LONDON/RIAD/FRANKFURT (dpa-AFX) - Das weltweit wichtigste Ölförderland
Saudi-Arabien will mit einer Ausweitung seiner Fördermenge den Höhenflug der
Ölpreise stoppen und einen Preisrückgang einleiten. Hierfür sollen künftig die
Ölexporte in die USA ausgebaut und zuletzt stillgelegte Ölfelder reaktiviert
werden, berichtet die "Financial Times" (Dienstagausgabe) und bezieht sich auf
eine Mitteilung der saudischen Regierung vom Vortag. Das Königreich wolle die
Ölpreise wieder auf "ein faires Niveau" zurückführen, zitiert die Zeitung aus
einem Kabinettsbeschluss.
Als Zielmarke gab die saudische Regierung laut dem Pressebericht einen
Ölpreis bei etwa 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter) an. Aktuell steht der Preis
für Nordsee-Öl bei über 124 Dollar. US-Rohöl der Marke West Texas Intermediate
(WTI) kostet je Fass mehr als 107 Dollar. "Hohe Ölpreise (...) können zu
negativen Effekten für die Weltwirtschaft führen", zitiert die Zeitung weiter
aus dem Kabinetts-Beschluss. Die "Financial Times" beruft sich bei den Aussagen
auf die offizielle saudi-arabische Nachrichtenagentur.
Nach Einschätzung der Commerzbank sind die saudi-arabischen Öllieferungen in
die USA bereits in den vergangenen Woche massiv gestiegen. Die Rohstoffexperten
der Commerzbank beziehen sich auf Daten der US-Energiebehörde EIA. Demnach sind
die saudischen Ölexporte in die größte Volkswirtschaft der Welt "in den ersten
zehn Wochen des Jahres 2012 um 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 1,5
Millionen Barrel pro Tag gestiegen". Das sei der höchste Stand seit Mitte 2008.
Die Tendenz steigender Ölexporte aus Saudi-Arabien scheine sich im März
fortzusetzen, hieß es weiter bei der Commerzbank. Seit Monatsanfang sollen
weitere neun Supertanker mit einem Fassungsvermögen von zwei Millionen Barrel
mit Ziel US-Golfküste gebucht worden sein.
Seit Beginn des Jahres ist der Preis für Nordsee-Öl der Sorte Brent von 107
Dollar auf zeitweise etwa 127 Dollar Anfang März gestiegen. Der Preis für US-Öl
sprang im gleichen Zeitraum von etwa 98 Dollar auf zeitweise mehr als 110
Dollar. Volkswirte äußerten sich zuletzt zunehmend besorgt, dass der rasche
Anstieg der Ölpreise zu einer ernsten Bedrohung für die Weltwirtschaft werden
könnte.
22.03.2012 | 12:55 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Konjunktursorgen um China und die Eurozone
haben die Ölpreise am Donnerstag belastet. Eine unerwartete Stimmungseintrübung
unter den Einkaufsmanagern sorgte für schlechte Stimmung an den Finanzmärkten.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen
Mittag 123,34 US-Dollar. Das waren 85 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis
für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,20 Dollar auf
106,07 Dollar.
22.03.2012 | 07:27 Uhr
SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag schwächer tendiert.
Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am
Morgen 123,57 US-Dollar. Das waren 63 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis
für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 81 Cent auf
106,46 Dollar.
21.03.2012 | 19:18 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch
uneinheitlich entwickelt. Während die Nordseesorte Brent leichte Verluste
verbuchte, konnte US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zulegen und
sich von den starken Vortagesverlusten erholen. Ein Barrel (159 Liter) Brent zur
Auslieferung im Mai kostete am frühen Abend 123,98 US-Dollar und damit
geringfügig weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass WTI zur
April-Lieferung stieg dagegen um 80 Cent auf 106,87 Dollar.
21.03.2012 | 13:43 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch nach einem
kräftigen Rückschlag vom Vortag zu einer leichten Erholung angesetzt. Ein Barrel
(159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am Mittag 124,31
US-Dollar. Das waren 19 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der
US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 30 Cent auf 106,37
Dollar.
21.03.2012 | 12:51 Uhr
BERLIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Die Mineralölkonzerne haben Autofahrer an der
Tankstelle in den vergangenen Monaten viel stärker zur Kasse gebeten, als es
allein durch die höheren Ölpreise gerechtfertigt wäre. Das ist das Ergebnis
einer Studie des Hamburger Energie-Experten Steffen Bukold im Auftrag der
Bundestagsfraktion der Grünen, über die zuerst die "Saarbrücker Zeitung"
(Mittwoch) berichtet hat. Danach ist der Preis für Superbenzin in den
vergangenen drei Monaten um 11,3 Cent pro Liter gestiegen. Aber nur 6,6 Cent pro
Liter ließen sich durch höhere Rohölpreise oder einen veränderten Wechselkurs
Euro/Dollar erklären. 4,7 Cent hätten die Konzerne somit zusätzlich
aufgeschlagen.
21.03.2012 | 07:29 Uhr
SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Mittwoch leicht von ihren
starken Verlusten am Vortag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte
Brent zur Lieferung im Mai kostete am Morgen 124,51 US-Dollar. Das waren 39 Cent
mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas
Intermediate (WTI) stieg etwas stärker um 53 Cent auf 106,60 Dollar.
20.03.2012 | 18:34 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Saudi-Arabien hat die Ölpreise am Dienstag
unter Druck gebracht. Der weltweit wichtigste Lieferant will den jüngsten
Preisauftrieb mit verstärkten Exporten in die USA stoppen. Ein Barrel (159
Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am späten Nachmittag
124,14 US-Dollar. Das waren 1,55 Dollar weniger als am Montag. Das Fass der
US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung verbilligte sich um
1,89 Dollar auf 106,20 Dollar.
20.03.2012 | 16:40 Uhr
DOHA (dpa-AFX) - Der saudi-arabische Ölminister Ali Al-Naimi hat im Fall
eines Engpasses an den Ölmärkten eine deutliche Ausweitung des Fördermenge in
Aussicht gestellt. Nach Aussagen von Naimi vom Dienstag wird der weltweit
wichtigste Öllieferant in den Monaten März und April täglich 9,9 Millionen
Barrel (je 159 Liter) Rohöl fördern. Falls notwendig könne Saudi-Arabien aber
die Fördermenge sofort auf bis zu 12,5 Millionen Barrel erhöhen, falls an den
Ölmärkten ein Engpass auftreten sollte, sagte Naimi in Doha.
20.03.2012 | 12:51 Uhr
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag nach
Meldungen über eine höhere Fördermenge in Saudi-Arabien gesunken. Das größte
Förderland der Welt will mit verstärkten Exporten in die USA den jüngsten
Höhenflug der Ölpreise an den Weltmärkten stoppen. Ein Barrel (159 Liter) der
Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen Mittag 124,40 US-Dollar.
Das waren 1,31 Dollar weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte
West Texas Intermediate (WTI) zur April-Lieferung sank um 64 Cent auf 107,45
Dollar.