15.05.2012 | 14:40 Uhr

WDH/ROUNDUP: Verbraucherschützer: Regierung muss Banken stärker kontrollieren

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat die Regierung aufgefordert, die Kreditberatung von Banken wirksamer zu kontrollieren und Verstöße konsequent zu ahnden. "Es ist offensichtlich, dass viele Banken handeln, wie es ihnen passt", sagte der Bankenexperte des Verbandes (vzbv), Frank-Christian Pauli, der Nachrichtenagentur dpa mit Blick auf eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Untersuchung der Stiftung Warentest zur Kreditberatung von Direkt- und Filialbanken. "Das Ergebnis ist verheerend. Die Institute haben in großer Folge versagt mit einfachen Rechtspflichten", beklagte Pauli. Bei dem Test hatten vor allem die Filialbanken schlecht abgeschnitten.

Seit Sommer 2010 müssen die Verbraucher vor Vertragsschluss individuell über das Kreditprodukt informiert werden, um Angebote vergleichen zu können. Dass viele Banken in diesem Zusammenhang den Interessenten das vorgeschriebene Formblatt - die Europäische Standardinformation für Verbraucherkredite - nicht aushändigten, sei unglaublich.

Die Regierung müsse dafür sorgen, dass die EU-Vorgaben auch eingehalten würden, sagte Pauli. "Die Institute konnten nur in dieser geradezu organisierten Form gegen das Recht verstoßen, wenn sie davon ausgehen durften, dass ihnen dafür niemand auf die Füße tritt". Der vzbv will nach Worten Paulis nun die EU-Kommission offiziell über die Mängel informieren und darauf pochen, dass die Vorgaben auch hierzulande beachtet würden. Er forderte die Bundesregierung auf, die Finanzaufsicht in die Lage zu versetzen, die Banken wirksam zu kontrollieren und Sanktionen zu verhängen.

Den Verbraucherschützer stört vor allem, dass es sich bei den von der Stiftung Warentest gerügten Mängeln im Grunde um altbekannte Probleme handele: Neben dem häufig nicht ausgehändigten Informationsblatt seien auch die Themen Restschuldversicherung und fehlerhafte Schufa-Anfragen durch die Institute immer wieder ein Problem, sagte Pauli. "Es sind alte Probleme, die einfach nicht abgestellt werden", so der Bankenexperte.

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Fonds

  • 21.05.2012 | 14:01 Uhr

    ANALYSE: Chancen auf Erholung am Aktienmarkt stehen 'nicht so schlecht' - Sentix

    LIMBURG (dpa-AFX) - Die Chancen auf eine Erholung am Aktienmarkt stehen den Experten von Sentix zufolge "nicht so schlecht". Analyst Patrick Hussy begründete dies in einer aktuellen Studie mit der sogenannten Konträrtheorie, wonach es sich lohnen kann, gerade bei einer sehr trüben Anlegerstimmung ("Sentiment") Aktien zu kaufen. Die Idee dabei ist, dass das Sentiment bald einen Tiefpunkt erreicht hat und deshalb nicht weiter fallen sollte. Damit wäre der Weg frei für eine Aufhellung der Stimmung und für steigende Aktienkurse.

  • 19.05.2012 | 10:07 Uhr

    HINTERGRUND: Drama um offene Immobilienfonds könnte versöhnlich enden

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Drama um die offenen Immobilienfonds erreicht am Montag (21.5.) einen neuen Höhepunkt. Dann entscheidet sich, ob mit dem CS Euroreal der Schweizer Großbank Credit Suisse der nunmehr zehnte offene Immobilienfonds abgewickelt werden muss. In diesem Fall wären etwa 27 Milliarden Euro an Fondsgeldern erst einmal weiter dem Zugriff der Anleger entzogen. Insgesamt stecken derzeit in Deutschland rund 85 Milliarden Euro in offenen Immobilienfonds - auch die Ersparnisse von Kleinanlegern sind dabei.

