FRANKFURT (dpa-AFX) - Die US-Fondsgesellschaft Fidelity hat im vergangenen
Jahr einen Rückschlag im deutschen Markt hinnehmen müssen. Vor allem
Kapitalmarktverluste, aber auch Mittelabzüge reduzierten das verwaltete Vermögen
gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Milliarden Euro auf 23,5 Milliarden Euro, wie das
Unternehmen am Montag mitteilte. "Auch wir konnten uns einem schwierigen und
sehr volatilen Marktumfeld nicht gänzlich entziehen", sagte
Fidelity-Deutschland-Chef Christian Wrede. Dennoch habe man sich im
Branchenvergleich "gut geschlagen".
Einen Teilerfolg konnte Fidelity mit Asien- und Schwellenländer-Aktienfonds
verbuchen: In dieser Kategorie sammelte das Unternehmen auf Jahressicht entgegen
dem Branchentrend 58 Millionen Euro bei Privatanlegern ein. Gemessen am
verwalteten Vermögen beziffert Fidelity seinen Marktanteil in dieser Assetklasse
inzwischen auf 39,4 Prozent, was einem Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr
entspreche. "Die Ergebnisse zeigen, dass es richtig war, die Anleger für das
Thema Asien und Emerging Markets zu sensibilisieren", sagte Wrede.
Weltweit verwaltet Fidelity ein Vermögen von mehr als 190,4 Milliarden Euro
(Stand: 30. September 2011) und zählt sich damit zu den größten Fondsanbietern
im internationalen Vergleich. In Deutschland ist der Finanzkonzern mit Hauptsitz
in Boston/USA bereits seit 1992 vertreten.
23.02.2012 | 10:19 Uhr
HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist die
Zahl der privaten Insolvenzen in Deutschland nur leicht zurückgegangen. Im
vergangenen Jahr meldeten gut 136.000 Bundesbürger Privatinsolvenz an, teilte
die Wirtschaftsauskunftei Bürgel am Donnerstag in Hamburg mit. Das sind 2,2
Prozent weniger als im Jahr zuvor. "Aufgrund einer sehr niedrigen
Arbeitslosenquote mit dem tiefsten Stand seit 20 Jahren hätte der Rückgang
stärker ausfallen müssen", sagte Geschäftsführer Norbert Sellin.
22.02.2012 | 18:04 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach öffentlicher Kritik an einem ethisch
zweifelhaften Fonds begräbt die Deutsche Bank ihre umstrittene
"Todeswette". Der Konzern bietet Anlegern den vorzeitigen Ausstieg aus dem
geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an, der noch eine Laufzeit bis Ende März
2015 hat.
22.02.2012 | 15:41 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der
Deutschen Bank auf die Füße: Nach öffentlicher Kritik bietet der Konzern
Anlegern den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an. Das
Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen:
Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die
Rendite für die Investoren.
21.02.2012 | 15:11 Uhr
KASSEL (dpa-AFX) - Die Zahl der Klagen wegen Hartz IV ist 2011 erstmals seit
Einführung der Arbeitsmarktreform wieder gesunken. Bei den deutschen
Sozialgerichten gingen im vergangenen Jahr 170 488 Klagen zu dem Thema ein - das
sind 9000 weniger als noch 2010. Diese Zahlen legte der Präsident des
Bundessozialgerichts (BSG), Peter Masuch, am Dienstag bei der Vorstellung des
Jahresberichts in Kassel vor.
17.02.2012 | 15:40 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Für die konkrete Umsetzung der geplanten
Mindestlohn-Regelung will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch vor
Ostern eine gemeinsames CDU-Konzept präsentieren. "In wenigen Wochen werden wir
ein zwischen Sozial- und Wirtschaftsflügel abgestimmtes Unionsmodell für eine
allgemeine Lohnuntergrenze mit dem Koalitionspartner besprechen können",
kündigte die Ministerin im Magazin "Focus" an. Im vergangenen November hatte der
CDU-Parteitag beschlossen, in Bereichen ohne Tarifvertrag eine Lohnuntergrenze
einzuführen. Dieser Mindestlohn soll von einer Kommission aus Gewerkschaftern
und Arbeitgebern festgelegt werden.
17.02.2012 | 14:29 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Finanzagentur des Bundes hat 40.000 Konten
von Privatkunden gesperrt. Die betroffenen Besitzer von Bundesschatzbriefen und
anderen Bundeswertpapieren hätten auch nach dem wiederholten Aufruf der
Schuldenverwalter die angeforderten Unterlagen nicht eingereicht, teilte die
Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH am Freitag in Frankfurt mit.
16.02.2012 | 15:38 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Union Investment, der Fondsanbieter der Volks- und
Raiffeisenbanken, hat im vergangenen Jahr unter der branchenübergreifenden
Absatzflaute gelitten. Unter dem Strich zogen Privatanleger 2,1 Milliarden Euro
aus Publikumsfonds ab, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.
Nach einem guten ersten Halbjahr hätten die europäische Schuldenkrise und die
Verwerfungen an den Finanzmärkten zu einem deutlichen Rückgang des Neugeschäfts
geführt, heißt es in der Mitteilung. Dennoch zeigte sich Union-Investment-Chef
Hans Joachim Reinke mit dem Geschäftsjahr zufrieden: "Wir haben trotz des
schwierigen Marktumfelds erneut Stabilität bewiesen".
15.02.2012 | 17:18 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Versicherungsunternehmen könnten wegen des niedrigen
Zinsniveaus und des anhaltend langsamen Wirtschaftswachstums zukünftig stärker
in alternative Anlageklassen investieren, um ihre Renditen zu steigern. Dies ist
das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des
US-Vermögensverwalters Blackrock. Infolge der Reform des
Versicherungsaufsichtsrechts in Europa ("Solvency II") würden die Versicherer
sich demnach möglicherweise aus Staatsanleihen und Aktien zurückziehen und
verstärkt in alternativen Vermögensklassen anlegen. Im Besonderen erwarteten
beinahe ein Drittel der befragten Institute ein stärkeres Engagement in Private
Equity und Hedgefonds. Dies gelte trotz der potenziell höheren
Kapitalanforderungen, die wegen Solvency II auf sie zukommen könnten.
13.02.2012 | 17:48 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Erwartungen an eine
rasche und umfassende Regulierung der "Schattenbanken" mit ihren
unkontrollierten und risikoreichen Milliardengeschäften gedämpft.