BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat die
Regierung aufgefordert, die Kreditberatung von Banken wirksamer zu kontrollieren
und Verstöße konsequent zu ahnden. "Es ist offensichtlich, dass viele Banken
handeln, wie es ihnen passt", sagte der Bankenexperte des Verbandes (vzbv),
Frank-Christian Pauli, der Nachrichtenagentur dpa mit Blick auf eine am Dienstag
in Berlin vorgestellte Untersuchung der Stiftung Warentest zur Kreditberatung
von Direkt- und Filialbanken. "Das Ergebnis ist verheerend. Die Institute haben
in großer Folge versagt mit einfachen Rechtspflichten", beklagte Pauli. Bei dem
Test hatten vor allem die Filialbanken schlecht abgeschnitten.
Seit Sommer 2010 müssen die Verbraucher vor Vertragsschluss individuell über
das Kreditprodukt informiert werden, um Angebote vergleichen zu können. Dass
viele Banken in diesem Zusammenhang den Interessenten das vorgeschriebene
Formblatt - die Europäische Standardinformation für Verbraucherkredite - nicht
aushändigten, sei unglaublich.
Die Regierung müsse dafür sorgen, dass die EU-Vorgaben auch eingehalten
würden, sagte Pauli. "Die Institute konnten nur in dieser geradezu organisierten
Form gegen das Recht verstoßen, wenn sie davon ausgehen durften, dass ihnen
dafür niemand auf die Füße tritt". Der vzbv will nach Worten Paulis nun die
EU-Kommission offiziell über die Mängel informieren und darauf pochen, dass die
Vorgaben auch hierzulande beachtet würden. Er forderte die Bundesregierung auf,
die Finanzaufsicht in die Lage zu versetzen, die Banken wirksam zu kontrollieren
und Sanktionen zu verhängen.
Den Verbraucherschützer stört vor allem, dass es sich bei den von der
Stiftung Warentest gerügten Mängeln im Grunde um altbekannte Probleme handele:
Neben dem häufig nicht ausgehändigten Informationsblatt seien auch die Themen
Restschuldversicherung und fehlerhafte Schufa-Anfragen durch die Institute immer
wieder ein Problem, sagte Pauli. "Es sind alte Probleme, die einfach nicht
abgestellt werden", so der Bankenexperte.
21.05.2012 | 14:01 Uhr
LIMBURG (dpa-AFX) - Die Chancen auf eine Erholung am Aktienmarkt stehen den
Experten von Sentix zufolge "nicht so schlecht". Analyst Patrick Hussy
begründete dies in einer aktuellen Studie mit der sogenannten Konträrtheorie,
wonach es sich lohnen kann, gerade bei einer sehr trüben Anlegerstimmung
("Sentiment") Aktien zu kaufen. Die Idee dabei ist, dass das Sentiment bald
einen Tiefpunkt erreicht hat und deshalb nicht weiter fallen sollte. Damit wäre
der Weg frei für eine Aufhellung der Stimmung und für steigende Aktienkurse.
19.05.2012 | 10:07 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Drama um die offenen Immobilienfonds erreicht am
Montag (21.5.) einen neuen Höhepunkt. Dann entscheidet sich, ob mit dem CS
Euroreal der Schweizer Großbank Credit Suisse der nunmehr
zehnte offene Immobilienfonds abgewickelt werden muss. In diesem Fall wären etwa
27 Milliarden Euro an Fondsgeldern erst einmal weiter dem Zugriff der Anleger
entzogen. Insgesamt stecken derzeit in Deutschland rund 85 Milliarden Euro in
offenen Immobilienfonds - auch die Ersparnisse von Kleinanlegern sind dabei.
16.05.2012 | 15:07 Uhr
FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Eigentlich sollte alles besser werden. In der
Krise entdeckten viele Banken den Kunden neu, der Gesetzgeber verordnete mehr
Transparenz, die Finanzbranche versprach, dem Kasinokapitalismus abzuschwören.
