17.04.2012 | 15:32 Uhr

ANALYSE/Metzler: Aktienmärkte bleiben trotz Turbulenzen in Spanien attraktiv

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussichten für Aktien bleiben laut den Private-Banking-Experten des Bankhauses Metzler trotz der Turbulenzen um Spaniens Schuldenkrise freundlich. "Die günstige fundamentale Bewertung der Märkte signalisiert weiteres Potenzial", sagte Frank Naab, Leiter des Portfoliomanagements des Instituts, am Dienstag in Frankfurt. Die seit Spätherbst deutlich gestiegenen Aktienkurse zeigten den wieder zunehmenden Risikoappetit der Anleger.

Vor diesem Hintergrund würde zwar eine Konsolidierung im laufenden Jahr nicht überraschen, zumal der globale Aufschwung derzeit holprig verlaufe und die Eurozone die Weltkonjunktur dämpfe, fuhr der Metzler-Fachmann fort. Auch könnte es im Euroraum je nach Reformschritten, Wahlausgängen und der Einhaltung von Defizitzielen immer wieder zu zwischenzeitlichen Rückschlägen kommen. 2013 dürften die Aktienmärkte dann aber wieder deutlicher zulegen. Naab begründete diese Einschätzung unter anderem mit den stärker anziehenden Unternehmensgewinnen.

Ferner hat Spanien dem Experten zufolge einen Teil seiner Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen, was die europäischen Aktienmärkte stütze: "Die Arbeitsmarktreformen und die Neuregelungen im Gesundheitssystem gehen bereits in die richtige Richtung." Weitere Strukturreformen wie eine Änderung in der Steuerpolitik blieben aber notwendig, um die Wettbewerbsposition der spanischen Wirtschaft gegenüber der ausländischen Konkurrenz zu stärken. Die Erfolge der Strukturreformen indes könnten sich nicht so schnell zeigen, wie mancher Anleger es sich wünsche. "Politische Prozesse dauern in der Regel länger als wirtschaftliche", sagte der Fachmann.

Mit Blick auf Deutschland sprechen Naab zufolge die Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen für einen sich fortsetzenden Kursanstieg am Aktienmarkt. "Der Dax zeichnet sich durch einen hohen Anteil an zyklischen Unternehmen aus, deren Umsätze und Gewinne stark von der Weltkonjunktur bestimmt werden. Angesichts der derzeit positiven Geschäftserwartungen attestieren wir deutschen Aktien weiteres Erholungspotenzial."

Darüber hinaus zeige der US-Arbeitsmarkt dank der Stellenzuwächse einen moderaten, aber stetigen Aufwärtstrend: "Eine wachsende Anzahl von Bürgern in den USA in 'Lohn und Brot' stützt die Binnenwirtschaft." Ferner beginne sich die Lage am US-Wohnimmobilienmarkt langsam zu verbessern.

Zudem dürften die Risiken aus dem Bankensystem abnehmen, nannte Naab einen weiteren Grund für die freundlich erwarteten Aktienmärkte. "Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hat das Bankensystem nachhaltig stabilisiert." Die damit einhergehende Ausweitung der Zentralbankbilanz stütze die Konjunktur, berge aber Inflationsgefahren. Auch diese Entwicklung spreche für eine Anlage in Substanzwerte wie Dividendentitel.

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Fonds

  • 24.04.2012 | 11:59 Uhr

    ROUNDUP: Für Zehntausende reicht Arbeitslosengeld I nicht zum Leben aus

    NÜRNBERG/BERLIN (dpa-AFX) - Jeder zehnte Arbeitslose mit dem "normalem" Arbeitslosengeld I kann von dieser Hilfe nicht leben und ist zusätzlich auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Allerdings geht die Zahl dieser sogenannten ALG-I-Aufstocker seit 2009 kontinuierlich zurück, wie aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen. Über die Zahlen hatte zuvor die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstag) berichtet.

  • 23.04.2012 | 14:45 Uhr

    ANALYSE: Börsen mit weiterem Abwärtspotenzial - Dividenden bremsen - JPMorgan

    LONDON (dpa-AFX) - Die US-Bank JPMorgan geht von weiteren Verlusten an den Aktienmärkten aus. Allerdings könnten attraktive und widerstandsfähige Dividendenrenditen das Abwärtspotenzial begrenzen, schrieb Analyst Mislav Matejka in einer Studie vom Montag. Er teile nicht die Meinung, dass es wegen des schon weit verbreiteten Pessimismus nicht weiter nach unten gehen könne. Seine Sorgen über die angeschlagenen Peripherieländer der Eurozone sowie das Wirtschaftswachstum in den USA und China hätten weiterhin Bestand. Zwar könnte die jüngste Börsenschwäche zu einer guten Kaufgelegenheit werden. Doch für ein gutes Einstiegsniveau müssten die Kurse noch weiter fallen, so die Überzeugung des Experten.

