenge sofort auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen, falls an den Ölmärkten ein Engpass auftreten sollte, sagte Naimi in Doha.

  • 20.03.2012 | 12:51 Uhr

    Ölpreise sinken - Saudi-Arabien will Preise drücken

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag nach Meldungen über eine höhere Fördermenge in Saudi-Arabien gesunken. Das größte Förderland der Welt will mit verstärkten Exporten in die USA den jüngsten Höhenflug der Ölpreise an den Weltmärkten stoppen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen Mittag 124,40 US-Dollar. Das waren 1,31 Dollar weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung sank um 64 Cent auf 107,45 Dollar.

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