16.05.2012 | 05:51 Uhr

Entscheidung im Frankfurter Telekom-Prozess erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt geht heute (Mittwoch/10.00) voraussichtlich der Prozess von rund 17 000 enttäuschten Kleinanlegern gegen die Deutsche Telekom AG zu Ende. Die Prozessbeteiligten erwarten am 18. Verhandlungstag einen Musterbeschluss des Senats zur Frage, ob der Verkaufsprospekt zum dritten Börsengang im Jahr 2000 gravierende Fehler enthielt. Es ist aber auch möglich, dass das Gericht einen erneuten Beweisbeschluss fasst. Die Entscheidung würde sich dann verschieben.

Rechtsfrieden wird mit der Entscheidung aber keinesfalls eintreten, denn beide Seiten haben angekündigt, im Fall einer Niederlage vor den Bundesgerichtshof in Karlsruhe zu ziehen. Die Kläger verlangen von der Telekom, der Bundesrepublik und ihrer KfW-Bank zusammen rund 80 Millionen Euro Schadensersatz wegen fehlerhafter Angaben im Börsenprospekt. Die Telekom hat stets die Rechtmäßigkeit des Prospekts betont.

Die Anleger haben massive Kursverluste erlitten. Beim sogenannten dritten Börsengang waren die mehrfach überzeichneten Aktien zu einem Kurs von 63,50 Euro vor allem an Privatanleger ausgegeben worden. Danach stürzte der Kurs ab und liegt aktuell bei rund 9 Euro. Bund und KfW halten gemeinsam immer noch 32 Prozent der Aktien an dem ehemaligen Staatsunternehmen.

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Fonds

  • 21.05.2012 | 16:48 Uhr

    ROUNDUP: Krise der Immobilienfonds: CS Euroreal macht dicht

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Krise der offenen Immobilienfonds fordert ein weiteres Opfer: Der milliardenschwere CS Euroreal wird abgewickelt, rund 200 000 Sparer kommen vorerst nicht mehr an ihr Geld. Genauso wie vor kurzem der Konkurrent SEB Immoinvest hatte auch der Fonds der Schweizer Großbank Credit Suisse seinen Anlegern nach zwei Jahren erstmals wieder angeboten, ihre Anteile zurückzugeben.

  • 21.05.2012 | 15:43 Uhr

    Krise der Immobilienfonds: Auch CS Euroreal wird abgewickelt

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Krise der offenen Immobilienfonds fordert ein weiteres Opfer: Der milliardenschwere CS Euroreal wird abgewickelt, rund 200.000 Sparer kommen vorerst nicht mehr an ihr Geld. Genauso wie zuvor der SEB Immoinvest hatte auch der Fonds der Schweizer Großbank Credit Suisse seinen Anlegern nach zwei Jahren erstmals wieder angeboten, ihre Anteile zurückzugeben.

  • 21.05.2012 | 14:01 Uhr

    ANALYSE: Chancen auf Erholung am Aktienmarkt stehen 'nicht so schlecht' - Sentix

    LIMBURG (dpa-AFX) - Die Chancen auf eine Erholung am Aktienmarkt stehen den Experten von Sentix zufolge "nicht so schlecht". Analyst Patrick Hussy begründete dies in einer aktuellen Studie mit der sogenannten Konträrtheorie, wonach es sich lohnen kann, gerade bei einer sehr trüben Anlegerstimmung ("Sentiment") Aktien zu kaufen. Die Idee dabei ist, dass das Sentiment bald einen Tiefpunkt erreicht hat und deshalb nicht weiter fallen sollte. Damit wäre der Weg frei für eine Aufhellung der Stimmung und für steigende Aktienkurse.

  • 19.05.2012 | 10:07 Uhr

    HINTERGRUND: Drama um offene Immobilienfonds könnte versöhnlich enden

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Drama um die offenen Immobilienfonds erreicht am Montag (21.5.) einen neuen Höhepunkt. Dann entscheidet sich, ob mit dem CS Euroreal der Schweizer Großbank Credit Suisse der nunmehr zehnte offene Immobilienfonds abgewickelt werden muss. In diesem Fall wären etwa 27 Milliarden Euro an Fondsgeldern erst einmal weiter dem Zugriff der Anleger entzogen. Insgesamt stecken derzeit in Deutschland rund 85 Milliarden Euro in offenen Immobilienfonds - auch die Ersparnisse von Kleinanlegern sind dabei.

  • 16.05.2012 | 15:07 Uhr

    HINTERGRUND: Im Test durchgefallen - Bei Bankberatung noch vieles im Argen

    FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Eigentlich sollte alles besser werden. In der Krise entdeckten viele Banken den Kunden neu, der Gesetzgeber verordnete mehr Transparenz, die Finanzbranche versprach, dem Kasinokapitalismus abzuschwören. Doch das jüngste Urteil der Stiftung Warentest zur Beratungsqualität deutscher Geldinstitute fällt verheerend aus: "Filialbanken behindern Kunden beim Kreditvergleich und schädigen sie mit falschen Schufa-Einträgen." Allein Direktbanken schneiden besser ab - Institute also, bei denen der Kunde in der Regel gar keinen Kontakt mit einem Berater hat, sondern Bankgeschäfte und Kreditanträge übers Internet abwickelt.

  • 16.05.2012 | 13:11 Uhr

    ROUNDUP 2: Kleinaktionäre unterliegen im Telekom-Prozess - Gang zum BGH

    (neu: Weitere Details)

  • 16.05.2012 | 11:01 Uhr

    Telekom-Aktionäre gehen vor den BGH

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach ihrer Niederlage vor dem Oberlandesgericht Frankfurt geben sich die klagenden Kleinaktionäre der Deutschen Telekom nicht zufrieden. "In diesen Minuten wird die Revision beim Bundesgerichtshof eingereicht", erklärte der Anwalt des Musterklägers, Andreas Tilp, am Mittwoch unmittelbar nach der Verkündung des Beschlusses. Er gehe davon aus, dass der BGH die "falsche Entscheidung" des OLG aufheben werde. Das OLG hat keinen gravierenden Fehler in dem Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 entdeckt und daher die Schadensersatzklagen der Anleger abgewiesen.

  • 16.05.2012 | 10:43 Uhr

    ROUNDUP: Kleinaktionäre gehen im Telekom-Prozess leer aus

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Schlappe für die Kleinaktionäre der Deutschen Telekom AG: Die rund 17.000 Kläger gehen im Frankfurter Anlegerschutzprozess um den dritten Börsengang des früheren Staatsunternehmens leer aus. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat am Mittwoch in einem Musterprozess entschieden, dass der Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 keine gravierenden Fehler enthielt. Die Anleger könnten daher keinen Schadensersatz geltend machen.

  • 16.05.2012 | 10:29 Uhr

    Kleinaktionäre gehen im Telekom-Prozess leer aus

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Schlappe für die Kleinaktionäre der Deutschen Telekom AG: Die rund 17.000 Kläger gehen im Frankfurter Anlegerschutzprozess um den dritten Börsengang des früheren Staatsunternehmens leer aus. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat am Mittwoch in einem Musterprozess entschieden, dass der Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 keine gravierenden Fehler enthielt. Die Anleger könnten daher keinen Schadensersatz geltend machen. Der größte Anlegerprozess hatte vor vier Jahren beim Oberlandesgericht begonnen. Die ersten Klagen stammen aus dem Jahr 2001. Es gilt als sicher, dass das Verfahren vor den Bundesgerichtshof gebracht wird.

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