  • 16.05.2012 | 15:07 Uhr

    HINTERGRUND: Im Test durchgefallen - Bei Bankberatung noch vieles im Argen

    FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Eigentlich sollte alles besser werden. In der Krise entdeckten viele Banken den Kunden neu, der Gesetzgeber verordnete mehr Transparenz, die Finanzbranche versprach, dem Kasinokapitalismus abzuschwören. Doch das jüngste Urteil der Stiftung Warentest zur Beratungsqualität deutscher Geldinstitute fällt verheerend aus: "Filialbanken behindern Kunden beim Kreditvergleich und schädigen sie mit falschen Schufa-Einträgen." Allein Direktbanken schneiden besser ab - Institute also, bei denen der Kunde in der Regel gar keinen Kontakt mit einem Berater hat, sondern Bankgeschäfte und Kreditanträge übers Internet abwickelt.

  • 16.05.2012 | 13:11 Uhr

    ROUNDUP 2: Kleinaktionäre unterliegen im Telekom-Prozess - Gang zum BGH

    (neu: Weitere Details)

  • 16.05.2012 | 11:01 Uhr

    Telekom-Aktionäre gehen vor den BGH

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach ihrer Niederlage vor dem Oberlandesgericht Frankfurt geben sich die klagenden Kleinaktionäre der Deutschen Telekom nicht zufrieden. "In diesen Minuten wird die Revision beim Bundesgerichtshof eingereicht", erklärte der Anwalt des Musterklägers, Andreas Tilp, am Mittwoch unmittelbar nach der Verkündung des Beschlusses. Er gehe davon aus, dass der BGH die "falsche Entscheidung" des OLG aufheben werde. Das OLG hat keinen gravierenden Fehler in dem Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 entdeckt und daher die Schadensersatzklagen der Anleger abgewiesen.

  • 16.05.2012 | 10:43 Uhr

    ROUNDUP: Kleinaktionäre gehen im Telekom-Prozess leer aus

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Schlappe für die Kleinaktionäre der Deutschen Telekom AG: Die rund 17.000 Kläger gehen im Frankfurter Anlegerschutzprozess um den dritten Börsengang des früheren Staatsunternehmens leer aus. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat am Mittwoch in einem Musterprozess entschieden, dass der Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 keine gravierenden Fehler enthielt. Die Anleger könnten daher keinen Schadensersatz geltend machen.

  • 16.05.2012 | 10:29 Uhr

    Kleinaktionäre gehen im Telekom-Prozess leer aus

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Schlappe für die Kleinaktionäre der Deutschen Telekom AG: Die rund 17.000 Kläger gehen im Frankfurter Anlegerschutzprozess um den dritten Börsengang des früheren Staatsunternehmens leer aus. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat am Mittwoch in einem Musterprozess entschieden, dass der Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 keine gravierenden Fehler enthielt. Die Anleger könnten daher keinen Schadensersatz geltend machen. Der größte Anlegerprozess hatte vor vier Jahren beim Oberlandesgericht begonnen. Die ersten Klagen stammen aus dem Jahr 2001. Es gilt als sicher, dass das Verfahren vor den Bundesgerichtshof gebracht wird.

  • 16.05.2012 | 05:51 Uhr

    Entscheidung im Frankfurter Telekom-Prozess erwartet

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt geht heute (Mittwoch/10.00) voraussichtlich der Prozess von rund 17 000 enttäuschten Kleinanlegern gegen die Deutsche Telekom AG zu Ende. Die Prozessbeteiligten erwarten am 18. Verhandlungstag einen Musterbeschluss des Senats zur Frage, ob der Verkaufsprospekt zum dritten Börsengang im Jahr 2000 gravierende Fehler enthielt. Es ist aber auch möglich, dass das Gericht einen erneuten Beweisbeschluss fasst. Die Entscheidung würde sich dann verschieben.

  • 15.05.2012 | 17:30 Uhr

    GESAMT-ROUNDUP: Miserables Testergebnis für Kreditberatung von Filialbanken

    BERLIN (dpa-AFX) - Wer bei der Suche nach einem Kredit auf seine Bankfiliale baut, ist nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest oft schlecht beraten. Bei den Kreditangeboten fehlten häufig wichtige Angaben, die Kunden könnten sie deshalb nicht mit denen anderer Banken vergleichen. Im Gegensatz dazu bewerteten die Verbraucherschützer die Internet-Kreditangebote von Direktbanken überwiegend mit "sehr gut". Schlecht eingestufte Filialbanken räumten am Dienstag Schwächen ein. Sie stellten aber auch fest, dass die Regeln für die Kundeninformation nicht so eindeutig seien wie von der Stiftung Warentest dargestellt.

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