17.02.2012 | 14:29 Uhr

Finanzagentur kündigt 40.000 Konten von Privatkunden

FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Finanzagentur des Bundes hat 40.000 Konten von Privatkunden gesperrt. Die betroffenen Besitzer von Bundesschatzbriefen und anderen Bundeswertpapieren hätten auch nach dem wiederholten Aufruf der Schuldenverwalter die angeforderten Unterlagen nicht eingereicht, teilte die Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH am Freitag in Frankfurt mit.

Weil das Geldwäschegesetz Ende April 2011 auf die Finanzagentur ausgedehnt worden war, hatte diese von ihren Privatkunden beglaubigte Kopien von Dokumenten angefordert, aus denen Informationen zu Geburtsort und Staatsangehörigkeit hervorgehen.

"Die Summe der nach Abschluss von zwei Kundenanschreiben nunmehr Geldwäschegesetz-konform bei der Finanzagentur geführten Konten beträgt rund 355.000", sagte ein Sprecher auf Anfrage. 40.000 Konten seien wegen fehlender Angaben gekündigt worden.

Auf ein erstes Anschreiben hatten im August 2011 von rund 400.000 Gläubigern zunächst nur 100 000 reagiert und die Dokumente vollständig eingereicht. Die Schuldenmanager des Bundes hatten daraufhin noch einmal rund 300.000 Kunden angeschrieben.

Insgesamt hatten private Gläubiger Ende Januar 9,1 Milliarden Euro bei der Agentur angelegt, die die Schulden der Bundesrepublik verwaltet.

Sorgen um ihr Vermögen müssen sich die Besitzer der gekündigten Konten aber nicht machen: Die dort eingetragenen Bundeswertpapiere könnten bis zur Fälligkeit verwahrt oder im Rahmen der Emissionsbedingungen verkauft oder zurückgegeben werden, sagte der Sprecher. Die Konten seien gekündigt, aber nicht aufgelöst. "Der Kunde kommt jederzeit an sein Geld, kann dort aber keine neuen Wertpapiere einlagern." Spätestens nach Auszahlung von Zinsen und Nennwert zur Fälligkeit werde das Konto aber gelöscht.

Offiziell ist die Frist zur Einreichung der Dokumente damit abgelaufen. Wer dennoch weiterhin Interesse an der kostenfreien Kontoführung für Bundeswertpapiere hat, kann sich jederzeit legitimieren und erhält dann ein neues Konto - möglicherweise sogar mit der alten Nummer.

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Fonds

  • 24.02.2012 | 12:21 Uhr

    WDH/'FTD': Morgan Stanley verkauft Frankfurter Hochhaus Trianon

    (In der Meldung vom 23.2.2012 von 19.51 Uhr wurde im dritten Absatz der 2. Satz geändert. Die "Financial Times Deutschland" hat klargestellt, dass die zuvor genannte Person nicht für den Trianon-Kauf zuständig war.)

  • 24.02.2012 | 11:01 Uhr

    DSW: Privatanleger von Umschuldung in Griechenland ausnehmen

    DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Anlegerschützer in Deutschland und Europa haben die griechische Regierung aufgefordert, Privatanleger von der vereinbarten Umschuldung auszunehmen. Diese Investoren seien an den Verhandlungen nicht beteiligt worden und würden nun vor vollendete Tatsachen gestellt, schrieben die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und weitere Anlegerschutzvereinigungen in Europa am Freitag in einem offenen Brief an den griechischen Regierungschef Lucas Papademos und den Parlamentspräsidenten. Die Politik habe sich allein mit den Banken auf den freiwilligen Forderungsverzicht von 53,5 Prozent geeinigt.

