29.06.2012 | 09:30 Uhr

Starke Entspannung bei spanischen und italienischen Anleihen nach EU-Gipfel

MADRID/ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Staatsanleihen der angeschlagenen Euroländer Spanien und Italien haben am Freitag mit einem massiven Rückgang der Zinssätze auf die Beschlüsse des wichtigen EU-Gipfels zur Schuldenkrise reagiert. In Madrid sank die Rendite für richtungsweisende Anleihen mit der Laufzeit von zehn Jahren im Vormittagshandel um 0,54 Prozentpunkte auf 6,31 Prozent. Am Vortag stand der Zinssatz zeitweise knapp unter der Marke von sieben Prozent und damit auf einem Niveau, das die Staatsfinanzierung auf lange Sicht kaum mehr möglich macht.

Eine starke Entspannung der Lage zeigte sich auch bei den Staatspapieren in Italien. Hier sank die Rendite der zehnjährigen Anleihen am Morgen deutlich unter die Marke von sechs Prozent und damit auf ein etwas gemäßigteres Niveau. Zuletzt gab der Zinssatz um 0,42 Punkte auf 5,74 Prozent nach.

In Brüssel verständigten sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone in der Nacht zum Freitag darauf, den großen Krisenländern Spanien und Italien unter die Arme zu greifen. Darüber hinaus sollen künftig nicht nur Staaten, sondern auch Banken direkt auf die Rettungsfonds zugreifen können, sobald eine zentrale Finanzaufsicht installiert ist. Zudem wurde ein Wachstumspakt über 120 Milliarden Euro beschlossen.

Noch heftiger zeigte sich die Kursreaktion bei spanischen und italienischen Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten. Bei zweijährigen Papieren aus Spanien gab die Rendite am Morgen um 0,76 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent nach. Bei italienischen Titeln gleicher Laufzeit ging sie ähnlich stark auf 3,42 Prozent zurück. Geringere Zinskosten entlasten die angespannten öffentlichen Haushalte in den Krisenländern.

Für Belastung sorgten die Gipfelbeschlüsse unterdessen bei Bundesanleihen, die bei den Anlegern als besonders sicher gelten. Die Kurse deutscher Staatsanleihen gerieten im Vormittagshandel stark unter Verkaufsdruck. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sprang am Morgen um 0,15 Punkte auf 1,66 Prozent nach oben. Das ist der höchste Wert seit April.

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Rentenmarkt

  • 02.07.2012 | 08:39 Uhr

    Deutsche Anleihen: Leichte Kursgewinne - Warten auf Einkaufsmanagerdaten

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Anleihenmarkt sind die Kurse am Montag mit leichten Gewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Am Morgen stieg der richtungsweisende Euro-Bund-Future um 0,07 Prozent auf 141,00 Punkte. Am Freitag hatten die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Euro-Schuldenkrise die Kurse der Bundesanleihen noch massiv unter Verkaufsdruck gesetzt und Händler sprechen am Morgen von einer Gegenbewegung am deutschen Rentenmarkt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel um etwa fünf Basispunkte auf 1,53 Prozent.

  • 01.07.2012 | 17:25 Uhr

    ROUNDUP/FDP widerspricht Schäuble: Niemals Euro-Bonds

    BERLIN (dpa-AFX) - Außenminister Guido Westerwelle (FDP) warnt nach den Beschlüssen des Brüsseler EU-Gipfels vor einer gemeinsamen Haftung für die Schulden von Euro-Ländern. "Zu wenig Solidarität gefährdet Europa, zu viel Solidarität gefährdet Europa nicht minder", sagte Westerwelle der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Dem Bericht zufolge gibt es in der FDP Verärgerung über Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der im Bundestag am Freitag gesagt hatte, gemeinschaftliche Anleihen (Euro-Bonds) seien erst dann möglich, wenn es auch eine gemeinsame Finanzpolitik in der Europäischen Union gebe.

  • 01.07.2012 | 09:53 Uhr

    Allianz-Tochter Pimco sieht Deutschland nicht als sicheren Hafen

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der weltgrößte Anleiheinvestor Pimco schraubt seine Anlagen in deutsche Bundesanleihen zurück. "Wir erwarten, dass Deutschland seine Rolle als sicherer Hafen verlieren wird", sagte Deutschlandchef Andrew Bosomworth der "Wirtschaftswoche". Auf den Staat kämen unabsehbare Lasten zu. "Überlebt die Euro-Zone, was wir hoffen und erwarten, zahlt Deutschland über Rettungsschirme und Euro-Bonds. Zerfällt sie, muss es Geld für die Bewältigung der folgenden Rezession und die Rettung von Banken ausgeben". Deshalb habe die Allianz-Tochter auf die Teilnahme an Neuemissionen in Europa verzichtet und alte Bestände reduziert. "Stattdessen konzentrieren wir uns etwa auf Emittenten aus den USA, Großbritannien oder Skandinavien."

  • 29.06.2012 | 21:54 Uhr

    US-Anleihen: Überwiegend Verluste nach EU-Gipfelbeschlüssen

    NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Staatsanleihen haben am Freitag angesichts positiv aufgenommener Ergebnisse des wichtigen EU-Gipfels zur Schuldenkrise überwiegend Verluste verbucht. Vor allem lang laufende Staatsanleihen mussten kräftige Abschläge hinnehmen.

  • 29.06.2012 | 18:36 Uhr

    ROUNDUP: Starke Entspannung bei spanischen und italienischen Anleihen

    MADRID/ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Beschlüsse des Brüsseler EU-Krisengipfels zeigen zumindest kurzfristig starke Wirkung an den Anleihemärkten: Die Renditen für Staatspapiere der angeschlagenen Euroländer Spanien und Italien sind am Freitag massiv gesunken. Experten warnen allerdings bereits vor Risiken und Nebenwirkungen der angekündigten Maßnahmen.

  • 29.06.2012 | 17:54 Uhr

    Deutsche Anleihen tief im Minus - Gipfelergebnisse belasten

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Beschlüsse des Brüsseler EU-Krisengipfels haben die deutschen Staatsanleihen am Freitag stark unter Druck gebracht. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank bis zum späten Nachmittag um 0,61 Prozent auf 140,84 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg im Gegenzug kräftig um sieben Basispunkte auf 1,58 Prozent.

  • 29.06.2012 | 15:15 Uhr

    US-Anleihen: Deutliche Verluste nach EU-Gipfelbeschlüssen

    NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Staatsanleihen sind am Freitag angesichts positiv aufgenommener Ergebnisse des wichtigen EU-Gipfels zur Schuldenkrise mit deutlichen Verlusten in den Handel gegangen. Vor allem lang laufende Treasuries mussten kräftige Abschläge hinnehmen.

  • 29.06.2012 | 13:09 Uhr

    Deutsche Anleihen nach Gipfelbeschlüssen unter Druck

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die positiven Finanzmarkt-Reaktionen auf die Beschlüsse des Brüsseler EU-Krisengipfels haben die deutschen Staatsanleihen am Freitag stark unter Druck gebracht. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank bis zum Mittag um 0,88 Prozent auf 140,47 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg kräftig um zehn Basispunkte auf 1,61 Prozent.

  • 29.06.2012 | 08:41 Uhr

    Deutsche Anleihen: Starke Verluste nach Gipfelbeschlüssen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Staatsanleihen haben am Freitag mit starken Abschlägen auf die Beschlüsse des wichtigen EU-Gipfels zur Schuldenkrise reagiert. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future sank am Morgen deutlich um 0,95 Prozent auf 140,38 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg kräftig um 11 Basispunkte auf 1,62 Prozent.

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