Doch das jüngste Urteil der Stiftung Warentest zur Beratungsqualität deutscher
Geldinstitute fällt verheerend aus: "Filialbanken behindern Kunden beim
Kreditvergleich und schädigen sie mit falschen Schufa-Einträgen." Allein
Direktbanken schneiden besser ab - Institute also, bei denen der Kunde in der
Regel gar keinen Kontakt mit einem Berater hat, sondern Bankgeschäfte und
Kreditanträge übers Internet abwickelt.
16.05.2012 | 13:11 Uhr
(neu: Weitere Details)
16.05.2012 | 11:01 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach ihrer Niederlage vor dem Oberlandesgericht
Frankfurt geben sich die klagenden Kleinaktionäre der Deutschen Telekom
nicht zufrieden. "In diesen Minuten wird die Revision beim
Bundesgerichtshof eingereicht", erklärte der Anwalt des Musterklägers, Andreas
Tilp, am Mittwoch unmittelbar nach der Verkündung des Beschlusses. Er gehe davon
aus, dass der BGH die "falsche Entscheidung" des OLG aufheben werde. Das OLG hat
keinen gravierenden Fehler in dem Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000
entdeckt und daher die Schadensersatzklagen der Anleger abgewiesen.
16.05.2012 | 10:43 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Schlappe für die Kleinaktionäre der Deutschen
Telekom AG: Die rund 17.000 Kläger gehen im Frankfurter
Anlegerschutzprozess um den dritten Börsengang des früheren Staatsunternehmens
leer aus. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat am Mittwoch in einem Musterprozess
entschieden, dass der Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 keine
gravierenden Fehler enthielt. Die Anleger könnten daher keinen Schadensersatz
geltend machen.
16.05.2012 | 10:29 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Schlappe für die Kleinaktionäre der Deutschen
Telekom AG: Die rund 17.000 Kläger gehen im Frankfurter Anlegerschutzprozess um
den dritten Börsengang des früheren Staatsunternehmens leer aus. Das
Oberlandesgericht Frankfurt hat am Mittwoch in einem Musterprozess entschieden,
dass der Börsenverkaufsprospekt aus dem Jahr 2000 keine gravierenden Fehler
enthielt. Die Anleger könnten daher keinen Schadensersatz geltend machen. Der
größte Anlegerprozess hatte vor vier Jahren beim Oberlandesgericht begonnen. Die
ersten Klagen stammen aus dem Jahr 2001. Es gilt als sicher, dass das Verfahren
vor den Bundesgerichtshof gebracht wird.
16.05.2012 | 05:51 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt geht heute
(Mittwoch/10.00) voraussichtlich der Prozess von rund 17 000 enttäuschten
Kleinanlegern gegen die Deutsche Telekom AG zu Ende. Die
Prozessbeteiligten erwarten am 18. Verhandlungstag einen Musterbeschluss des
Senats zur Frage, ob der Verkaufsprospekt zum dritten Börsengang im Jahr 2000
gravierende Fehler enthielt. Es ist aber auch möglich, dass das Gericht einen
erneuten Beweisbeschluss fasst. Die Entscheidung würde sich dann verschieben.
15.05.2012 | 17:30 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Wer bei der Suche nach einem Kredit auf seine Bankfiliale
baut, ist nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest oft schlecht beraten.
Bei den Kreditangeboten fehlten häufig wichtige Angaben, die Kunden könnten sie
deshalb nicht mit denen anderer Banken vergleichen. Im Gegensatz dazu bewerteten
die Verbraucherschützer die Internet-Kreditangebote von Direktbanken überwiegend
mit "sehr gut". Schlecht eingestufte Filialbanken räumten am Dienstag Schwächen
ein. Sie stellten aber auch fest, dass die Regeln für die Kundeninformation
nicht so eindeutig seien wie von der Stiftung Warentest dargestellt.