  • 23.02.2012 | 19:58 Uhr

    'FTD': Morgan Stanley verkauft Frankfurter Hochhaus Trianon

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten für Morgan Stanleys Immobilienfondsanleger: Nach mühsamer Suche hat die US-Bank laut einem Pressebericht einen Käufer für das Frankfurter Hochhaus Trianon gefunden. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) sollen die knapp 57 Prozent an dem Gebäude, die dem Morgan-Stanley-Fonds P2 Value gehören, an die Deutschland-Tochter des US-Fonds Madison gehen. Sowohl Morgan Stanley als auch Madison Real Estate lehnten der Zeitung zufolge einen Kommentar ab.

  • 23.02.2012 | 14:03 Uhr

    ANALYSE/Rothschild: Konsum macht Schwellenländer-Investments attraktiv

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwellenländer dürften Experten zufolge für Anleger in diesem Jahr wieder zunehmend interessant werden. Als Grund dafür wird das enorme Konsumpotenzial, vor allem in Asien, gesehen. Der private Verbrauch werde "Haupttreiber des volkswirtschaftlichen Wachstums in den Emerging Markets über die nächsten Jahrzehnte" sein, sagte Thomas Gerhardt, Leiter des Schwellenländerteams der französischen Fondsgesellschaft Edmont de Rothschild, am Donnerstag in Frankfurt. Das Bevölkerungswachstum, die Altersstruktur sowie der wachsende Anteil arbeitender und besser verdienender Menschen seien in diesen Regionen "multiplikativ miteinander verknüpft" und verstärkten so die Entwicklung.

  • 23.02.2012 | 10:19 Uhr

    Deutschland: Private Insolvenzen nur leicht rückläufig

    HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die Zahl der privaten Insolvenzen in Deutschland nur leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr meldeten gut 136.000 Bundesbürger Privatinsolvenz an, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. "Aufgrund einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit 20 Jahren hätte der Rückgang stärker ausfallen müssen", sagte Geschäftsführer Norbert Sellin.

  • 22.02.2012 | 18:04 Uhr

    ROUNDUP/Nach Kritik: Deutsche Bank begräbt 'Todeswette'

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach öffentlicher Kritik an einem ethisch zweifelhaften Fonds begräbt die Deutsche Bank ihre umstrittene "Todeswette". Der Konzern bietet Anlegern den vorzeitigen Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an, der noch eine Laufzeit bis Ende März 2015 hat.

  • 22.02.2012 | 15:41 Uhr

    Kritik an 'Todeswette': Deutsche Bank bietet Ausstieg aus Fonds an

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der Deutschen Bank auf die Füße: Nach öffentlicher Kritik bietet der Konzern Anlegern den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an. Das Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen: Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die Rendite für die Investoren.

  • 21.02.2012 | 15:11 Uhr

    Erstmals weniger Hartz IV-Klagen - Richter: Noch keine Trendwende

    KASSEL (dpa-AFX) - Die Zahl der Klagen wegen Hartz IV ist 2011 erstmals seit Einführung der Arbeitsmarktreform wieder gesunken. Bei den deutschen Sozialgerichten gingen im vergangenen Jahr 170 488 Klagen zu dem Thema ein - das sind 9000 weniger als noch 2010. Diese Zahlen legte der Präsident des Bundessozialgerichts (BSG), Peter Masuch, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Kassel vor.

  • 17.02.2012 | 15:40 Uhr

    Von der Leyen plant Mindestlohn-Modell vor Ostern

    BERLIN (dpa-AFX) - Für die konkrete Umsetzung der geplanten Mindestlohn-Regelung will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch vor Ostern eine gemeinsames CDU-Konzept präsentieren. "In wenigen Wochen werden wir ein zwischen Sozial- und Wirtschaftsflügel abgestimmtes Unionsmodell für eine allgemeine Lohnuntergrenze mit dem Koalitionspartner besprechen können", kündigte die Ministerin im Magazin "Focus" an. Im vergangenen November hatte der CDU-Parteitag beschlossen, in Bereichen ohne Tarifvertrag eine Lohnuntergrenze einzuführen. Dieser Mindestlohn soll von einer Kommission aus Gewerkschaftern und Arbeitgebern festgelegt werden.

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