22.02.2012 | 18:04 Uhr

ROUNDUP/Nach Kritik: Deutsche Bank begräbt 'Todeswette'

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach öffentlicher Kritik an einem ethisch zweifelhaften Fonds begräbt die Deutsche Bank ihre umstrittene "Todeswette". Der Konzern bietet Anlegern den vorzeitigen Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an, der noch eine Laufzeit bis Ende März 2015 hat.

Das Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen: Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die Rendite für die Investoren.

"Die Anleger werden in Kürze ein schriftliches Rückkaufangebot erhalten. Damit können sie ihr investiertes Kapital unter Abzug zwischenzeitlich erhaltener Zahlungen zurück erhalten", teilte die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt mit. Damit reagiere die Bank auf die "öffentliche Diskussion um die Berechtigung des Produkts".

Der "Spiegel" hatte Anfang Februar über Kritik des Bankenverbandes an der "Todeswette" berichtet. "Dies ist mit unserer Wertordnung, insbesondere der in ihrem Mittelpunkt stehenden Unantastbarkeit der menschlichen Würde, kaum in Einklang zu bringen", zitierte das Magazin die Ombudsstelle des Bankenverbands.

Der Fonds wurde nach Angaben der Bank 2007 aufgelegt. Etwa 10.000 Anleger, hauptsächlich aus Deutschland, investierten rund 200 Millionen Euro. Die Referenzgruppe bestehe aus US-Bürgern, die sich freiwillig gemeldet und dafür eine Entschädigung erhalten hätten.

Anders als bei den beiden Vorgängerprodukten handelt es sich bei "Kompass Life 3" um ein rein synthetisches Produkt. Der Fonds habe "keinen Bezug zu realen Lebensversicherungspolicen", erklärte die Bank.

Der Ende Mai ausscheidende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte Anfang Februar verkündet, er wolle seinen Nachfolgern Anshu Jain und Jürgen Fitschen ein besenreines Haus übergeben. In diversen Rechtsstreitigkeiten, angeblich auch im Fall Kirch, bemüht sich die Bank Medienberichten zufolge derzeit um Vergleiche.

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Fonds

  • 01.03.2012 | 05:51 Uhr

    INDEX-MONITOR: Xstrata mit Chance für Stoxx 50 - Gerresheimer für Stoxx 600

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Xstrata haben eine gute Chance für eine Aufnahme in den Stoxx Europe 50 im März. Nach Rio Tinto , Anglo American und BHP Billiton befände sich damit ein vierter Bergbaukonzern in dem währungsgemischten europäischen Index. Im EuroStoxx 50 stehen nach Expertenmeinung hingegen keine Änderungen an. Das Papier des deutschen Verpackungsspezialisten Gerresheimer dürfte laut einem Bericht im "Wall Street Journal" zudem neben anderen ausländischen Werten wie etwa Easyjet in den Stoxx Europe 600 aufsteigen.

  • 29.02.2012 | 16:20 Uhr

    Offener Immobilienfonds Kanam Grundinvest wird abgewickelt

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor Ablauf seiner Schonfrist im Mai schließt mit dem knapp vier Milliarden Euro schweren Kanam Grundinvest ein weiterer offener Immobilienfonds für immer die Pforten. Wie die Fondsgesellschaft Kanam Grund am Mittwoch mitteilte, wird das Immobilienportfolio im Verkehrswert von 6,3 Milliarden Euro liquidiert. Die Erlöse sollen innerhalb der nächsten drei Jahre an die Anleger ausbezahlt werden. Die ersten 200 Millionen Euro sollen bereits in den kommenden Wochen fließen.

  • 27.02.2012 | 13:39 Uhr

    ANALYSE: Aktien trotz kurzer Stimmungsabkühlung weiter im Aufwind - Sentix

    LIMBURG (dpa-AFX) - Trotz einer kurzzeitigen Stimmungsabkühlung dürften die deutschen Aktien auf mittlere Sicht wieder zulegen. "Die Wertwahrnehmung steigt stetig weiter und bereitet den Boden für neue Investments", schrieb Sentix-Analyst Patrick Hussy in einer aktuellen Studie. "Die Anleger setzen ihre Meinung in Form von Zukäufen auch um und erkennen in den immer noch schlummernden Griechenland-Problemen keine ernsthafte Bedrohung mehr."

