FRANKFURT (dpa-AFX) - Versicherungsunternehmen könnten wegen des niedrigen
Zinsniveaus und des anhaltend langsamen Wirtschaftswachstums zukünftig stärker
in alternative Anlageklassen investieren, um ihre Renditen zu steigern. Dies ist
das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des
US-Vermögensverwalters Blackrock. Infolge der Reform des
Versicherungsaufsichtsrechts in Europa ("Solvency II") würden die Versicherer
sich demnach möglicherweise aus Staatsanleihen und Aktien zurückziehen und
verstärkt in alternativen Vermögensklassen anlegen. Im Besonderen erwarteten
beinahe ein Drittel der befragten Institute ein stärkeres Engagement in Private
Equity und Hedgefonds. Dies gelte trotz der potenziell höheren
Kapitalanforderungen, die wegen Solvency II auf sie zukommen könnten.
David Lomas, Global Head der Financial Institutions Group von BlackRock,
sagt dazu: "Während sie sich für die neuen Solvency-II-Vorschriften zu wappnen
versuchen, sehen sich Versicherer mit einem von unvorhergesehenen
Herausforderungen geprägten Marktumfeld konfrontiert, darunter die fortdauernde
Staatsschuldenkrise, enttäuschend niedrige Zinsen im traditionellen
Rentenbereich, eine hohe Volatilität am Aktienmarkt und ein kraftloses
Wirtschaftswachstum. Versicherer müssen unter diesen Voraussetzungen für
ausreichende Einkünfte sorgen, um ihren Verbindlichkeiten nachzukommen."
Grundlage für die Studie bildeten die Antworten von über 220 an der
Befragung teilnehmenden Versicherungsinstituten in 18 Ländern, die im Oktober
und November 2011 durchgeführt wurde, sowie acht ausführliche Interviews mit
Versicherern, Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsorganisationen.
23.02.2012 | 19:58 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten für Morgan Stanleys
Immobilienfondsanleger: Nach mühsamer Suche hat die US-Bank laut einem
Pressebericht einen Käufer für das Frankfurter Hochhaus Trianon gefunden. Nach
Informationen der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) sollen die
knapp 57 Prozent an dem Gebäude, die dem Morgan-Stanley-Fonds P2 Value gehören,
an die Deutschland-Tochter des US-Fonds Madison gehen. Sowohl Morgan Stanley
als auch Madison Real Estate lehnten der Zeitung zufolge
einen Kommentar ab.
23.02.2012 | 14:03 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwellenländer dürften Experten zufolge für Anleger
in diesem Jahr wieder zunehmend interessant werden. Als Grund dafür wird das
enorme Konsumpotenzial, vor allem in Asien, gesehen. Der private Verbrauch werde
"Haupttreiber des volkswirtschaftlichen Wachstums in den Emerging Markets über
die nächsten Jahrzehnte" sein, sagte Thomas Gerhardt, Leiter des
Schwellenländerteams der französischen Fondsgesellschaft Edmont de Rothschild,
am Donnerstag in Frankfurt. Das Bevölkerungswachstum, die Altersstruktur sowie
der wachsende Anteil arbeitender und besser verdienender Menschen seien in
diesen Regionen "multiplikativ miteinander verknüpft" und verstärkten so die
Entwicklung.
23.02.2012 | 10:19 Uhr
HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die
Zahl der privaten Insolvenzen in Deutschland nur leicht zurückgegangen. Im
vergangenen Jahr meldeten gut 136.000 Bundesbürger Privatinsolvenz an, teilte
die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Das sind 2,2
Prozent weniger als im Jahr zuvor. "Aufgrund einer sehr niedrigen
Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit 20 Jahren hätte der Rückgang
stärker ausfallen müssen", sagte Geschäftsführer Norbert Sellin.
22.02.2012 | 18:04 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach öffentlicher Kritik an einem ethisch
zweifelhaften Fonds begräbt die Deutsche Bank ihre umstrittene
"Todeswette". Der Konzern bietet Anlegern den vorzeitigen Ausstieg aus dem
geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an, der noch eine Laufzeit bis Ende März
2015 hat.
22.02.2012 | 15:41 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der
Deutschen Bank auf die Füße: Nach öffentlicher Kritik bietet der Konzern
Anlegern den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an. Das
Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen:
Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die
Rendite für die Investoren.
21.02.2012 | 15:11 Uhr
KASSEL (dpa-AFX) - Die Zahl der Klagen wegen Hartz IV ist 2011 erstmals seit
Einführung der Arbeitsmarktreform wieder gesunken. Bei den deutschen
Sozialgerichten gingen im vergangenen Jahr 170 488 Klagen zu dem Thema ein - das
sind 9000 weniger als noch 2010. Diese Zahlen legte der Präsident des
Bundessozialgerichts (BSG), Peter Masuch, am Dienstag bei der Vorstellung des
Jahresberichts in Kassel vor.
17.02.2012 | 15:40 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Für die konkrete Umsetzung der geplanten
Mindestlohn-Regelung will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch vor
Ostern eine gemeinsames CDU-Konzept präsentieren. "In wenigen Wochen werden wir
ein zwischen Sozial- und Wirtschaftsflügel abgestimmtes Unionsmodell für eine
allgemeine Lohnuntergrenze mit dem Koalitionspartner besprechen können",
kündigte die Ministerin im Magazin "Focus" an. Im vergangenen November hatte der
CDU-Parteitag beschlossen, in Bereichen ohne Tarifvertrag eine Lohnuntergrenze
einzuführen. Dieser Mindestlohn soll von einer Kommission aus Gewerkschaftern
und Arbeitgebern festgelegt werden.
17.02.2012 | 14:29 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Finanzagentur des Bundes hat 40.000 Konten
von Privatkunden gesperrt. Die betroffenen Besitzer von Bundesschatzbriefen und
anderen Bundeswertpapieren hätten auch nach dem wiederholten Aufruf der
Schuldenverwalter die angeforderten Unterlagen nicht eingereicht, teilte die
Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH am Freitag in Frankfurt mit.
16.02.2012 | 15:38 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Union Investment, der Fondsanbieter der Volks- und
Raiffeisenbanken, hat im vergangenen Jahr unter der branchenübergreifenden
Absatzflaute gelitten. Unter dem Strich zogen Privatanleger 2,1 Milliarden Euro
aus Publikumsfonds ab, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.
Nach einem guten ersten Halbjahr hätten die europäische Schuldenkrise und die
Verwerfungen an den Finanzmärkten zu einem deutlichen Rückgang des Neugeschäfts
geführt, heißt es in der Mitteilung. Dennoch zeigte sich Union-Investment-Chef
Hans Joachim Reinke mit dem Geschäftsjahr zufrieden: "Wir haben trotz des
schwierigen Marktumfelds erneut Stabilität bewiesen".