15.02.2012 | 17:18 Uhr

Umfrage/Blackrock: Für Versicherer werden alternative Investments interessanter

FRANKFURT (dpa-AFX) - Versicherungsunternehmen könnten wegen des niedrigen Zinsniveaus und des anhaltend langsamen Wirtschaftswachstums zukünftig stärker in alternative Anlageklassen investieren, um ihre Renditen zu steigern. Dies ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des US-Vermögensverwalters Blackrock. Infolge der Reform des Versicherungsaufsichtsrechts in Europa ("Solvency II") würden die Versicherer sich demnach möglicherweise aus Staatsanleihen und Aktien zurückziehen und verstärkt in alternativen Vermögensklassen anlegen. Im Besonderen erwarteten beinahe ein Drittel der befragten Institute ein stärkeres Engagement in Private Equity und Hedgefonds. Dies gelte trotz der potenziell höheren Kapitalanforderungen, die wegen Solvency II auf sie zukommen könnten.

David Lomas, Global Head der Financial Institutions Group von BlackRock, sagt dazu: "Während sie sich für die neuen Solvency-II-Vorschriften zu wappnen versuchen, sehen sich Versicherer mit einem von unvorhergesehenen Herausforderungen geprägten Marktumfeld konfrontiert, darunter die fortdauernde Staatsschuldenkrise, enttäuschend niedrige Zinsen im traditionellen Rentenbereich, eine hohe Volatilität am Aktienmarkt und ein kraftloses Wirtschaftswachstum. Versicherer müssen unter diesen Voraussetzungen für ausreichende Einkünfte sorgen, um ihren Verbindlichkeiten nachzukommen."

Grundlage für die Studie bildeten die Antworten von über 220 an der Befragung teilnehmenden Versicherungsinstituten in 18 Ländern, die im Oktober und November 2011 durchgeführt wurde, sowie acht ausführliche Interviews mit Versicherern, Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsorganisationen.

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Fonds

  • 23.02.2012 | 19:58 Uhr

    'FTD': Morgan Stanley verkauft Frankfurter Hochhaus Trianon

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schlechte Nachrichten für Morgan Stanleys Immobilienfondsanleger: Nach mühsamer Suche hat die US-Bank laut einem Pressebericht einen Käufer für das Frankfurter Hochhaus Trianon gefunden. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) sollen die knapp 57 Prozent an dem Gebäude, die dem Morgan-Stanley-Fonds P2 Value gehören, an die Deutschland-Tochter des US-Fonds Madison gehen. Sowohl Morgan Stanley als auch Madison Real Estate lehnten der Zeitung zufolge einen Kommentar ab.

  • 23.02.2012 | 14:03 Uhr

    ANALYSE/Rothschild: Konsum macht Schwellenländer-Investments attraktiv

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Schwellenländer dürften Experten zufolge für Anleger in diesem Jahr wieder zunehmend interessant werden. Als Grund dafür wird das enorme Konsumpotenzial, vor allem in Asien, gesehen. Der private Verbrauch werde "Haupttreiber des volkswirtschaftlichen Wachstums in den Emerging Markets über die nächsten Jahrzehnte" sein, sagte Thomas Gerhardt, Leiter des Schwellenländerteams der französischen Fondsgesellschaft Edmont de Rothschild, am Donnerstag in Frankfurt. Das Bevölkerungswachstum, die Altersstruktur sowie der wachsende Anteil arbeitender und besser verdienender Menschen seien in diesen Regionen "multiplikativ miteinander verknüpft" und verstärkten so die Entwicklung.

  • 23.02.2012 | 10:19 Uhr

    Deutschland: Private Insolvenzen nur leicht rückläufig

    HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die Zahl der privaten Insolvenzen in Deutschland nur leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr meldeten gut 136.000 Bundesbürger Privatinsolvenz an, teilte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. "Aufgrund einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit 20 Jahren hätte der Rückgang stärker ausfallen müssen", sagte Geschäftsführer Norbert Sellin.

  • 22.02.2012 | 18:04 Uhr

    ROUNDUP/Nach Kritik: Deutsche Bank begräbt 'Todeswette'

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach öffentlicher Kritik an einem ethisch zweifelhaften Fonds begräbt die Deutsche Bank ihre umstrittene "Todeswette". Der Konzern bietet Anlegern den vorzeitigen Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an, der noch eine Laufzeit bis Ende März 2015 hat.

  • 22.02.2012 | 15:41 Uhr

    Kritik an 'Todeswette': Deutsche Bank bietet Ausstieg aus Fonds an

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der Deutschen Bank auf die Füße: Nach öffentlicher Kritik bietet der Konzern Anlegern den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an. Das Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen: Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die Rendite für die Investoren.

  • 21.02.2012 | 15:11 Uhr

    Erstmals weniger Hartz IV-Klagen - Richter: Noch keine Trendwende

    KASSEL (dpa-AFX) - Die Zahl der Klagen wegen Hartz IV ist 2011 erstmals seit Einführung der Arbeitsmarktreform wieder gesunken. Bei den deutschen Sozialgerichten gingen im vergangenen Jahr 170 488 Klagen zu dem Thema ein - das sind 9000 weniger als noch 2010. Diese Zahlen legte der Präsident des Bundessozialgerichts (BSG), Peter Masuch, am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresberichts in Kassel vor.

  • 17.02.2012 | 15:40 Uhr

    Von der Leyen plant Mindestlohn-Modell vor Ostern

    BERLIN (dpa-AFX) - Für die konkrete Umsetzung der geplanten Mindestlohn-Regelung will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch vor Ostern eine gemeinsames CDU-Konzept präsentieren. "In wenigen Wochen werden wir ein zwischen Sozial- und Wirtschaftsflügel abgestimmtes Unionsmodell für eine allgemeine Lohnuntergrenze mit dem Koalitionspartner besprechen können", kündigte die Ministerin im Magazin "Focus" an. Im vergangenen November hatte der CDU-Parteitag beschlossen, in Bereichen ohne Tarifvertrag eine Lohnuntergrenze einzuführen. Dieser Mindestlohn soll von einer Kommission aus Gewerkschaftern und Arbeitgebern festgelegt werden.

  • 17.02.2012 | 14:29 Uhr

    Finanzagentur kündigt 40.000 Konten von Privatkunden

    FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Finanzagentur des Bundes hat 40.000 Konten von Privatkunden gesperrt. Die betroffenen Besitzer von Bundesschatzbriefen und anderen Bundeswertpapieren hätten auch nach dem wiederholten Aufruf der Schuldenverwalter die angeforderten Unterlagen nicht eingereicht, teilte die Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH am Freitag in Frankfurt mit.

  • 16.02.2012 | 15:38 Uhr

    Union Investment: Deutliche Rückgänge beim Neugeschäft

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Union Investment, der Fondsanbieter der Volks- und Raiffeisenbanken, hat im vergangenen Jahr unter der branchenübergreifenden Absatzflaute gelitten. Unter dem Strich zogen Privatanleger 2,1 Milliarden Euro aus Publikumsfonds ab, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Nach einem guten ersten Halbjahr hätten die europäische Schuldenkrise und die Verwerfungen an den Finanzmärkten zu einem deutlichen Rückgang des Neugeschäfts geführt, heißt es in der Mitteilung. Dennoch zeigte sich Union-Investment-Chef Hans Joachim Reinke mit dem Geschäftsjahr zufrieden: "Wir haben trotz des schwierigen Marktumfelds erneut Stabilität bewiesen".

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