  • 21.04.2012 | 13:07 Uhr

    Aktieninstitut freut sich über neue Chefin Bortenlänger

    FRANKFURT/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt freut sich auf seine neue Chefin Christine Bortenlänger. "Mit Frau Bortenlänger gewinnen wir eine ausgezeichnete Kennerin des deutschen und europäischen Kapitalmarktes", erklärte der Präsident Prof. Karlheinz Hornung am Samstag. Die 45-Jährige werde als geschäftsführendes Vorstandsmitglied die Leitung des Instituts übernehmen.

  • 21.04.2012 | 11:57 Uhr

    Bayerische Börse bedauert Ausscheiden Bortenlängers

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Mit Bedauern hat die Münchner Börse auf den Wechsel ihrer Chefin Christine Bortenlänger an die Spitze des Deutschen Aktieninstituts reagiert. "Der Finanzplatz, die Börse und ihre Kunden werden auch künftig von ihren Impulsen profitieren. Ich bedauere ihren Weggang außerordentlich", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Hans-Peter Schmid, am Samstag zu den Plänen der 45-Jährigen. Die Bayerische Börse will die Nachfolgeregelung für den Chefposten noch in diesem Quartal bekanntgeben.

  • 20.04.2012 | 22:32 Uhr

    ROUNDUP: Chefin der Börse München wechselt zum Deutschen Aktieninstitut

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Chefin der Münchner Börse, Christine Bortenlänger, wird Geschäftsführerin des Deutschen Aktieninstituts in Frankfurt. "Ich hänge sehr an Kapitalmarktthemen und freue mich, dass ich diese nun auf noch breiterer Basis diskutieren und voranbringen kann", sagte die 45 Jahre alte Managerin der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Dem Bericht zufolge löst Bortenlänger spätestens zum 1. September Rüdiger von Rosen ab, der in den Ruhestand geht. Ein Sprecher der Börse München bestätigte den Bericht am Freitagabend.

  • 20.04.2012 | 21:36 Uhr

    'SZ': Chefin der Börse München wechselt zum Deutschen Aktieninstitut

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Chefin der Münchner Börse, Christine Bortenlänger, wird einem Bericht zufolge Geschäftsführerin des Deutschen Aktieninstituts in Frankfurt. "Ich hänge sehr an Kapitalmarktthemen und freue mich, dass ich diese nun auf noch breiterer Basis diskutieren und voranbringen kann", sagte die 45 Jahre alte Managerin der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Dem Bericht zufolge löst Bortenlänger spätestens zum 1. September Rüdiger von Rosen ab, der in den Ruhestand geht. Die Börse München war am Freitagabend zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

  • 19.04.2012 | 14:07 Uhr

    HINTERGRUND: 'Eintracht macht stark' - Verband will Fonds populärer machen

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Depotgebühren von null Prozent, Anrufaktionen bei Tageszeitungen und Gewinnspiele: Mit solchen Aktivitäten wollen Deutschlands große Fondsanbieter verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen und ihre Produkte populärer machen. Dazu haben sie am Donnerstag erstmals den "Weltfondstag" initiiert - und erinnern damit nicht zufällig an den seit Jahrzehnten erfolgreichen "Weltspartag" im Herbst. Die Zeit für eine solche Initiative scheint reif, da Investmentfonds mit einem Anteil von gut 15 Prozent am gesamten Geldvermögen der privaten Haushalte inzwischen keine Nischenprodukte mehr sind.

  • 18.04.2012 | 08:35 Uhr

    Immobilienfonds-Krise zieht weitere Kreise - Auch Allianz sperrt Dachfonds

    MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Krise bei den Immobilienfonds zieht immer weitere Kreise. Jetzt muss auch die Allianz die Rücknahme eines Immobiliendachfonds aussetzen. Betroffen ist der Fonds Allianz Flexi Immo, in den zuletzt noch rund 170 Millionen Euro investiert waren. Anleger haben zuletzt wie bei den meisten anderen Fonds der Branche massiv Geld abgezogen. Beim Allianz Flexi Immo waren es seit Anfang 2011 mehr als 200 Millionen Euro, wie die Tochter des Münchener Versicherungskonzerns Allianz Global Investors (AGI) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Damit seien die Vermögen, die kurzfristig flüssig gemacht werden könnten, weitestgehend aufgezehrt. Das Vermögen stecke jetzt nahezu vollständig in offenen Immobilienfonds, die die Anteilscheinrücknahme ausgesetzt haben, und in kurzfristig nicht liquidierbaren Vermögenspositionen.

  • 17.04.2012 | 23:38 Uhr

    WDH: Starinvestor Buffett hat Prostatakrebs - Macht aber weiter

    OMAHA (dpa-AFX) - Schock für die Fans von Starinvestor Warren Buffett: Der 81-Jährige hat Prostatakrebs in einem frühen Stadium. "Die gute Nachricht ist, dass meine Ärzte mir gesagt haben, dass mein Zustand keineswegs lebensbedrohlich ist", schrieb der Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway <BRK.A.NYS> <BRK.B.NYS> am Dienstag seinen Anteilseignern. "Die Untersuchungen haben keinen Anhaltspunkt dafür geliefert, dass sich der Krebs irgendwo sonst in meinem Körper ausgebreitet hat."

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