  • 24.02.2012 | 15:24 Uhr

    INDEX-MONITOR: Xstrata mit guten Chancen auf Aufstieg in Stoxx Europe 50

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Xstrata haben im März eine gute Chance für eine Aufnahme in den Stoxx Europe 50 . Nach Rio Tinto , Anglo American und BHP Billiton befände sich damit ein vierter Bergbaukonzern in dem währungsgemischten europäischen Index. Im EuroStoxx 50 stehen nach Expertenmeinung hingegen im kommenden Monat keine Änderungen an. Die Stoxx-Indizes werden Ende des Monats nur nach den so genannten außerordentlichen "Fast-Exit"- und "Fast-Entry"-Regeln überprüft. Änderungen werden am 1. März nach dem US-Handelsschluss bekannt gegeben. Wirksam werden sie ab Montag, 19. März.

  • 24.02.2012 | 12:21 Uhr

    WDH/'FTD': Morgan Stanley verkauft Frankfurter Hochhaus Trianon

    (In der Meldung vom 23.2.2012 von 19.51 Uhr wurde im dritten Absatz der 2. Satz geändert. Die "Financial Times Deutschland" hat klargestellt, dass die zuvor genannte Person nicht für den Trianon-Kauf zuständig war.)

  • 24.02.2012 | 11:01 Uhr

    DSW: Privatanleger von Umschuldung in Griechenland ausnehmen

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Anlegerschützer in Deutschland und Europa haben die griechische Regierung aufgefordert, Privatanleger von der vereinbarten Umschuldung auszunehmen. Diese Investoren seien an den Verhandlungen nicht beteiligt worden und würden nun vor vollendete Tatsachen gestellt, schrieben die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und weitere Anlegerschutzvereinigungen in Europa am Freitag in einem offenen Brief an den griechischen Regierungschef Lucas Papademos und den Parlamentspräsidenten. Die Politik habe sich allein mit den Banken auf den freiwilligen Forderungsverzicht von 53,5 Prozent geeinigt.

  • 23.02.2012 | 19:58 Uhr

    'FTD': Morgan Stanley verkauft Frankfurter Hochhaus Trianon

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten für Morgan Stanleys Immobilienfondsanleger: Nach mühsamer Suche hat die US-Bank laut einem Pressebericht einen Käufer für das Frankfurter Hochhaus Trianon gefunden. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) sollen die knapp 57 Prozent an dem Gebäude, die dem Morgan-Stanley-Fonds P2 Value gehören, an die Deutschland-Tochter des US-Fonds Madison gehen. Sowohl Morgan Stanley als auch Madison Real Estate lehnten der Zeitung zufolge einen Kommentar ab.

  • 23.02.2012 | 14:03 Uhr

    ANALYSE/Rothschild: Konsum macht Schwellenländer-Investments attraktiv

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwellenländer dürften Experten zufolge für Anleger in diesem Jahr wieder zunehmend interessant werden. Als Grund dafür wird das enorme Konsumpotenzial, vor allem in Asien, gesehen. Der private Verbrauch werde "Haupttreiber des volkswirtschaftlichen Wachstums in den Emerging Markets über die nächsten Jahrzehnte" sein, sagte Thomas Gerhardt, Leiter des Schwellenländerteams der französischen Fondsgesellschaft Edmont de Rothschild, am Donnerstag in Frankfurt. Das Bevölkerungswachstum, die Altersstruktur sowie der wachsende Anteil arbeitender und besser verdienender Menschen seien in diesen Regionen "multiplikativ miteinander verknüpft" und verstärkten so die Entwicklung.

  • 23.02.2012 | 10:19 Uhr

    Deutschland: Private Insolvenzen nur leicht rückläufig

    HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die Zahl der privaten Insolvenzen in Deutschland nur leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr meldeten gut 136.000 Bundesbürger Privatinsolvenz an, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. "Aufgrund einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit 20 Jahren hätte der Rückgang stärker ausfallen müssen", sagte Geschäftsführer Norbert Sellin.

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