BERLIN (dpa-AFX) - Fast jeder zweite Arbeitnehmer (46,9 Prozent) arbeitet
auch an Wochenenden - ständig, regelmäßig oder gelegentlich. Ebenso viele
arbeiten in den Abend- und Nachtstunden beziehungsweise in Wechselschichten.
Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische
Anfrage der Fraktion Die Linke hervor, über die der Bundestagspressedienst am
Montag berichtete.
Insgesamt 36 Prozent der Erwerbstätigen konnten 2010 laut Antwort Einfluss
auf ihre Arbeitszeitgestaltung nehmen. In starren Arbeitszeiten arbeiteten 58
Prozent der abhängig Beschäftigten. Weitere 24 Prozent konnten ihre Arbeitszeit
mit Hilfe eines Arbeitszeitkontos weitgehend flexibel einrichten.
In ihrer Anfrage hatte die Fraktion Die Linke über mangelnden Ausgleich von
Berufs- und Privatleben durch flexible Arbeitszeiten geklagt, was auch zu
gesundheitliche Folgeschäden führen könne. In der Antwort betont die
Bundesregierung, dass ihr keine Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen
einer Zunahme von Burnout-Syndromen und flexiblen Arbeitszeiten
vorlägen.
22.02.2012 | 18:04 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Nach öffentlicher Kritik an einem ethisch
zweifelhaften Fonds begräbt die Deutsche Bank ihre umstrittene
"Todeswette". Der Konzern bietet Anlegern den vorzeitigen Ausstieg aus dem
geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an, der noch eine Laufzeit bis Ende März
2015 hat.
22.02.2012 | 15:41 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der
Deutschen Bank auf die Füße: Nach öffentlicher Kritik bietet der Konzern
Anlegern den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds "db Kompass Life 3" an. Das
Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen:
Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die
Rendite für die Investoren.
21.02.2012 | 15:11 Uhr
KASSEL (dpa-AFX) - Die Zahl der Klagen wegen Hartz IV ist 2011 erstmals seit
Einführung der Arbeitsmarktreform wieder gesunken. Bei den deutschen
Sozialgerichten gingen im vergangenen Jahr 170 488 Klagen zu dem Thema ein - das
sind 9000 weniger als noch 2010. Diese Zahlen legte der Präsident des
Bundessozialgerichts (BSG), Peter Masuch, am Dienstag bei der Vorstellung des
Jahresberichts in Kassel vor.
17.02.2012 | 15:40 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Für die konkrete Umsetzung der geplanten
Mindestlohn-Regelung will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch vor
Ostern eine gemeinsames CDU-Konzept präsentieren. "In wenigen Wochen werden wir
ein zwischen Sozial- und Wirtschaftsflügel abgestimmtes Unionsmodell für eine
allgemeine Lohnuntergrenze mit dem Koalitionspartner besprechen können",
kündigte die Ministerin im Magazin "Focus" an. Im vergangenen November hatte der
CDU-Parteitag beschlossen, in Bereichen ohne Tarifvertrag eine Lohnuntergrenze
einzuführen. Dieser Mindestlohn soll von einer Kommission aus Gewerkschaftern
und Arbeitgebern festgelegt werden.
17.02.2012 | 14:29 Uhr
FRANKFURT/MAIN (dpa-AFX) - Die Finanzagentur des Bundes hat 40.000 Konten
von Privatkunden gesperrt. Die betroffenen Besitzer von Bundesschatzbriefen und
anderen Bundeswertpapieren hätten auch nach dem wiederholten Aufruf der
Schuldenverwalter die angeforderten Unterlagen nicht eingereicht, teilte die
Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH am Freitag in Frankfurt mit.
16.02.2012 | 15:38 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Union Investment, der Fondsanbieter der Volks- und
Raiffeisenbanken, hat im vergangenen Jahr unter der branchenübergreifenden
Absatzflaute gelitten. Unter dem Strich zogen Privatanleger 2,1 Milliarden Euro
aus Publikumsfonds ab, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.
Nach einem guten ersten Halbjahr hätten die europäische Schuldenkrise und die
Verwerfungen an den Finanzmärkten zu einem deutlichen Rückgang des Neugeschäfts
geführt, heißt es in der Mitteilung. Dennoch zeigte sich Union-Investment-Chef
Hans Joachim Reinke mit dem Geschäftsjahr zufrieden: "Wir haben trotz des
schwierigen Marktumfelds erneut Stabilität bewiesen".
15.02.2012 | 17:18 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Versicherungsunternehmen könnten wegen des niedrigen
Zinsniveaus und des anhaltend langsamen Wirtschaftswachstums zukünftig stärker
in alternative Anlageklassen investieren, um ihre Renditen zu steigern. Dies ist
das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des
US-Vermögensverwalters Blackrock. Infolge der Reform des
Versicherungsaufsichtsrechts in Europa ("Solvency II") würden die Versicherer
sich demnach möglicherweise aus Staatsanleihen und Aktien zurückziehen und
verstärkt in alternativen Vermögensklassen anlegen. Im Besonderen erwarteten
beinahe ein Drittel der befragten Institute ein stärkeres Engagement in Private
Equity und Hedgefonds. Dies gelte trotz der potenziell höheren
Kapitalanforderungen, die wegen Solvency II auf sie zukommen könnten.
13.02.2012 | 17:48 Uhr
BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Erwartungen an eine
rasche und umfassende Regulierung der "Schattenbanken" mit ihren
unkontrollierten und risikoreichen Milliardengeschäften gedämpft.
13.02.2012 | 17:14 Uhr
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die US-Fondsgesellschaft Fidelity hat im vergangenen
Jahr einen Rückschlag im deutschen Markt hinnehmen müssen. Vor allem
Kapitalmarktverluste, aber auch Mittelabzüge reduzierten das verwaltete Vermögen
gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Milliarden Euro auf 23,5 Milliarden Euro, wie das
Unternehmen am Montag mitteilte. "Auch wir konnten uns einem schwierigen und
sehr volatilen Marktumfeld nicht gänzlich entziehen", sagte
Fidelity-Deutschland-Chef Christian Wrede. Dennoch habe man sich im
Branchenvergleich "gut geschlagen".